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14. März 2021

- Bürgerbeteiligung: Augarten wird zum Familienpark - Montblanc kommt nach Graz - Ein Jahr Corona in Graz - Informations-Offensive von Stadt und Holding

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26 eco graz www.grazer.at 14. MÄRZ 2021 Fabian Kleindienst 26 fabian.kleindienst@grazer.at Finanzdienstleister warnen: Wir müssen dafür sorgen, dass der ökologische Umstieg nicht auf Kosten der Versorgungssicherheit geht.“ WKO-Vizepräsident Herbert Ritter legte ein Fünf-Punkte-Konzept für eine nachhaltige Energiewende vor. KK Bitcoin-Investment LR Barbara Eibinger-Miedl und JR- Leiter Wolfgang Pribyl JOANNEUM RESEARCH 10. Konferenz für die Zukunft ■ Mittwoch ging die 10. Zukunftskonferenz der JOANNE­ UM RESEARCH virtuell über die Bühne. Präsentiert wurden Forschungsleistungen, die Produktion zukunftsfähig machen. Rund 800 Besucher waren dabei und lauschten Keynotes von beispielsweise Industriellenvereinigungs-Präsident Georg Knill. Hannes Dolzer Auch wenn der Bitcoin zuletzt stark an Wert gewonnen hat, ist Vorsicht geboten.GETTY, FISCHER VORSICHT. Steirische Anlageexperten merken starkes Interesse an Krypto-Investments. Sie warnen aber vor dem stark schwankenden Kurs. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Kryptowährungen sind seit einiger Zeit wieder in aller Munde, insbesondere natürlich der bekannteste von allen – der Bitcoin. Nach einem großen und medienwirksamen Investment von Tesla hat die digitale Währung neue Höhen erklommen; laut den steirischen Finanzdienstleistern steigt auch Nur langsame Erholung ABWARTEND. Die Arbeitgeber erwarten nur eine langsame Erholung des Arbeitsmarkters im kommenden Quartal. Plus 3 Prozent. ■ Im Rahmen des Manpower­ Group (NYSE-MAN) Arbeitsmarktbarometers für das zweite Quartal 2021 wurden mehr als 42.000 Arbeitgeber in 43 Ländern und Territorien befragt. Im Quartalsvergleich verbessern sich die Beschäftigungsaussichten in 24 der 43 Länder. 77 % der befragten Arbeitgeber gehen davon aus, bis Ende 2021 wieder die Beschäftigungslage wie vor der Pandemie zu erreichen. Arbeitsuchende in Österreich können im kommenden Quartal mit einer leichten Erholung des Arbeitsmarktes rechnen. Die österreichischen Arbeitgeber melden einen saisonbereinigten Nettobeschäftigungsausblick von plus 3 %. Der Ausblick steigt im Vergleich zum 1. Quartal 2021 um 5 Prozentpunkte, geht im Jahresvergleich jedoch um 3 Prozentpunkte zurück. Insgesamt wurden für die Umfrage 431 österreichische Arbeitgeber befragt: „Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Gesamtbeschäftigung an Ihrem Standort im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem laufenden Quartal verändern?“ Als Antwort darauf erwarten 12 % der Arbeitgeber eine Erhöhung der Beschäftigtenzahlen, 5 % erwarten einen Rückgang und 78 % prognostizieren keine Veränderung. Nach Berücksichtigung der saisonalen Schwankungen ergibt dies einen Nettobeschäftigungsausblick plus 3 %. von VOJO W I R T S C H A F T EcoNews fabian.kleindienst@grazer.at Neue Führung ■ Österreichs führender Hörakustiker Neuroth entwickelt sich weiter: Neben CEO Lukas Schinko verstärken künftig Michael Paul (CFO) und Jürgen Seidler (COO) die Führungsspitze der Neuroth-Gruppe, die mittlerweile in sieben Ländern in Europa tätig ist und künftig als „Neuroth International AG“ auftritt. Neue Dreierspitze: Michael Paul, Lukas Schinko, Jürgen Seidler NEUROTH

14. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz eco 27 ➜ TEURER GETTY (2) Dieseltreibstoff +3,0 % Zuletzt wurden Treibstoffe billiger, nun muss man für Diesel aber tiefer in die Tasche greifen als im Vormonat. Delikatessgurken –8,3 % Wird viele freuen: Die beliebten „Essiggurkerl“ wurden im Vergleich zum Vormonat deutlich billiger. BILLIGER ➜ nur mit genug „Spielgeld“ bei Grazer Anlegern in Beratungen wieder das Interesse an einem Investment. Ein einziger Coin der Währung war zu Redaktionsschluss etwa 47.500 Euro wert. „Die Konzeption des Bitcoin geht auf die Bankenkrise 2008 zurück. Da ist das Konzept eines Zahlungsmittels ohne Zwischenhändler wie beispielsweise Banken, aber auch Aufsichtsorgane und Behörden entstanden. Man wollte auch ein Zahlungsmittel für jedermann konzipieren“, erklärt Experte Gerald Ratz. Der Obmann der steirischen Finanzdienstleister Hannes Dolzer betont ergänzend: „Grundsätzlich ist das eine Währung, kein Anlageprodukt. Auf Distanz sehe ich da schon die Gefahr, dass Menschen glauben, das ginge ewig weiter nach oben und wäre eine leichte Möglichkeit, reich zu werden.“ Sein Tipp: „Wenn man Kryptowährungen wirklich zum Veranlagen verwenden möchte, dann mit maximal zehn Prozent des Vermögens, mit Spielgeld, das man eigentlich nicht braucht. Es ist aus meiner Sicht wirklich eine hochriskante Veranlagung.“ Auch Ratz betont: „Es gab auch Phasen mit Kursrückschlägen von bis zu 80 Prozent. Das muss ich also einkalkulieren.“ Deshalb könnte die Zahl vom Anfang des Artikels mittlerweile längst nicht mehr aktuell sein. Begrenzte Zahl Doch warum steigt der Bitcoin überhaupt so hoch? Ratz: „Er hat in seiner Struktur eine Limitierung der Stückzahlen, ist also nicht beliebig vermehrbar. Deshalb führt eine große Nachfrage auch zu schnellen Kurssteigerungen.“ Damit hängt das sogenannte „Halfing“ zusammen. „Ungefähr alle zehn Minuten entstehen derzeit etwa 6,25 Bitcoin. Aktuell gibt es etwa 16,64 Millionen, mehr als 21 Millionen kann man aber nicht kreieren. Ungefähr alle vier Jahre halbiert sich deshalb die Neuschaffung von Bitcoin – in vier Jahren werden dann nur noch 3,125 alle zehn Minuten geschaffen.“ So lange, bis die Grenze erreicht ist. Vorsichtig solle man laut den Experten mit anderen Kryptowährungen sein: „Man muss sich die Konzeption genau ansehen – nicht jeder Coin hat beispielsweise eine Begrenzung wie der Bitcoin.“ Wer jedenfalls investieren will, sollte laut Dolzer in Tranchen, also zeitlich versetzt, investieren. So könne man die Entwicklungen beobachten. Risikoärmer seien außerdem diverse Fonds, auch um selbst weniger auf das Timing achten zu müssen. C02: Gutes Zeugnis Manfred Winterheller startet die neue Eventreihe. ANDREAS HOFER PHOTOGRAPHY ■ Die FH CAMPUS 02 lässt alle fünf Jahre Unternehmen zur Zufriedenheit mit den Absolventen der Fachhochschule befragen. Da gab es nun positive Nachrichten: 98,9 Prozent der Arbeitgeberbetriebe stimmten der Aussage „die Absolvent*innen sind zu lösungsorientiertem Arbeiten fähig“ zu. Auch ansonsten schnitten alle Studienzweige an der FH bei der Studie mit sehr guten Ergebnissen ab. Neue Eventreihe ■ Die Stadt ruft zwei neue Eventreihen für die heimische Wirtschaft ins Leben. Die erste Reihe „Auf zu neuen Ufern“ startet schon am 18. März mit Unternehmer und Bestseller-Autor Manfred Winterheller – online und gratis. In der Reihe werden bekannte Speaker zu den Themen Motivation und Mindset auftreten. In der Reihe „Graz geht voraus“ holt die Stadt innovative Unternehmen vor den Vorhang. Die Absolventen der FH CAMPUS 02 kommen gut an. FH CAMPUS 02/MAIER

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