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13. September 2020

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- Zum ersten Mal seit zehn Jahren: Graz verliert Einwohner - Kaum noch Platz im Kindergarten - Wir haben einen Stadtbalkon - Grazer Radler bekommen jetzt neue ausklappbare Abstellbügel - Nach „Grazer“-Storys: Neue Bushaltestelle in Andritz - ClickIn eröffnet Parkzone - Zebrastreifen fehlt: Blinde werden in die Irre geführt - Knallig & elegant: Pink Elephant und Operncafé in neuem Design - Corona: Jeder dritte steckt sich in der Familie an

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36 wohnen www.grazer.at 13. SEPTEMBER 2020 Steiermark dämpft österreichische Immobilienumsätze INTERESSANT. Laut neuem Remax Immo-Spiegel ist die Steiermark bei neu verbücherten Immobilien nach einer Explosion im Vorjahr wieder auf dem 2018er- Niveau. Graz liegt aber vor Salzburg, Linz und Bregenz. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Im ersten Halbjahr 2020 wurden laut dem diese Woche herausgekommenen Remax Immo-Spiegel rund 3100 mehr Immobilien in den amtlichen Grundbüchern neu verbüchert als im Vorjahr. Insgesamt wurden für 67.302 Immobilien neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Während Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg Umsatzrekorde einfahren konnten bzw. der Wert der österreichweit gehandelten Immobilien im ersten Halbjahr nahezu unverändert bei 16,4 Milliarden Euro lag, pendelte sich die Steiermark nach einer Explosion im Vorjahr mit 2,24 Milliarden Euro wieder ungefähr auf dem Niveau von 2018 ein: 1,87 Milliarden Euro waren es heuer. Guter Großraum Graz Graz konnte sich aber an die Umsatzspitze der Landeshauptstädte kämpfen: vor Salzburg, Linz, Bregenz und Innsbruck. Und bei den Bezirksumsätzen liegt Graz-Umgebung auf dem guten dritten Rang. Die teuerste Immobilie wurde übrigens in Salzburg verkauft: ein Bürogebäude um 89 Millionen Euro. Corona nicht spürbar Dabei zeigen die Verbücherungszahlen in der Halbjahresstatistik oberflächlich noch wenig Spuren von Pandemie und Lockdown. Allerdings darf dabei der Zeitfaktor nicht übersehen werden: Bis Mitte März waren Kaufanbot-Legung und Annahme, Kaufvertragserstellung und -unterfertigung sowie die notarielle Beglaubigung uneingeschränkt möglich, ebenso die darauffolgende Berechnung der Immobilienertragsteuer und der Antrag auf die Eintragung ins Grundbuch. Die Zeit zwischen Kaufvertragsunterschrift und Verbücherung hat sich nach den Analysen der Remax- Experten von 2019 auf 2020 nur unmerklich um drei Tage, von 76 auf 79 Tage (Medianwert), erhöht. 2015 und 2016 lag der Vergleichswert noch bei 109 und 120 Tagen. „Die tatsächlichen Auswirkungen von Covid-19 werden erst die Auswertungen für das Gesamtjahr 2020 zeigen. Immobilien sind aber sowohl bei Eigennutzern als auch Anlegern weiterhin hoch im Kurs, daran wird sich auch nicht so rasch etwas ändern. Entscheidend für die Marktentwicklung in den nächsten Monaten wird die Kreditvergabe der Banken an Privatpersonen sein“, so Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Austria. Mehr Verkäufe Außerdem interessant: Der Transaktionswert der Immobilien blieb bis zum 30. Juni 2020 mit 16,4 Milliarden Euro nahezu unverändert, die Anzahl der Verkäufe ist aber bundesweit gewachsen. Ein Grund dafür: In den letzten fünf Jahren haben sich Verbücherungen von Parkplätzen beinahe versechsfacht. Und auch Hausanteilskäufe haben um fast das Fünffache zugelegt.

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