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15. August 2021

- Strengere Regeln für Zusteller in der Innenstadt - Heimgärten weichen Straßenbahn - Innenministerium: Mehrere Verbrechen auf den Auwiesen - Spitzenkandidaten im Check - Tag des Sports findet am 26. September statt

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 15. AUGUST 2021 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Umsiedeln von Heimgärten ist nicht so einfach N ur jemand, der selbst einen Heimgarten gehabt hat oder zumindest mit den Eltern ab und zu in den Heimgarten gefahren ist, weiß, was es heißt, wenn langjährige Heimgärtner siedeln müssen, und das nicht ganz freiwillig. Man braucht den von ihnen liebevoll verschönerten Platz. Da sollen sich künftig Straßenbahnen ausruhen, die Remise 3 in der Eggenberger Straße ist zu klein geworden. Das ist verständlich und nachvollziehbar und es liegt auch im Interesse des öffentlichen Verkehrs. Es ist dennoch schade um das verloren gehende Grün. Das sehen auch die Stadt und die Holding so. Schnell wurde eine Ersatzfläche aus dem Hut gezaubert. Die Heimgärtner, die in Eggenberg ihre Gärten verlieren, können in der Anlage am Zahläckerweg weitermachen. Kleiner Haken bei der gut gemeinten Hilfe: Der Zahläckerweg liegt weit unten im Süden zwischen Straßgang und Puntigam. Die Älteren werden ihre Mühe damit haben, dorthin zu kommen. Manche haben daher jetzt schon aufgegeben. Was das verlorene Grün betrifft, muss die Stadt jetzt ganze Arbeit leisten. Der versprochene Park muss hier inmitten von Industrie-Grau viel neues Grün bringen. Dann ist der Verlust nicht mehr ganz so schlimm. Diese Grünflächen mitsamt den Heimgärten kommen weg, die Straßenbahn braucht einfach mehr Platz. Heimgärten weichen Straßenbahnremise AUSZIEHEN. Alternative gab es keine, die Straßenbahnremise 3 in der Alten Poststraße muss erweitert werden, die Heimgärten müssen weichen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Grazer, die ihre Heimgärten im Bereich der Straßenbahnremise in der Alten Poststraße/Eggenberger Straße haben und jetzt ausziehen müssen, sind erschüttert. Dem Obmann des Heimgartens „Steirischer Panther“, Arnold Pichler, tut es um die schönen Bäume und das viele Grün genauso leid wie seinen Mitgliedern. Neben den Heimgärten der Stadt Graz sind aber auch jene auf dem Grund der Siemens-Werke Geschichte. Wie aus der Holding Graz zu erfahren war, brauchen die 15 neuen Straßenbahnen, für die gerade die Ausschreibung läuft, einen Abstellplatz, und der soll durch den Ausbau der Hallen- und Abstellinfrastruktur (Gleisanlagen) in der Remise 3 geschaffen werden. Etwas mehr als neun Millionen Euro sollen hier fließen. Die Erweiterung der Remise wird bis 2024 fertig sein. Für die Stadt Graz haben Stadtrat Günter Riegler und die zuständige Immobilienabteilung Gespräche mit dem Obmann der Heimgärten in Graz geführt und Geld in die Hand genommen, um Ersatzflächen für die Heimgärtner der betroffenen Anlage zu finden. Im konkreten Fall werden die Gärten Günter Riegler (r.) mit Horst Ruckenstuhl, HeimgartenpräsidentFISCHER HESCHL auf die Flächen des Neuankaufes Zahl äckerweg umgesiedelt werden. Das Projekt ist derzeit in der Planungsphase und wird voraussichtlich im Herbst umgesetzt. Stadtrat Riegler: „Die Heimgärtner liegen uns und mir sehr am Herzen und ich freue mich jedes Jahr auf die Besichtigung der liebevoll gepflegten Gärten.“ Als Ersatz für das gepflegte Grün in dem betonierten Stadtteil wird die Stadt einen kleinen Park als Ersatz errichten. Generell stellt die Stadt Graz den Heimgärtnern rund 530.000 Quadratmeter städtische und im Besitz der Holding befindliche Grundflächen zur Verfügung. Darauf befinden sich 23 Kleingartenanlagen mit rund 2000 Mitgliedern. Es ist ein regelrechter Run auf Heimgärten zu verzeichnen. Zurzeit gibt es keine freien Plätze und immer mehr junge Familien möchten ein kleines Fleckchen Grün bekommen. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/2540976), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

15. AUGUST 2021 www.grazer.at graz 7 Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang lässt beim Shopping Nord gemeinsam mit der Stadt Graz eine neue Bushaltestelle errichten. Haltestellen um 700.000 Euro FRANKL ■ In der jüngsten Regierungssitzung des Landes wurde ein Paket für drei Bushaltestellen in Graz beschlossen, das gemeinsam mit der Stadt um 700.000 Euro umgesetzt wird. Das „Paket“ beinhaltet einen langgehegten Wunsch, nämlich eine eigene Bushaltestelle beim Einkaufszentrum „Shopping Nord“, die neu gebaut wird. Die Haltestelle „Brauhaus Puntigam“ liegt ebenfalls an der B 67, hier erfolgen Adaptierungsmaßnahmen, und die Haltestelle „Mariatrost Postamt“ wird 200 Meter stadteinwärts verlegt. Alle drei Standorte bekommen neue Wartehäuschen inklusive Fahrgastinformationen und Beleuchtung. „Mit dem Paket möchten wir den öffentlichen Verkehr attraktivieren und die Verkehrssicherheit erhöhen“, erklärt der für Verkehr zuständige Landeshauptmann- Stellvertreter Anton Lang. TS

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