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15. August 2020

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- Diözese Graz-Seckau investiert Millionen in die Kirchen-Sanierung - Wohnprojekte geplant: Stadt verkauft 11.000 Quadratmeter Wiese - 2021 wird Graz das Flugsport-Zentrum - Mur: Hochwasser verschlechtern die Wasserqualität - Experten fürchten Rückschritt: Lkw-Verkehr blieb trotz Krise stark - Neue urbane Boulderhalle in Graz

14 graz www.grazer.at

14 graz www.grazer.at 15. AUGUST 2020 Experten fürchten Rückschritt Lkw-Verkehr blieb HEFTIG. Der Pkw- Verkehr in Graz und Umgebung ist in der Corona-Krise stärker eingebrochen als der Lkw-Verkehr. Im Juni gab es Steigerungen. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Der Pkw-Verkehr nahm im ersten Halbjahr auch in der Region Graz stark ab. GETTY In den letzten Wochen wurde bekannt, dass Österreich seine CO 2 -Bilanz für dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie wohl etwas aufhübschen konnte. Das liegt nicht zuletzt am starken Rückgang des Verkehrs durch die Ausgangsbeschränkungen und die häufigen Homeoffice-Regelungen. Eine aktuelle Analyse von ASFINAG-Daten durch den Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gibt Aus Angst mit Rad auf Gehweg KOMBI-LÖSUNG. In der Grabenstraße könnte ein Teil des fast unbenutzten Gehweges für Radfahrer offen sein. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Jeder kennt den Teil der Grazer Grabenstraße, der ab Höhe Hochsteingasse Richtung Norden zur Andritzer Maut von den Autofahrern mit 60 km/h befahren werden darf und auch in der Gegenrichtung von der Maut zur Kreuzung Hochsteingasse. Für Radfahrer ist das nicht ungefährlich. Sie teilen sich mit den Autos die vier Fahrspuren, und da kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, da die Autofahrer es mit dem Abstand zum Radfahrer nicht so genau nehmen. Vor allem bei der Kreuzung zum Tunnel Grabengürtel ist aufgrund Hier an der Kreuzung Grabenstraße/Hochsteingasse (rechts) beginnt auch der Grabengürtel, und die Straße wird zur gefährlichen Rennbahn. KK des enormen Verkehrs die Lage für Radfahrer besonders heikel. In diesem Teil der Grabenstraße gibt es aber auch auf beiden Seiten relativ breite Gehwege. So mancher Radler, der Angst vor den schnellen Autos hat, wechselt dann mit seinem Rad auf den Gehweg. Kommt die Polizei, gibt’s ein Strafmandat. Anette H. aus Andritz kommt da die Galle hoch. „Ich bin beim Grabengürtel am Gehweg geradelt, die Polizei hat mich angehalten und 70 Euro kassiert. Ich fahre nicht auf der Autostraße, ich bin doch nicht lebensmüde. Ich bin auf der Autostraße gefahren, der Abstand war für die Autofahrer bloß eine Option.“ Viele denken so, und Geidorf-Bezirksvorsteher Gerd Wilfling könnte sich als Lösung eine Kombination aus Radweg und Gehweg vorstellen. Wilfling: „Wenn der Gehweg kaum benutzt wird, ist eine Teilung die ideale Kombination.“

15. AUGUST 2020 www.grazer.at graz 15 trotz Krise stark aber interessante Details für den Grazer Raum preis. Der Pkw-Verkehr ging demnach deutlich stärker zurück als der Lkw-Verkehr. Daten von der Zählstelle Feldkirchen zeigen, dass mit fast neun Millionen um etwa 2,6 Millionen weniger Pkw unterwegs waren als im 1. Halbjahr 2019. Die Zahl der Lkw ging demgegenüber um rund 100.000 auf 1,2 Millionen zurück. Auch auf der Pyhrnautobahn ging der Pkw-Verkehr mit 26 Prozent rund dreimal so stark zurück wie der Lkw-Verkehr. Durch den Gleinalmtunnel fuhren mit rund 2,6 Millionen um rund 900.000 weniger Autos, die Zahl der Lkw ging um rund 70.000 auf 650.000 zurück. Backlash befürchtet Wirtschaftlich mag das positiv anmuten, hier gilt der Lkw-Verkehr als wichtiger Indikator. Gleichzeitig fürchten Experten vom VCÖ nun einen verkehrspolitischen Backlash oder Rückschlag weg vom öffentlichen Verkehr, denn in den vergangenen Wochen hat die Verkehrsbelastung wieder spürbar zugenommen. „Auf der Südautobahn waren heuer im Juni zwischen Hochenegg und Laßnitzhöhe bereits mehr Lkw unterwegs als im Juni des Vorjahres“, macht VCÖ-Experte Michael Schwendinger aufmerksam. Der Dieselpreis ist seit Jahresbeginn um fast 16 Prozent gesunken, damit ist der Transport auf der Straße billiger geworden. Laut VCÖ droht damit eine verstärkte Verlagerung von der Schiene auf die Straße. Tatsächlich hatte es der Bahnverkehr nach einem Wachstumsjahr 2019 heuer nicht leicht. Die ÖBB verloren zu Beginn der Krise fast 90 Prozent der Fahrgäste, auch die GKB, laut VCÖ-Daten immerhin die zweitgrößte Regionalbahn Österreichs, vermeldete Ende März einen Kundenrückgang auf nur sechs Prozent. Für die Zukunft Graz-Mobil-App boomt ERFOLGSKURS. Mit Stichtag 1. August haben fast 50.000 Nutzer die Graz-Mobil- App heruntergeladen. bleibt man aber optimistisch gestimmt, aktuell pendelt man sich trotz anhaltender Pandemie und damit einhergehender Maskenpflicht bei etwa 70 bis 80 Prozent des Vorjahres ein. Schwendinger warnt dennoch: „Österreich droht seine Klimaziele deutlich zu verfehlen, wenn der Lkw-Verkehr wieder massiv zunimmt. Das kommt wegen der Strafzahlungen und der zunehmenden Klimaschäden teuer. Auch der Güterverkehr muss endlich einen stärkeren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.“ Der VCÖ fordert dementsprechend einen Klimabonus für Unternehmen, die ihren Gütertransport auf die Schiene verlagern. Als Konsument kann man aber auch etwas beitragen: Wer sich für langlebige Produkte statt Wegwerfware entscheidet und auf regionale Herkunft achtet, leistet einen Beitrag zur Reduktion des Lkw-Verkehrs. ■■ Corona hat den digitalen Ticketverkauf für Straßenbahn und Bus der Graz-Linien in die Höhe getrieben. Die „Graz Mobil“-App wurde mit Stichtag 1. August 2020 bereits 48.882-mal heruntergeladen. Und auch beim Ticketverkauf gibt’s erfreuliche Zahlen. Jana Trettenbrein, stellvertretende Konzernsprecherin der Holding Graz: „Alleine im heurigen Juli wurden 31.021 Tickets über die Graz-Mobil-App verkauft – ein voller Erfolg, wenn man sich im Vergleich dazu mit 6819 Tickets die Verkäufe im Juli 2019 anschaut. Das freut uns natürlich besonders, da der digitale Ticket-Kauf in diesen herausfordernden Zeiten nicht nur ein potenzielles Ansteckungsrisiko Die App gibt’s gratis im Appstore und Google Play Store. Es gibt alle Ticktets der Zone 101. LUPI SPUMA senkt, sondern auch eine wertvolle Maßnahme zur Fahrplanstabilisierung ist, da unser Fahrpersonal ohne Zeitverzögerung durch Ticketverkauf weiterfahren kann.“ Dazu kommt, dass das Stunden- sowie das 24-Stunden- Ticket online um zehn Prozent günstiger sind. Die App ist kostenlos, es können alle gängigen Tickets für die Zone 101 gekauft werden.

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