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14. Juni 2020

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- Top Plätze für Raum Graz im Zukunfts-Ranking - Online-Öffi-Tickets sind der Renner - Neuer Park und Sportgeräte beim Concordia-Spielplatz - Pho You, Subarashi, Glockenspiel: Bald gibt‘s noch drei Sushi-Lokale in Graz - Rotmoosweg in Andritz: Gehweg wird verbreitert - Bürgerliste Pro Premstätten bricht mit der Gemeinde - Bebauungsplan Lindweg regt auf - Keine Parkplätze für Behinderte beim Bauernmarkt

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2 graz www.grazer.at 14. JUNI 2020 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Alles wird gut, zumindest etwas besser M an mag es ja eigentlich gar nicht glauben, dass möglicherweise nicht alles immer schlechter wird. Als gelernter aufgeklärter Mensch weiß man, dass es früher immer besser war. Natürlich: Noch nie war der Luxus so groß wie jetzt, die Kriege so selten und die soziale Versorgung so umfassend. Aber: Irgendwie hat man immer zu wenig Geld, Corona nimmt uns unsere Freiheit und der Klimawandel macht uns ohnehin bald den Garaus. Worauf wir gerne vergessen, ist jedoch, dass oft nur eine kleine Korrektur der Sichtweise genügt, um die Welt wieder zum Strahlen zu bringen und die Zukunft verheißungsvoll vor uns zu sehen. Das ist nicht nur so dahergesagt, sondern kommt von Menschen, die sich auf höchstem Niveau mit der Zukunft auseinandersetzen. Wie zum Beispiel der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb (Seite 8), die die Hoffnung auf ein schöneres und besseres Leben als jenes, das wir heute führen, noch lange nicht aufgegeben hat. Und wer es noch immer nicht glaubt, muss nur einen Blick auf unsere Nachbarn werfen. Kaum einer österreichischen Ecke wird so hohes Zukunftspotenzial attestiert wie dem Raum Graz (siehe Seiten 4/5). Jetzt müssen wir nur noch daran glauben – wir haben es selbst in der Hand. Tobit Schweighofer, Chefredakteur SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT... Mit fast 97 Jahren ist Grande Dame Elfi Ortner noch immer so fit, wie man nur sein kann. Keine einzige Tablette nimmt die Missen-Macherin und auch zum Bauernmarkt geht sie noch selbst. KK ... Model-Mama Elfi Ortner Kurz vor ihrem 97. Geburtstag spricht die Mannequin- und Missen-Macherin über innere Schönheit und darüber, wie sie sich die Zeit bis zum 100er vertreibt. Heute gibt’s anlässlich Ihres 97. Geburtstags Torte. Was steht sonst am Frühstückstisch? Wenn’s geht, dann ein Bauernbrot mit Butter und Honig. Ein echtes Bauernbrot – das ist mir das liebste. Und ein Kaffee dazu! Was ist Ihr Geheimnis? Wie bleibt man so lange so fit? Ich hab gar kein Geheimnis. Ich hab einfach immer normal gelebt und das Leben genossen. Auch verzichtet hab ich auf nichts. Und ich hab mich zwar immer viel bewegt, aber nie Sport gemacht – Sport ist Mord! (lacht) Sie kommen ja aus der Beauty- und Model- Branche. Wie erhält man die Schönheit bis ins hohe Alter? Ach, ganz normal waschen und einschmieren – und aus! Und ein bisserl schminken gehört auch dazu, damit man gepflegt ausschaut. Das ist wichtig! Sie waren jahrelang von den schönsten Frauen des Landes umgeben. Was ist denn Schönheit für Sie? Wenn jemand von innen strahlt und zufrieden mit sich ist! Die Einstellung und das Umfeld müssen stimmen. Man muss ausgeglichen sein. Das hat alles viel mehr mit inneren Werten zu tun als mit äußeren. Schauen Sie sich auch die neuen Modelformate im Fernsehen an? Ich schau mir alles an! Ich hab sonst ja nicht mehr so viel zu tun. Die Sendung mit der Heidi Klum hab ich gesehen. Und mich interessiert noch immer alles, was mit Mode zu tun hat. Aber auch Nachrichten und was sonst so läuft. Und wie vertreiben Sie sich sonst die Zeit? Vor allem mit Lesen und Fernsehen. Die Zeitung les ich jeden Tag von vorne bis hinten durch. Ich muss mich beschäftigen, sonst vertrottel ich ja! Und am meisten Freude hab ich natürlich, wenn ich Besuch bekomme. Wie war das jetzt in Zeiten von Corona? Da hat niemand kommen dürfen. Ich war die meiste Zeit ganz alleine. Nur einer hat sich hergetraut – der Majid! (Er unterstützt Ortner beim Einkaufen und im Haushalt, Anmerkung) Das wird sich hoffentlich bis zum 100. ändern. Wie wollen Sie den feiern? Hoffentlich nicht unter der Erde! (lacht) VERENA LEITOLD Elfi Ortner wurde am 18. Juni 1923 geboren. Nach dem Krieg gründete sie ihre Model-Schule in Graz, die sie 50 Jahre lang führte. Mehr als 7300 Mädchen brachte sie Eleganz und Laufstegqualitäten bei. Ihren Beinamen „Missen-Mama“ bekam sie, da etlichen ihrer Schülerinnen ein Krönchen aufgesetzt wurde: Mercedes Stermitz, Ulrike Sebach, Dagmar Perl oder Elisabeth Kawan. Durch ihre Schule gingen auch AllergoSan- Gründerin Anita Frauwallner, Beauty-Unternehmerin Waltraud Schröttner und Friederike Vogl.

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