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14. Oktober 2018

- Winterspiele 2030 in Graz: Die olympische Flamme lodert wieder - Graz kämpft für Flüsterbims - Dreispuriger Ausbau der A9 rückt näher - Grazer Dom braucht Hilfe für Renovierung - Klimabilanz hat sich verbessert - 48 Prozent der Grazer Volksschüler auch nachmittags in der Schule - Graz soll seine Wildtiere besser schützen - Neue Vision für die Merangasse - EuroSkills und Aufsteirern: Handwerk trifft Tradition - Christbaum heuer nur auf Kurzbesuch - 8. „Grazer“ Wirtschafts-Stammtisch

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eco Daniel Windisch 34 daniel.windisch@grazer.at & 0664/80 66 66 695 Manchmal sind so g’spinnerte Sachen irgendwann charmant.“ WK-Graz-Obfrau Sabine Wendlinger-Slanina verteidigt vermeintlich „verrückte“ Ideen wie die Murgondel von Bürgermeister Siegfried Nagl. DJAKOB www.grazer.at 14. OKTOBER 2018 Steirer-Start-ups bei P. Pilz, S. Nagl und P. Bartos (v. l.) mit dem Stadtwappen. BDO Stadtwappen ■■ Die Austin BFP-Unternehmensgruppe ist als BDO Steiermark GmbH nun Vollmitglied des internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens BDO in Österreich. Dies wurde im Rahmen eines Festes am Donnerstag in der Aula der Alten Universität Graz gefeiert. Vor 300 geladenen Gästen überreichte Bürgermeister Siegfried Nagl den Vertretern der BDO, Peter Pilz und Peter Bartos, das Grazer Stadtwappen. V. l.: B. Sagmeister (AWS), H. Gartner (eQventure), C. von der Linden (TU) und M. Mössler (Science Park) Lichtmeister S E R V I C E Kurz und bündig Fest der Gesundheit Seit 150 Jahren besteht die Steiermärkische Gebietskrankenkasse. Aus diesem Anlass lädt die STGKK am 17. Oktober von 8 bis 15 Uhr alle Grazerinnen und Grazer zum „Fest der Gesundheit ins GKK-Gebäude am Josef-Pongratz-Platz ein. Auf Besucher warten unter anderem medizinische Angebote, Showeinlagen und Gewinnspiele. STGKK-Obmann Josef Harb lädt zum großen Gesundheitsfest. stgkk Barbara Balldini verspricht einen scharfen Abend im Orpheum. balldini Kabarett-Highlights Sexpertin Barbara Balldini präsentiert am 18. Oktober ab 20 Uhr im Orpheum Highlights aus ihren vier Kabarettprogrammen. Bei ihrer „Balldini’s Night“ geht’s um spannende Fragen und Antworten zur angeblich „schönsten Sache der Welt“. Ticket-Infos und Reservierung sind unter der Nummer 0699/81855412, der Online-Vorverkauf ist per Mail an vorverkauf@balldini.com möglich. Karten gibt es zudem in allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen, im Kartenbüro im Orpheum Graz und an der Abendkassa. Murauer lud ein Zum Tag der offenen Tür lud die Brauerei Murau am Freitag in ihr Grazer Depot in der Paula- Wallisch-Straße ein. Seit 32 Jahren besteht in Graz ein Standort, vor zehn Jahren erfolgte der Umzug in die Paula-Wallisch-Straße. Graz ist unter den fünf Murauer- Depots – die anderen befinden sich in Klagenfurt, Tamsweg, Zeltweg und Eben im Pongau – der 46 Fachkräfte konnten im Stift Rein größte Standort, zählt 27 Mitarbeiter und umfasst 23 Fahrzeuge. ihre Sponsion feiern. Hermann Burgstaller Zahlreiche Besucher nutzten den Sponsion im Stift Tag der offenen Tür, um im Depot und dem dazugehörigen Shop it dem Studienjahr 2018/19 vorbeizuschauen. Meröffnet die Hochschule Mittweida das 20. Studienjahr in der Steiermark. 1999 begann die sächsisch-steirische Kooperation in Weiz, 2008 startete der erste Das Grazer Murauer-Team: A. Lenzbauer, B. Neubauer, M. Guschnegg, E. Berghofer, R. Pachole (v. l.)Scheriau Bauingenieurstudiengang der HTWK Leipzig in Graz an der HTL Ortweinschule. In Kooperation mit dem Studienzentrum Weiz und Ingenium Education haben seither über 5000 Berufstätige ein präsenzunterstütztes Fernstudium abgeschlossen. Kürzlich konnten erneut 46 Fachkräfte im Stift Rein ihre Sponsion feiern.

14. OKTOBER 2018 www.grazer.at eco 35 ➜ TEURER THINKSTOCK (2) Gemüse +1,6 % Bei einigen Gemüsesorten gab es im Lauf der letzten zwölf Monate einen Preisanstieg zu verzeichnen. Bekleidungsartikel –0,3 % Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für verschiedenste Modeartikel derzeit etwas niedriger. BILLIGER ➜ Investoren hoch im Kurs investment. Schon jedes vierte steirische Jungunternehmen holt sich „Starthilfe“ von Investoren. Diese „Business Angels“ bieten den Start-ups aber nicht nur Kapital, sondern auch ihr Know-how an. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Die Aula der TU Graz war am Donnerstag Schauplatz des „Austrian Business Angel Day“. Investoren sowie Vertreter von Förder- und Forschungseinrichtungen sprachen über aktuelle Trends in der heimischen Start-up-Szene. Mit dabei als einer der Veranstalter war auch Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer des Austria Wirtschaftsservice (AWS). Sagmeisters AWS vernetzt seit mehr als 20 Jahren Investoren mit Start-ups, allein im Vorjahr kamen so 17 Jungunternehmen mit Geldgebern zusammen, das Investmentvolumen betrug 5,5 Millionen Euro. Netzwerk Mehr als 320 Business Angels sind im AWS-Netzwerk mittlerweile aktiv – besonders in der Steiermark sind sie gefragt: Bereits jedes vierte steirische Unternehmen ist auf die Hilfe von Business Angels angewiesen. „Start-ups haben es am Anfang wahnsinnig schwer, Kapital zu bekommen. Zum anderen fehlen den Jungunternehmern oft auch die nötigen Netzwerke und Erfahrungen. Business An- Protest für gleichen Lohn ■■ Für Gewerkschafterinnen und Politikerinnen ist der „Equal Pay Day“ alljährlich ein Protesttag. Heuer fällt der „Equal Pay Day“ in der Steiermark auf den 14. Oktober. Folglich haben Steirer heute bereits jenes Einkommen erreicht, für das die Steirerinnen noch bis Jahresende arbeiten müssen. „Das ist sehr lang, den halben Oktober und den November und den Dezember. Alle Männer und alle Frauen sind gefordert, diese Ungerechtigkeit zu beenden, die durch nichts zu rechtfertigen ist“, kritisiert Helga Ahrer, Vorsitzende der steirischen ÖGB-Frauen. Nicht nur die Gewerkschaft, auch die KPÖ machte zum „Equal Pay Day“ mobil: Am Freitag setzten die KP- Stadträte Elke Kahr und Robert Krotzer sowie KP-Landtagsklubchefin Claudia Klimt-Weithaler mit einer Protestaktion in der Herrengasse ein Zeichen gegen die „Ungleichbehandlung“ von Frauen und Männern. Die KP protestierte am Freitag für gleiche Entlohnung von Mann und Frau. KPÖ gels können genau diese Lücke schließen“, sagt Sagmeister, der insbesondere Graz als „Start-up- Hotspot in Österreich“ hervorhebt. Vor allem Hightech-Start-ups würden zu Beginn auf Business Angels setzen, unterstreicht Martin Mössler, Chef der „Start-up- Schmiede“ Science Park Graz. Nicht immer sei das Kapital dabei entscheidend: „Know-how im Wachstum, beispielsweise was die Erschließung von neuen Märkten angeht, ist ebenso wichtig wie die monetäre Unterstützung an sich.“ Gerade in der Steiermark, wo durch die hohe Forschungs- und Entwicklungstätigkeit viele Hightech-Start-ups mit großem Kapitalbedarf gegründet werden, sind Business Angels stark gefragt. Die steirischen bieten dabei „ein vitales Umfeld von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft“, erklärt TU-Graz-Vizerektorin Claudia von der Linden. Der in Graz ansässige Investment-Club eQventure rund um den Unternehmer Herbert Gartner nutzt das große steirische Innovationspotenzial intensiv. Gartner: „Wir investieren dort, wo wir die größten Chancen sehen. Da ist die Steiermark ein gutes Pflaster. Bis jetzt haben wir noch kein einziges unserer Investments verloren.“ Konjunktur-Ausblick ■■ Einen Konkjunkturausblick für Österreich und seine Nachbarn gab diese Woche Raiffeisen-Bank- International-Chefanalyst Peter Brezinschek in der Raiffeisen- Landesbank (RLB) in Raaba bei Graz mit. Die Stimmung der Unternehmer ist international laut Umfragen im Großen und Ganzen gut: „Eine Rezession zeichnet sich in den nächsten 12 bis 24 Monaten nicht ab“, so Brezinschek. Für Österreich zeichnete Brezinschek ein günstiges Bild, auch wenn 2019 eine Abschwächung erwartet wird. Anders das für Österreichs Exporte wichtige Italien: „Das Budget läuft davon, das Vertrauen der Investoren sinkt.“ Italien hinke mit schwachem Wirtschaftswachstum der restlichen Eurozone hinterher. Das Land habe hohe Lohnstückkosten, die Produktivität stagniere, die Arbeitslosigkeit sei hoch. „Italien ist eine Bedrohung, das muss man ganz offen sagen“, so Brezinschek. Für Mittel- und Südosteuropa sieht der Analyst dagegen positive Trends – dank solidem Wirtschaftswachstum. RLB-Vorstandsdirektor Rainer Stelzer, RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek und RLB- Vorstandsdirektor Matthias Heinrich (v. l.) Raiffeisen

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