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14. Juli 2019

- Graz rüstet Öffi-Flotte auf Wasserstoff um - Impfrekorde in GrazerFlughafen - Weltmeistertitel für Grazer Seniorenprojekt - Volksschule St. Leonhard wird zum Digitalen Campus - Basketballkörbe in St. Leonhard gestohlen - Drinks aus Graz erobern die Szene

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12 graz www.grazer.at 14. JULI 2019 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Alles wird zubetoniert Zum Bericht „Vögel in Not“: Als Anrainerin kann ich das alles nur bestätigen. Am Murufer, das wirklich idyllisch ist, laufen Hunde frei und gehen auch ins Wasser, Steine werden ins Wasser geworfen, Jugendliche haben ihren Spaß. Leider kein Vogelschutzgebiet, in dem die Tiere ungestört brüten und ihren Nachwuchs aufziehen können. Die Folge davon ist bereits sichtbar, trotz regelmäßiger Fütterung sind nur mehr Spatzen, Meisen und Spechte an den Futterstellen. Früher gab es eine Artenvielfalt, Finken, Grünlinge, Kernbeißer, Kleiber, Rotkehlchen, Rotschwänzchen, alle weg. Es gibt da noch ein unbebautes Grundstück, Gösting, Steingasse 20. Ideal für Bodenbrüter, Insekten, Reptilien. Auch das wird verbaut, zehn Wohneinheiten zählen mehr als Naturschutz. Ein ausführliches Gespräch mit Frau Pavlovec-Meixner hat dieses Manko leider bestätigt. Dazu wird dieses Haus, das weder in die Umgebung passt noch eine ausreichende Zufahrt hat, wahrscheinlich mit Wärmepumpen, die in Richtung Vogelschutzgebiet gerichtet sind, beheizt. Das wiederum erzeugt Lärm und stört erheblich den Lebensraum der geschützten Tierwelt. Alle Anrainer haben Bedenken und Einwände eingebracht, aber unserer Stadtregierung sind die Anrainer egal, ist die Natur nicht wichtig, es zählt nur das Zubetonieren wertvollen Grund und Bodens. Uns das, obwohl jede Menge Wohnungen ungenützt leerstehen. Magda Lenz, Graz * * * Wichtig: Der Rubel rollt! Zum gleichen Artikel wie oben: Der Vogelschutz Weinzödl wird mit Füßen getreten. Jetzt wird in der Steingasse 20, Gösting, ein drei Stockwerke hohes Wohnhaus mit zehn Wohneinheiten und zwölf Tiefgaragenplätzen gebaut. Das Objekt liegt an der Grenze Vogelschutzgebiet Weinzödl. Die Anrainer haben schwere Bedenken gegen den Bau und wegen des Vogelschutzgebiets, das für immer zerstört wird. Der Stadtregierung ist es aber egal, wenn wieder ein Naturschutzgebiet unwiederbringlich zerstört wird. Wie gesagt, solange der Rubel rollt, ist alles in Ordnung. Die Natur wird sich rächen und unsere Kinder werden sich die Tiere ausgestopft im Museum ansehen müssen. Ingrid Wernegger, Graz * * * Dank an Bestattung Am Wochenende 29./30. Juni hat sich jemand den Scherz erlaubt, das Holzkreuz unserer kürzlich verstorbenen Mutter von deren Grab am Zentralfriedhof zu entwenden. Was auch immer jemanden bewegen kann, Tote zu bestehlen, verstehen wir nicht. Aber die Bestürzung in unserer Familie war groß. Wir bedanken uns bei der Bestattung Graz und bei deren Mitarbeitern, die völlig unkompliziert und äußerst kulant binnen weniger Tage dafür gesorgt haben, dass unsere Mutter, Oma etc. nicht namenlos am Friedhof liegen muss. Familie Sayer, Graz/Seiersberg * * * Was ist mit Passagen? Zum Leserbrief „Wir standen im Regen“: Gegen Dummheit scheint nun wirklich kein Kraut gewachsen zu sein. Statt die beiden Passagen, die rechts und links neben dem Klammerth sind, zu nutzen, um sich vor dem Unwetter zu schützen, beklagt man sich lautstark, dass die Markisen eingezogen wurden, und erwartet von Klammerth einen Regenschutz für die armen Menschen, die nun hilflos im Regen gestanden sind. Mich wundert nichts mehr. Michael Zotter, Graz * * * Sicherheitsproblem? Zum Bericht: „Landtag macht die Schotten dicht“. Sicherheitsbedenken für Landhaus und Rathaus kann ich nachvollziehen. Aber echte Vorfälle gibt es kaum. Dafür darf man sich jetzt als Besucher von Security checken lassen. Sehr übertrieben! Karl Bauer, Graz Basketball: Wer BESCHÄMEND. Große Aufregung am Spielplatz in der Engelgasse im Grazer Bezirk St. Leonhard. Den Kindern wurden frech die Basketballkörbe gestohlen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Es gibt viele Dinge, die man einfach nicht tut. Dazu zählt jetzt auch der Diebstahl von Basketballkörben von einem Kinderspielplatz. Geschehen in Graz im Bezirk St. Leonhard in der Engelgasse in der Nähe der Union- Sporthalle. Bezirksvorsteher Andreas Molnar: „Jahrzehntelang spielten die Kinder auf diesem Spielplatz ungestört Fußball und Basketball. Vor zwei Jahren wurde gegenüber dem Spielplatz ein Luxuswohn- komplex errichtet. Seitdem wird die Stadt Graz immer wieder mit Beschwerden der neuen Bewohner wegen zu viel Kinderlärm vom Spielplatz konfrontiert. Im Einvernehmen mit den Anrainern wurde festgelegt, dass nur noch bis 20 Uhr Basketball und Fußball gespielt werden darf. Kontrolliert wird diese Regelung von der Ordnungswache.“ Wie es der Zufall so will, wurden nun die Basketballkörbe am Spielplatz über Nacht abmontiert und gestohlen. Molnar: „Demjenigen, der die Körbe entwendet hat, muss klar sein, dass es sich hier um Diebstahl und Sachbeschädigung handelt. Die Kinder haben ein Recht, dort zu spielen.“ Der Diebstahl wurde angezeigt, neue Körbe wurden bestellt. Bis die neuen Körbe kommen, dauert es noch circa vier Wochen – ein Großteil der Ferien ist dann leider schon vorbei, da nur Ö- Norm-zertifizierte Körbe verwendet werden dürfen. Die neuen Körbe werden rund 1500 Euro kosten.

14. JULI 2019 www.grazer.at graz 13 stiehlt Kindern Körbe? „Klangwolke“ zieht wieder auf ■■ Am Samstag, 20. Juli, wird sich zum 13. Mal die „ORF Steiermark Klangwolke“ erheben – der styriarte-Höhepunkt „Brandenburgische Konzerte“ von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Stefan Gottfried. Um 21 Uhr gibt es öffentliche Public Viewings im Landhaushof, kunstGarten, Lesliehof, Joanneumsviertel und im ORF-Funkhauspark. Jetzt lachen sie wieder, die Kinder vom Leonharder Spielplatz. Molnar (l.) hat schon neue Basketballkörbe bestellt. KK

2021