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15. August 2021

- Strengere Regeln für Zusteller in der Innenstadt - Heimgärten weichen Straßenbahn - Innenministerium: Mehrere Verbrechen auf den Auwiesen - Spitzenkandidaten im Check - Tag des Sports findet am 26. September statt

8 graz www.grazer.at

8 graz www.grazer.at 15. AUGUST 2021 Ministerium bestätigt: Der Grazer Gemeinderat Kurt Egger zieht in den Nationalrat um. JAKOB GLASER Kurt Egger wird ÖVP-Nationalrat ■ Weil Karl Schmidhofer im Juni zum Präsidenten des Österreichischen Skiverbandes gewählt wurde, legt er Ende September sein ÖVP-Nationalratsmandat zurück. Sein Nachfolger wird Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger. Egger begann seine politische Karriere als JVP- Obmann und Gemeinderat in St. Bartholomä. Seit dem Jahr 2017 sitzt er im Grazer Gemeinderat. Mehrere Verbrechen auf den Grazer Auwiesen Auf den Auwiesen kommt es immer wieder zu Problemen – und wie nun feststeht, auch zu strafrechtlich relevanten Delikten. KK Für den sechsjährigen Mexx sammelt man gerade Spenden. KK Spendenaufruf für kleinen Mexx ■ Der sechsjährige Mexx kam mit der Diagnose Infantile Cerebralparese zur Welt. Nun braucht er einen Therapiestuhl. Ein Teil wird finanziert, den Rest versucht man nun durch Spenden zu finanzieren. Der Verein Eggenberger Vielfalt unterstützt. Mehr Infos auf deren Homepage. BRISANT. Innenminister Nehammer bestätigt Körperverletzungen, Diebstähle und Sachbeschädigungen auf den Auwiesen. Das Grazer Naherholungsgebiet werde verstärkt von der Polizei bestreift. Lokale Behörden seien gefordert. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Seit Monaten regt das Naherholungsgebiet Auwiesen an der Mur in Liebenau auf. Die einen sehen dort ständig Ausschreitungen und Krawalle, die anderen wettern im Sinne eines friedlichen Naturraums dagegen. Die Freiheitlichen wollten es jetzt genau wissen und haben durch Bundesrat Markus Leinfellner eine parlamentarische Anfrage an Innenminister Karl Nehammer gestellt. Diese Woche kam die Antwort. Seit 1. Jänner 2020 wurden demnach sieben strafrechtliche Delikte zur Anzeige gebracht: Dreimal handelte es sich um Körperverletzung, je einmal um Sachbeschädigung, Diebstahl, ein Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz und einen Eingriff in fremdes Jagd- oder Fischereirecht. „Statistiken hinsichtlich der Anzahl der Anzeigen nach dem Verwaltungsrecht werden nicht geführt“, so Nehammer. Es habe aber etliche Anrainerbeschwerden bezüglich Lärmer- regungen, Verparkungen und Missachtung der Covid-19-Bestimmungen gegeben. Außerdem informierte die steirische Polizei im April 2021 über eine Festnahme von vier Tatverdächtigen, die im Februar mehrere Personen auf den Auwiesen attackiert und beraubt haben sollen. Wieso dieser Vorfall nicht in der Auflistung des Ministeriums aufscheint, war bis Redaktionsschluss nicht herauszufinden. Es handelte sich bei den in die Justizanstalt Jakomini eingelieferten Personen um drei junge Grazer und einen Türken. Von den sieben anderen mutmaßlichen Tätern waren zwei Österreicher. Handlungsbedarf Die FPÖ sieht sich jedenfalls in ihrer Annahme bestätigt. „Die Zustände in den Auwiesen sind seit langem bekannt. Die vorliegende Beantwortung von Innenminister Nehammer bestätigt abermals den dringenden Handlungsbedarf“, so Vizebürgermeister Mario Eustacchio. „Die Auwiesen gehören nicht nur einer kleinen lauten Gruppe, sondern allen Grazern! Die Grazer Ordnungswache unterstützt die Polizei selbstverständlich, hier konsequent durchzugreifen und das Naherholungsgebiet wieder für alle Personengruppen, seien es Familien, Sportler oder Spaziergänger, nutzbar zu machen!“ Minister Nehammer führt aus, dass das Areal „nahezu täglich mehrmals durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes der beiden zuständigen Polizeiinspektionen Graz-Liebenau und Hausmannstätten bestreift“ werde. Nachdem es am Osterwochenende dieses Jahres zu einem Einsatz wegen Verstößen gegen die Schutzmaßnahmenverordnung gekommen war, seien lagebedingt die Streifen noch verstärkt worden. Außerdem seien gemeinsame Streifen mit der Ordnungswache durchgeführt worden. „Die lokal zuständigen Behörden [haben] in ihrem Wirkungsbereich auch die entsprechenden Maßnahmen zu treffen.“

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