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15. August 2020

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- Diözese Graz-Seckau investiert Millionen in die Kirchen-Sanierung - Wohnprojekte geplant: Stadt verkauft 11.000 Quadratmeter Wiese - 2021 wird Graz das Flugsport-Zentrum - Mur: Hochwasser verschlechtern die Wasserqualität - Experten fürchten Rückschritt: Lkw-Verkehr blieb trotz Krise stark - Neue urbane Boulderhalle in Graz

10 graz www.grazer.at

10 graz www.grazer.at 15. AUGUST 2020 Bei BMW Gady Liebenau wird jahrelange Mobilität gefeiert. GADY BMW Gady feiert Jubiläum ■■ 60 Jahre BMW-Partnerschaft und 30 Jahre Gady BMW Lieben au: Das sind 90 Jahre voller Dynamik, die am 31. August um 17 Uhr beim Gady-BMW-Standort in Graz- Liebenau in der Liebenauer Hauptstraße 60 gefeiert werden sollen. Zur offiziellen Jubiläumsfeier mit Zeitreise und „bewegenden Stunden“ haben sich auch Christian Morawa, Chef von BMW Austria, Bürgermeister Siegfried Nagl und viele Personen des öffentlichen Interesses angesagt. Mocnik, Schunko, Spreitzhofer, Larentzakis und Ellinger (v. l.) KK Versicherung in Graz neu eröffnet ■■ Die Eröffnungsfeier der „em- Versicherungsagentur“ in der Reininghausstraße, einer Grazer Generalagentur der Donau Versicherung, wurde kürzlich von einer beeindruckenden Ausstellung des Fotokünstlers Antonios Larentzakis begleitet. Diese Gelegenheit nutzten sowohl Gastronom und Gemeinderat Michael Schunko als auch Donau-Landesdirektor Günter Spreitzhofer für einen Besuch in den neuen Räumen und gratulierten den Gründern Nadine Mocnik und Werner Ellinger zum Neustart. Mur: Hochwasser verschlechtern Wasserqualität AUFPASSEN. Die Mur wird immer mehr zum Freizeitareal, aber der Fluss ist kein Freibad. Wer ins Nass springt, begibt sich in Gefahr. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Mur ist ein nach wie vor wilder Fluss, sie verläuft im öffentlichen Raum, ist daher frei zugänglich, und somit herrscht kein Badeverbot, erfahren wir vonseiten der Landesregierung. Heikel wird es, wenn man nach der Qualität des Murwassers sucht. Die Recherchen ergaben, dass aktuell offenbar nicht gemessen wird und die Behörden sich hier die Verantwortung dafür gegenseitig in die Schuhe schieben. Naturschützer und Fischeflüsterer Franz Keppel ist der Meinung, dass die Qualität des Wassers durch den Kraftwerk-bedingten Rückstau gleich um eine Klasse schlechter geworden ist. Keppel: „Und da ist dann noch die Einmündung des Grazbaches (Viren und Bakterien), welche für die Badenden in der Augartenbucht und den beworbenen Wassersport nicht unbedenklich ist. Bäche dürfen laut EU-Gesetz nicht in Kanäle (wie den ZSK) geleitet werden. Die Mur ist nach wie vor ein wilder Fluss (siehe oben), die Uferbereiche sollen Freizeitareale sein, von Baden in der Mur war nie die Rede. KK, STADT GRAZ Und da wäre dann auch noch die Zurückführung des nur optisch geklärten Abwassers der Kläranlage in Gössendorf.“ Johannes Gepp, Präsident des Naturschutzbundes Steiermark: „Wenn die Mur Hochwasser führt, wird auch von ufernahen Äckern nördlich von Graz Erde in den Fluss geschwemmt, ausgerissene Bäume sterben in der Mur, die Wasserqualität verschlechtert sich. Ich hörte von Leuten, die von Graz Nord bis Graz Süd die Mur durchschwommen sind. Von Badequalität ist hier natürlich keine Rede, Durchfälle können einem Bad in der Mur folgen.“ Franz Mascher vom Hygieneinstitut der Med-Uni Graz winkt sofort ab: „Die Untersuchung des Wassers der Mur ist Sache der Behörden.“ Von der Stadt ist zu vernehmen, dass man derzeit an einem Konzept arbeite, wie man die Freizeitregeln an den von der Stadt Graz für die Grazer zugänglich gemachten Mur uferteilen erstellen soll. Es ist geplant, Beschilderungen für besondere Gefahrenstellen einzurichten. Die Stadt lädt an die Mur als Freizeitareal, nicht zum fröhlichen Sprung ins Nass, heißt es. Kein Trinkwasser Die Mur hat seit vielen Jahren Wassergüteklasse II, das gilt für gering und mäßig belastete Gewässer. In den 80er Jahren war sie noch einer der schmutzigsten Flüsse Europas. „Von der Drecksuppn zum Vorzeigefluss“, schrieb der Standard. Schuld daran waren die vielen Abwässer der Fabriken und die Kanäle, die ungefiltert in die Mur einflossen, so wie es heute noch der Grazbach tut. Der fehlt noch im Grazer Bächeprogramm. Dieser Bach, der sich zuvor mit dem Leonhardbach und dem Kroisbach vereint hat, fließt sozusagen weiterhin ungespitzt in die Mur. Aber Trinkwasserqualität wird, so sieht’s auch Gepp, die Mur nie erreichen, und Baden erfolgt ohnedies auf eigene Gefahr.

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