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14. Juni 2020

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- Top Plätze für Raum Graz im Zukunfts-Ranking - Online-Öffi-Tickets sind der Renner - Neuer Park und Sportgeräte beim Concordia-Spielplatz - Pho You, Subarashi, Glockenspiel: Bald gibt‘s noch drei Sushi-Lokale in Graz - Rotmoosweg in Andritz: Gehweg wird verbreitert - Bürgerliste Pro Premstätten bricht mit der Gemeinde - Bebauungsplan Lindweg regt auf - Keine Parkplätze für Behinderte beim Bauernmarkt

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18 graz www.grazer.at 14. JUNI 2020 Bauplan Lindweg regt auf ZÜNDSTOFF. Der Bebauungsplan 03.23.0 Lindweg im Bezirk Geidorf sorgt für Aufregung. Etliche Villen samt Park müssten weg. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Der Lindweg in der Nähe der Grazer Grabenstraße hat eine ansehnliche Villenzeile samt Grünanlagen entlang der Straße zu bieten. Jetzt kommt Unruhe in den Lindweg. Grund ist der Bebauungsplan 03.23.0. Laut diesem Plan will man für zwei Riesenblöcke, die man entlang der Straße errichten will, die Objekte Lindweg 5 (ein bereits ausgeräumter einstöckiger Bau), eine Villa am Lindweg 11, eine weitere Villa am Lindweg 17, ein kleines Haus am Lindweg 23 und ein villenartiges Landhaus am Lindweg 25 abreißen. Peter Laukhardt, SOKO-Altstadt, der bereits eine Eingabe an die Stadt Graz vorbereitet hat: „Eine große Anzahl von Bäumen und Büschen wird hier vernichtet. Der im Norden und äußersten Osten anschließende Grünraum ist nicht im Besitz der Investoren. Der gehört zur denkmalgeschützten Villa am Lindweg 33. Allerdings ist das große Grünareal, welches zur Villa gehört, als Kerngebiet mit Dichte 2.0 ausgewiesen und könnte völlig verbaut werden.“ Hier schließt laut Plan im Norden eine Aufschließungsstraße an, die im Zuge der Erweiterung der Wirtschaftskammer entstehen wird. Laukhardt: „Wenn der heutige, teilweise baumbestandene Parkplatz der Wirtschaftskammer ebenfalls überbaut sein wird, dann ergibt sich eine fast völlige Versiegelung des Gebietes, das früher zum vielgerühmten Koch’schen Garten gehörte, dessen Wohngebäude als Ferry- Schlössl noch erhalten ist.“ Auch andere Kritiker des Bebauungsplanes, zu dem es coronabedingt keine Info-Veranstaltung der Stadtplanung geben wird und gegen den man noch bis 9. Juli 2020 Einwendungen einbringen kann, finden, dass hier eine städtebauliche übergeordnete Konzeption für ein Gebiet fehle, das eigentlich für eine aufgelockerte Wohnbebauung im Grünen geeignet wäre. Der große Park der denkmalgeschützten Villa am Lindweg 33 ist als Kerngebiet ausgewiesen und könnte komplett verbaut werden. GRAZERBE.AT Girardihaus: 300.000 € reichen! NOCH NICHT VERLO- REN. Das Girardihaus kann noch gerettet werden. Die Stadt müsste dafür 300.000 Euro lockermachen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Es ist eine unendliche Geschichte, die vielen Versuche, das Girardihaus in der Grazer Leonhardstraße zu retten. „Das denkmalgeschützte Girardihaus dem Verfall preiszugeben, wäre ein Waterloo für den Grazer Altstadt- und den österreichischen Denkmalschutz: Dass dem Eigentümer nur verboten wird, das Denkmal zu zerstören, und er nicht verpflichtet werden kann, mehr zu tun, als einzelne Dachziegel oder Fensterscheiben zu ersetzen, ist ein Skandal“, schimpft Altstadtschützer Peter Laukhardt. Auch wenn der große Schauspieler Alexander Girardi hier nicht 1850 geboren worden wäre, hätte das Haus seinen Platz unter den Denkmälern Österreichs zu Recht. Im Rahmen der Initiative „Rettet das Girardihaus“ gemachte intensive Recherchen ergaben 2018 eine durchgehende Baugeschichte seit der Renaissance. 1570 erbaut, ist das Girardihaus das älteste profane Bauwerk im Osten von Graz. Tonnengewölbe mit scharfgratigen Stichkappen aus dem 16./17. Jahrhundert bestätigen das, weitere bauliche Merkmale sind Holzbalkendecken aus dem 17. Jahrhundert, die aktuelle Fassade stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, recherchierte Laukhardt. Die ASVK hatte 2015 dem Abbruchantrag mit dem Argument zugestimmt, das Viertel sei durch gründerzeitliche Bauten geprägt, und das Girardihaus somit ein Fremdkörper und Das Girardihaus, so auch Experten, ist es wert, dass man versucht, es zu retten. KK nicht schützenswert – eine unglaubliche Fehleinschätzung, wie Laukhardt ebenfalls anmerkt. Die Stadt wäre vorerst mit 300.000 Euro wieder mit im Spiel, schätzt Laukhardt. So viel Geld wurde für Kaufpreis, Leibrente und Instandhaltungen ausgegeben. Und Bürgermeister Siegfried Nagl hat in einem Interview erklärt, dass beim Girardihaus das letzte Wort noch nicht gesprochen sei.

14. JUNI 2020 www.grazer.at graz 19 Klaus Eichberger (l.) und Helmut Weiß bringen das Behindertenparkplatz-Piktogramm unter dem Verkaufsstand zum Vorschein. Keine Parkplätze für Behinderte beim Markt KAISER-JOSEF-PLATZ. Alle Behindertenparkplätze fielen der Markterweiterung zum Opfer. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Die Parkplatzsituation um den jüngst erweiterten Bauernmarkt am Kaiser- Josef-Platz sorgt für Ärger. Den Umbauarbeiten fielen drei Behindertenparkplätze zum Opfer, die bislang nicht ersetzt wurden. „Jetzt gibt es für behinderte Menschen keine Möglichkeit mehr, am Markt einzukaufen“, ärgert sich ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger. „Gab es vor den Umgestaltungsarbeiten und erweiterten Marktstandflächen insgesamt drei gekennnzeichnete Behindertenparkplätze in der Schlöglgasse, existiert danach kein einziger – weder in diesem derzeit gesperrten Straßenzug noch im unmittelbaren Nahbereich!“ Einer der bisherigen Parkplätze fiel der Errichtung einer „Fahrbahnnase“ zum Opfer, der zweite wurde ungültig und unbenutzbar und der dritte wurde in eine Verkaufsstandfläche (siehe Foto) umgewandelt. Der Behindertensprecher der Postgewerkschaft Helmut Weiß ergänzt: „Aus diesen Fehlern sollte man dringend lernen und nicht nur bei der künftigen Lendplatz-Neuordnung, sondern bei allen Planungen und Vorhaben besonderes Augenmerk auf Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten für behinderte Mitbürger lenken.“ Auch SPÖ- Verkehrssprecher und Gemeinderat Ewald Muhr findet „diese Vorgangsweise unzumutbar und eine Brüskierung einer bestimmten Bevölkerungsschicht. Ich werde dieses Fehlverhalten in der nächsten Gemeinderatssitzung hinterfragen und Sofortmaßnahmen fordern.“ Damit dürfte er offene Türen bei der zuständigen Verkehrsstadträtin Elke Kahr einrennen. „Die Markterweiterung war aufgrund der Covid-Maßnahmen notwenig und wir möchten sie auch gerne weiterhin behalten. Wir werden uns die Situation anschauen, und sollte es tatsächlich so sein, dass es keine Möglichkeiten für Behinderte gibt, im nahen Umfeld zu parken, werden wir das natürlich umgehend ändern.“ KK Kinderrechte-Songcontest-Unterstützer: Musiker Gernot Pachernigg, Juristin Denise Schiffrer-Barac und Produzent Max Bieder (v. l.) KIJA-STMK Talente geben Kinderrechten eine Stimme CONTEST. Kinder- und Jugendanwaltschaft sucht junge Musiker für eigenen Kinderrechte-Song. Von Philipp Braunegger philipp-braunegger@grazer.at In der Corona-Zeit waren viele Kinder Quarantäne-bedingt von ihrer gewohnten Umwelt isoliert. In dieser Phase kam es bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage, was Probleme mit Gewalt etc. angeht – genau auf Kinderrechte aufmerksam zu machen, ist daher umso wichtiger“, sagt Erfolgsmusiker Gernot Pachernigg über sein Motiv, sich für den „Kinderrechte Songcontest 2020“ zu engagieren. Bei diesem können sich musikbegeisterte Kinder und Jugendliche sowie Schulklassen, Chöre und Bands unter 21 Jahren bewerben und, so das Motto, „Kinderrechten eine Stimme geben“. Die Einreichfrist endet am 21. September, am 20. November, dem Tag der Kinderrechte, steigt das große Finale des Contests im Dom im Berg. Das Prozedere: Neben dem Text und der Komposition brauchen die Teilnehmer ein Aufnahmegerät (z. B. Handy, PC, Laptop, Tablet etc.). Der gespeicherte Song wird dann als Musik- datei (kleiner als 10 MB, Dauer: 3 Minuten) an kija@stmk.gv.at gemailt oder am Postweg auf CD oder USB-Stick an die Kinderund Jugendanwaltschaft Steiermark, Paulustorgasse 4/III, 8010 Graz, geschickt. Alle Infos gibt’s auf www.kija.steiermark.at. Eine Jury nominiert dann zehn Songs nach den Kriterien Kinderrechtsbezug, Eigenständigkeit der Komposition und Gesamtleistung. „Zu gewinnen gibt es eine professionelle Studio-Aufnahme bei Musiker Max Bieder in seinem Studio inklusive CD-Produktion“, so Pachernigg, der sich, wie erwähnt, zusammen mit Bieder und der steirischen Kinder- und Jugendanwältin Denise Schiffrer-Barac für den Contest starkmacht. „Viele Kinder wissen nicht, dass sie Rechte haben sowie eine Vertretung, die sich darum kümmert, wenn es Probleme in dieser Richtung gibt“, fasst Pachernigg zusammen. Und Schiffrer-Barac bringt die Songcontest-Aktion auf den Punkt: „Musik verbindet die Menschen, und Partizipation ist ein wichtiges Kinderrecht. Also geben wir kreativen jungen Leuten eine Plattform!“

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