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14. Mai 2021

- In Graz leben mehr als 2200 Arten - Wohnungen für Obdachlose - Bauernmarkt Straßgang - Neuer Finanzdirektor - Skater beleben die Plätze - Halbe Million Impfungen verabreicht

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 14. MAI 2021 Die Corona-Zahlen in Graz sind seit Mittwoch weiter abgesunken. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit Mittwoch gesunken. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 98,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern (Mittwoch: 114,4) – 112,8 in Graz-Umgebung. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 98,4. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Murau mit 177,9 – das niedrigste Leoben mit 65,3. Bisher sind 298 Menschen (es gab wohl eine Korrektur nach unten) in Graz im Zusammenhang mit Corona gestorben, in Graz-Umgebung 247. Die Josef Krainer-Preise wurden in der Alten Universität überreicht. FISCHER Josef Krainer- Preise überreicht ■ Am Mittwoch verlieh Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in der Aula der Alten Universität die Josef Krainer-Preise 2020. Den „Großen Josef Krainer-Preis“ erhielten der ehemalige Superintendent der evangelischen Kirche Steiermark Hermann Miklas, der Theologe und Sozialethiker Leopold Neuhold sowie Kabarettist und Musiker Paul Pizzera. Daneben wurden acht Josef Krainer-Förderungspreise für und zwei Würdigungspreise für Wissenschaftler verliehen. Artenvielfalt-Europameister: In Graz leben mehr als 2200 Arten COOL. Die City Nature Challenge 2021 wurde für Graz ein voller Erfolg. Es wurden 2213 Tier-, Pflanzen-, und Pilzarten registriert - die meisten in Europa und weltweit liegen wir immerhin an zehnter Stelle unter 419 Städten. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Voller Erfolg für Graz bei der City Nature Challenge, an der jährlich Hunderte Städte im Bereich Citizen Science teilnehmen. Vier Tage lang konnten Teilnehmer ihre Naturbeobachtungen (Tiere, Pflanzen, Pilze) als Foto auf der Plattform iNaturalist via App oder Webseite hochladen. In puncto Artenvielfalt konnte Graz und Graz-Umgebung den Europasieg davontragen: Ganze 2213 verschiedene Arten wurden hochgeladen – das ist sogar weltweit der zehnte Platz. Es wurden sogar neue Arten, wie der Schmetterling Bucculatrix argentisignella, erstmals in der Steiermark nachgewiesen. Bei der Anzahl von Beobachtungen liegt Graz mit 17.167 immerhin an 14. Stelle von insgesamt 419 Städten in 44 Ländern. Nicht nur die zahlreichen gemeldeten Beobachtungen, sondern auch die wissenschaftliche Expertise vor Ort hat zum Erfolg geführt. „Da die Flora in Graz und Graz-Umgebung gut bekannt ist, sind viele Beobachtungen seltenerer Arten Bestätigungen älterer Funde. Beachtenswert sind die vielen Gartenpflanzen, die ihren Weg in die Natur gefunden haben – das sind wichtige Erkenntnisse. Die Auswertung der vielen Daten wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, erklärt Christian Berg, Botaniker an der Universität Graz und Mitorganisator der City Nature Challenge Graz. Gernot Friebes, Pilzexperte im Naturkundemuseum, fand vor allem bei den Pilzen bemerkenswert, „dass sieben Arten nachgewiesen werden konnten, die weltweit zum ersten Mal auf iNaturalist gemeldet wurden“. Selbstverständlich können auch weiterhin Beobachtungen auf die iNaturalist-Plattform hochgeladen werden. So lernt man Neues kennen, hilft der Wissenschaft und lernt die Artenvielfalt zu schätzen. Graz-Fakten ■ 4 Tage lang wurden in 419 Städten in 44 Ländern weltweit Beobachtungen durchgeführt und dokumentiert ■ In Graz wurden 17.164 Beobachtungen gezählt ■ 2.213 verschiedene Arten wurden in Graz und Graz-Umgebung registriert – das sind am meisten in Europa ■ Insekten: 4.681 Beobachtungen von mindestens 944 Arten ■ Spinnentiere: 769 Beobachtungen von mindestens 135 Arten ■ Gefäßpflanzen: 8146 Beobachtungen von 749 Arten ■ Moose: 533 Beobachtungen von 160 verschiedenen Arten (das sind ca. 15 % der heimischen Moosflora) ■ Pilze und Flechten: 875 Beobachtungen von 258 Arten

14. MAI 2021 www.grazer.at graz 3 Wohnungen für Obdachlose HILFE. Die VinziWerke unterstützen Menschen ohne Obdach. Bei dem Projekt „Solido“ sollen Betroffene möglichst rasch wieder eine eigene Wohnung finden. 42 Personen hat man schon geholfen. Soziallandesrätin Doris Kampus (li.) und VinziWerke-Koordinatorin Nora Tödtling-Musenbichler unterstützen das Projekt Solido. PETER DRECHSLER/LAND STEIERMARK Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Die eigene Wohnung zu verlieren ist für die Betroffenen ein großes Problem. Um Menschen vor der Obdachlosigkeit zu bewahren, haben die VinziWerke das Projekt „Solido“ ins Leben gerufen. Menschen ohne eigenes Zuhause können für eine gewisse Zeit in der Notschlafstelle „VinziTel“ unterkommen. Dort werden sie nach Wunsch auch von Sozialarbeitern betreut und bei der Suche nach einer Wohnung unterstützt. 42 Menschen konnte man seit dem Jahr 2017 schon zu einer stabilen Wohnsituation verhelfen, teilte man heute mit. „Wir unterstützen unsere Bewohner bei Behördengängen, Fragen zum Miet- vertrag, oder aber auch in der Verwaltung ihrer finanziellen Mittel. Es ist immer schön, wenn man erlebt, dass es unsere Begleitung im Laufe der Zeit immer weniger braucht“, berichtet Sozialarbeiterin Mirjam Bauer. Das letztendliche Ziel ist der Auszug in ein selbständiges Leben. Land Steiermark hilft Aufgrund des großen Erfolgs soll das Projekt auch in Zukunft fortgesetzt werden. Unterstützung gibt es auch aus der Politik: Das Land Steiermark fördert das Projekt. „Die Corona-Pandemie hat auch beim Thema Wohnen die Probleme verschärft. Ohne Wohnung zu sein, ist ein ganz tiefer Fall. Niemand lebt gerne auf der Straße“, sagt Soziallandesrätin Doris Kampus. Tipps fürs Garteln in Graz SAISONSTART. In Graz hat die Gartensaison begonnen. Wir haben zusammengefasst, welche Möglichkeiten der urbane Gartenbau bietet, worauf es dabei ankommt und wo es wertvolle Infos gibt. Egal ob im Gemeinschaftsgarten, am eigenen Balkon oder auf der Fensterbank: Die Anbaumöglichkeiten in der Stadt sind fast so vielseitig wie die Pflanzen selbst. Auf Balkon und Terrasse können Pflanzen besonders gut in Töpfen, Kisten oder kleinen Hochbeeten herangezogen werden. Dabei sind vor allem die Ausrichtung, Schutz vor Wind und Beschattung zu berücksichtigen. Ein sonniges Fenster kann optimal zum Anbau auf der Fensterbank oder einer Blumenkiste genutzt werden. Besonders Kräuter fühlen sich hier sehr wohl. Welche Pflanzen sich für welche Balkon- oder Fensterbrettlage eignen, liest man in der „Balkon- Begrünung“-Broschüre nach. In den zahlreichen Gemeinschaftsgärten in Graz gibt es die Möglichkeit eigenes Gemüse und Obst anzubauen und dabei weitere gartenbegeisterte GrazerInnen kennenzulernen. Eine Übersicht aller Gemeinschaftsgärten gibt es hier. Die Stadt Graz unterstützt den städtischen Gartenbau: Wird ein Gemeinschaftsprojekt neugegründet oder ist die Begrünung von Dächern oder Fassaden geplant, kann beim Umweltamt eine Förderung einer urbanen Begrünung beantragt werden. Tipp: Zahlreiche Setzlinge und Pflanzen gibt es auf den regionalen Bauernmärkten. Mehr dazu auf graz.at. Ein eigener Kräutergarten verspricht beim Kochen große Freude - ein sonniges Fenster und eine Blumenkiste eignen sich dafür perfekt. CANVA NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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