7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 11 Monaten

14. Oktober 2018

- Winterspiele 2030 in Graz: Die olympische Flamme lodert wieder - Graz kämpft für Flüsterbims - Dreispuriger Ausbau der A9 rückt näher - Grazer Dom braucht Hilfe für Renovierung - Klimabilanz hat sich verbessert - 48 Prozent der Grazer Volksschüler auch nachmittags in der Schule - Graz soll seine Wildtiere besser schützen - Neue Vision für die Merangasse - EuroSkills und Aufsteirern: Handwerk trifft Tradition - Christbaum heuer nur auf Kurzbesuch - 8. „Grazer“ Wirtschafts-Stammtisch

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 14. OKTOBER 2018 KOMMENTAR Nach Olympia ist vor Olympia Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at N ach dem sowohl beweinten als auch bejubelten Rückzug der Grazer Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 stehen die Zeichen jetzt offenbar auf „Graz 2030“. Und das mit gutem Grund. Denn alle Zweifel scheinen derzeit entkräftet werden zu können. So hat die Kürze der Vorbereitung und der Alleingang von Bürgermeister Siegfried Nagl und seinem Schladminger Kollegen Jürgen Winter viele abgeschreckt. Für 2030 hätte man viel Zeit, genug, um alle miteinzubinden. Ein weiterer Faktor war die Tatsache, dass so gut wie alle Veranstalter der Spiele ein kräftiges Minus machten. Mit der Bilanz aus Pyoengchang, wo 48 Millionen Euro übrig blieben, sollte auch diese Befürchtung zumindest gelindert werden können. Selbstverständlich braucht es genaue Prüfungen und Kalkulationen, die zweifelsfrei klären, ob Spiele wirtschaftlich durchführbar sind. Aber wenn wir uns diese zweite Chance wirklich gönnen und diesmal alle an einem Strang ziehen, haben wir beste Chancen, die Olympischen Spiele 2030 nicht nur nach Graz zu holen, sondern davon auch noch wirtschaftlich zu profitieren. Graz kämpft für Flüsterbims Mitglieder der Bürgerinitiative „Straßenbahnanwohner_innen Graz“ fordern gemeinsam mit NAbg. Verena Nussbaum (3. v. l.), Gemeinderätin Anna Robosch (2. v. r.) und SP-Chef Michael Ehmann (r.) neue Grenzwerte für Bims. SPÖ GRAZ VORREITER. Stadt Graz fordert eine Novellierung des Eisenbahngesetzes und damit eine Reduktion der Schall- und Erschütterungsemissionen. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Der 2007 beschlossene Ankauf der 45 Variobahnen – das Nachfolgemodell der Cityrunner – sorgt heute noch für viel Gesprächsstoff im negativen Sinn: auch wenn die Variobahn alle Normen erfüllte, beschweren sich nach wie vor zahlreiche Anrainer über massive Belastungen durch Lärm und Erschütterungen. Wie Reingard Schmied-Pottlacher: „Bei uns in der Leonhardstraße gibt es pro Überfahrt der Bim 30 Erschütterungen, und das 171-mal täglich, wir hoffen sehr, dass sich das bald bessert.“ BV Wolfgang Krainer und GRÄB-Obfrau Lisa Veith eröffnen den Skaterpark. KK Jetzt steht die Stadt vor dem nächsten Neuankauf von Straßenbahnen. „Damit wir nicht wieder Donnervögel kaufen, muss das Eisenbahngesetz dringend novelliert werden“, warnt SP-Chef Michael Ehmann. Dieses sieht nämlich keine Unterscheidung der Emissions- Grenzwerte von Eisenbahn und Straßenbahn vor. Diese Unterscheidung muss aber dringend vorgenommen und das Eisenbahngesetz in diese Richtung novelliert werden. Im Gemeinderat wurde auf einen dringlichen Antrag der SP hin eine Petition in Richtung Verkehrsminister Norbert Hofer auf den Weg gebracht (mit Zustimmung aller Fraktionen bis auf die Grünen). Auch unsere Grazer Nationalratsabgeordnete Verena Nussbaum wird das Thema in Wien vorbringen. „Wir hoffen sehr, dass so ein Blödsinn wie mit den Variobahnen nicht mehr passiert“, erklärt Anrainer Heinz Perchtaler. „Und normale Straßenbahnen vom Gesetz her nicht mehr wie Triebwägen gesehen, sondern wie Straßenbahnen behandelt werden. Das heißt: Schallemissionen und Erschütterungen sollten um zehn Prozent tiefer liegen als zum Beispiel bei den Cityrunnern.“ Neuer Skaterpark im Volksgarten ■■ Nachdem die sogenannte „Skate Bowl“ im Volksgarten 2017 geschlossen werden musste, bemühten sich Sportamtsleiter Gerhard Peinhaupt und der Grazer Rollbrett-Ästheten- Bund (GRÄB) rund um Obfrau Lisa Veith um eine neue Lösung: Der neue Skatepark wurde jetzt von Bezirksvorsteher Wolfgang Krainer offiziell eröffnet. „Der Lendplatz wird jetzt hoffentlich wieder entlastet“, so Krainer, da die Skater aufgrund der verschwundenen Möglichkeit dorthin übersiedelt sind. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Bernadette Brecher (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 68 48), Robert Heschl (0 664/80 66 66 897), Mag. Eva Semmler (0 664/80 666 6895), Thomas Maier (0 664/80 66 66 690) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 6666 490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Verena I. Seidl, MA | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 173.025 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2018). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

14. OKTOBER 2018 www.grazer.at graz 7 Die A9 wird derzeit zwar nicht ausgebaut, aber saniert. Zwischen Leibnitz und Vogau wurde heuer ein Teil der Fahrbahn saniert, 2019 geht’s weiter. asfinag Dreispuriger Ausbau der A9 rückt näher verkehr. Die Pyhrnautobahn zwischen Graz und Spielfeld soll ab 2025 dreispurig ausgebaut werden. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Für Pendler, die regelmäßig auf der Pyhrnautobahn (A9) zwischen Graz und Spielfeld unterwegs sind, gehört der Stau zum Alltag. Kein Wunder, quälen sich doch auf einzelnen Abschnitten – z. B. zwischen dem Knoten Graz-West und Wildon – bis zu 60.000 Fahrzeuge am Tag über die zweispurige A9. Weil alle Prognosen für die boomende Wohnund Wirtschaftsregion auf eine weitere Zunahme des Verkehrs und damit auf einen drohenden Verkehrsinfarkt hinweisen, fordern sowohl Bürgermeister aus den Bezirken Graz-Umgebung und Leibnitz als auch die steirische Wirtschaftskammer einen dreispurigen Ausbau der „Pyhrn“ zwischen Graz und Spielfeld. Und der könnte tatsächlich bald Wirklichkeit werden. „Es schaut gut aus“ Die Autobahngesellschaft Asfinag selbst will zwar noch keine eindeutige Stellungnahme abgeben. „Für den A9-Streckenabschnitt zwischen dem Knoten Graz-West und der Halbanschlussstelle Hengsberg laufen derzeit die Untersuchungen, welche noch heuer abgeschlossen sein werden“, teilt die Asfinag auf Anfrage mit. Doch in der Wirtschaftskammer geht man nach Gesprächen mit Verantwortlichen der Asfinag davon aus, dass die Untersuchung eine Empfehlung für den dreispurigen Ausbau Richtung Süden enthalten wird. „Es schaut gut aus“, meint dazu Robert Steinegger, Verkehrsexperte der steirischen Wirtschaftskammer. Falle die Analyse positiv aus, werde die Asfinag den Ausbau der A9 in ihre Prioritätenliste aufnehmen, sodass das Projekt angegangen werden könnte. Einen Zeitpunkt dafür deutet die Asfinag bereits selbst an. Die Studie sei zwar noch nicht fertig, heißt es seitens der Autobahngesellschaft. Liegen die Untersuchungsergebnisse vor, will die Asfinag aber „die erforderlichen weiteren Schritte“ einleiten. Nachsatz: „Die Umsetzung des Ausbaus wird in diesem Fall ab Mitte der 2020er-Jahre angestrebt.“

2021