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15. April 2021

- Neue Broschüre für Geidorf: Vorgärten für mehr Lebensqualität - 17-jährige Dealer verurteilt - Bauernmarkt Ragnitz - Ohrenschoner für FFP2-Masken

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2 graz www.grazer.at 15. APRIL 2021 Nähe Schloss Eggenberg realisiert IFA 33 Neubauwohnungen. IFA AG Spatenstich für Baiernstraße 59 ■ Im April erfolgte der Baustart für das IFA-Projekt „Baiernstraße 59“. In Eggenberg entstehen dabei 33 geförderte Wohnungen und 19 Tiefgaragenplätze, investiert werden etwa acht Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Insgesamt werden von IFA in Graz über 60 Projekte um rund hundert Millionen umgesetzt „Die hohe Nachfrage nach unseren Investments zeigt sich an österreichweit gleich zehn IFA Projekten in Bau oder vor Baustart – drei davon in Graz“, so Michael Baert, Vorstand der IFA AG, beim Spatenstich. Die Corona Zahlen sind seit gestern wieder leicht angestiegen. GETTY Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern wieder angestiegen. Die Sieben-Tages- Inzidenz liegt aktuell bei 141,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern (gestern: 126,1) – 136,5 in Graz- Umgebung. Der Steiermark- Durchschnitt beträgt 169,2. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Murtal mit 246,9 – das niedrigste Bruck- Mürzzuschlag mit 108,4. Bisher sind 280 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, in Graz-Umgebung waren es Stand heute 236. Broschüre für Geidorf: Vorgärten für die Lebensqualität Bereits seit mehreren Jahren werden sogenannte „Grätzelspaziergänge“ durch die Vorgärten in Geidorf samt geschichtlichem Hintergrund veranstaltet. In der neuen Broschüre erfährt man all das und noch mehr. GRÄTZELINITIATIVE INFO. Die Grätzelinitiative Margaretenbad hat in Zusammenarbeit mit Grazer Experten eine Neuauflage der Broschüre über die Bedeutung von Vorgärten in Geidorf zusammengefasst. Diese gibt‘s ab sofort zum Durchblättern. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Vorgärten prägen das Erscheinungsbild vieler Straßenzüge in Graz, vor allem in den Stadtbezirken Geidorf, St. Leonhard und Jakomini. Bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts - der Gründerzeit - wurden in den damals ländlich geprägten Vororten bei der Errichtung von Wohnhäusern Vorgärten als Bindeglied zwischen Haus und öffentlichem Raum angelegt. Zusammen mit anderen städtischen Grünräumen werden Vorgärten in den heutigen Zeiten des Klimawandels, des Insektensterbens und der generellen Sensibilisierung für ökologische Aspekte der menschlichen Gesundheit und Lebensqualität wieder zunehmend wahrgenommen. 2003 wurde ein Buch zu den Grazer Vorgärten vom Naturschutzbund veröffentlicht, nachdem es mittlerweile in ganz Graz vergriffen ist, nahm man sich das letzte Jahr dafür zum Anlass, eine Neuauflage zu drucken, welche heute im feierlichen und coronakonformen Rahmen präsentiert wurde. Neben den Experten Johannes Gepp, Präsident Naturschutzbund Steiermark, Helwig Brunner vom ÖKOTEAM und Gertraud Prügger, ehemalige Geschäftsführerin Naturschutzbund waren etwa auch Stadträtin Judith Schwentner, Stadtrat Günter Riegler, Bezirksvorsteher Gerd Wilfling und weitere Grazer Bekanntheiten vor Ort. Broschüre klärt auf Das ÖKOTEAM hat im Rahmen des Kulturjahres 2020 die Perspektiven auf den ökologischen Nutzen von Vorgärten erweitert. Unter Berücksichtigung aller neuen Faktoren - von kulturellen bis zu biologischen - wird in dieser Broschüre die Bedeutung von Vorgärten für die Lebensqualität in Geidorf zusammengefasst und aufbereitet. Für die Lebensqualität in der Stadt sind die Vorgärten von Bedeutung, indem sie eine ästhetische und hygienische Funktion ausüben, einen ökologischen Beitrag leisten und zu einem Lebensraum für Tiere in der Stadt beitragen. Gerade letzteres ist von größerer Bedeutung als manch einer ahnen mag: In den 20 vom ÖKOTEAM 2020 untersuchten Vorgärten wurden insgesamt 16 Großgruppen an wirbellosen Tieren entdeckt. Das reicht von Hautflügler, über Urinsekten bis hin zu Spinnen, Schmetterlingen und Schnecken. Für sie sind Vorgärten lebensnotwendig, weswegen man den natürlichen Wohnraum nicht zuerstören sollte. All dies und noch viel mehr über die Vielfalt der Grazer Vorgärten kann man in der neuen Broschüre nachlesen. Diese liegt im Grätzeltreff und außerhalb am Bücherregal auf oder online auf www.margerl.at.

15. APRIL 2021 www.grazer.at graz 3 17-jährige Dealer verurteilt GERICHT. Zwei Grazer (beide 17 Jahre alt) verkauften über mehrere Monate rund ein halbes Kilo Cannabis an verschiedene Abnehmer. Dafür standen die jungen Männer heute vor dem Richter. 1500 Euro müssen die beiden Grazer jeweils zahlen – Das mit dem illegalen Drogenhandel verdiente Geld wird vom Gericht für verfallen erklärt. GETTY Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Sie sollen etwa 500 Gramm Cannabis gedealt haben, so die Anklage der Grazer Staatsanwaltschaft. Beim heutigen Prozess am Landesgericht für Strafsachen geben die beiden 17-Jährigen das auch ohne Ausreden zu: „Ich fühle mich schuldig“, sagt einer der Angeklagten zu Beginn der Verhandlung. „Wie kommen Sie denn auf die Idee, mit Suchtgift zu handeln?“, will der Richter von dem jungen Mann wissen. Ganz genau weiß er das offenbar selbst nicht, „aus Langeweile“, so die Begründung. Auf einem Konzert hätte er das erste Mal Cannabis probiert, dann hätte er mit seinem gleichaltrigen Freund angefangen, zu rauchen und zu dealen, erzählt er. Wie die Burschen ihre Käufer gefunden haben? Über die Handy-App „Snapchat“. Mittlerweile haben sie aber beide aufgehört, Cannabis zu rauchen. „In ihrem Alter ist das Zeug wirklich Gift“, mahnt der Richter. „Es tut mir leid“ Einer möchte vielleicht Rechtsanwalt oder Lehrer werden, der andere eventuell Bankkaufmann. „Meinen Sie, da ist ein Strafregistereintrag ein guter Karrierestart?“, fragt der Staatsanwalt. „Nein, das glaube ich nicht.“ „Es tut mir wirklich leid, es kommt nicht mehr vor“, entschuldigen sie sich. Die zwei jungen Männer hatten bislang keinen Kontakt mit der Justiz. Das Urteil: Fünf und sechs Monate Haft auf drei Jahre Bewährung. Kostenloses Radfahrtraining SICHER. Das von der Stadt Graz angebotene kostenlose Radfahrtraining bereitet die Kinder der vierten Klassen auf die freiwillige Radfahrprüfung vor. Auch heuer läuft die Buchung über die Eltern. Im Auftrag der Abteilung für Verkehrsplanung bietet das bewährte Team um Jörg Ofner und Melanie Troppe kostenlose Kurse im Straßenraum an. Da schulbezogene Veranstaltungen pandemiebedingt nicht möglich sind, läuft die Buchung der Kurse über die Eltern. „Die freiwillige Radfahrprüfung ist ein wichtiger Schritt in die selbstständige Mobilität. Radfahren soll Spaß machen, will freilich aber auch regelkonform und nach den Erfordernissen der Verkehrssicherheit gelernt sein“, erklärt Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Das Radfahrtraining wird von der Radlobby ARGUS Steiermark im Straßenraum und von der Easy Drivers Radfahrschule direkt am ÖAMTC Übungsplatz, Alte Poststraße 161, angeboten. Die beiden Kurse sind unter https:// radfahrschule.easydrivers.at/ faq/graz-anmeldung-fuer-eltern und https://tinyurl.com/radfahrtraining zu buchen. An Wochenenden besteht am ÖAMTC Übungsplatz außerdem die Möglichkeit des freien Übens, unterstützt durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Neu sind eigens produzierte Videoclips zum Thema Fahrradausstattung und Situationen im Straßenverkehr sowie die interaktiven Online- Webinare zur „Vorbereitung für die Radfahrprüfung“. Mehr dazu auf graz.at. Sicheres Radfahren will gelernt sein: An Wochenenden kann der ÖAMTC Übungsplatz zum freien Üben mit den Eltern genutzt werden. STADT GRAZ/WEHAP NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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