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13. Oktober 2021

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- Jetzt beginnen KPÖ,Grüne und SPÖ zu verhandeln - Heizungstausch-Förderung: 30.000 Tonnen CO2 eingespart - Grazer Wegener Center kritisiert ökosoziale Steuerreform - Programm zu Mountainfilm 2021 präsentiert

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4 graz www.grazer.at 13. OKTOBER 2021 Grazer Wegener-Center kritisiert Steuerreform: „Der Einstiegspreis wurde deutlich zu niedrig gewählt“ Finanzminister Gernot Blümel (l.) ging in seiner heutigen Budgetrede im Parlament näher auf die ökosoziale Steuerreform ein, das Wegener Center um Ökonom Karl Steininger sieht Verbesserungsbedarf. PARLAMENTSDIREKTION/ TOPF, FURGLER ANALYSE. Das renommierte „Wegener Center für Klima und Globalen Wandel“ der Uni Graz analysierte die ökosoziale Steuerreform der Bundesregierung, die heute als Teil des Budgets im Parlament präsentiert wurde. Laut den Forschern, brauche es eine höhere CO 2 -Bepreisung, um Klimaziele zu erreichen. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Sie hätte eigentlich das große Thema des politischen Herbsts sein sollen, die letzte Woche präsentierte „Ökosoziale Steuerreform“ der österreichischen Bundesregierung. Die Debatten um (mittlerweile Ex-) Kanzler Sebastian Kurz wischten sie allerdings in den letzten Tagen zur Seite, bevor sie als Teil des von Türkis-Grün ausverhandelten Budgets heute wieder in den Mittelpunkt des politischen Geschehens rückte. So stand sie im Fokus der heutigen Budgetrede, in der Finanzminister Gernot Blümel einmal mehr die Kernpunkte hervorhob: Die CO 2 -Bepreisung soll Anreize für klimafreundliches Ver- halten schaffen, der Klimabonus soll negative soziale Effekte der Steuerreform abfedern. Seitens der Opposition wie auch von Klimaaktivisten gab es zuletzt Kritik an der Reform, das renommierte „Wegener Center“ der Universität Graz analysierte und bewertete diese nun genauer – und fordert Nachschärfungen, um die Klimaziele zu erreichen. Zu niedriger CO 2 -Preis So sei die Grundstruktur sozial ausgewogen und beuge dem Abwandern von Betrieben ins Ausland vor, gleichzeitig hätte man das für einen höheren Einstiegspreis nutzen sollen, so das Forscherteam um die Klimaökonomen Karl Steininger und Birgit Bednar-Friedl. Das sei für eine Erreichung der Zwischenziele des Pariser Klimaabkommens bis 2030 notwendig, auch im europäischen Vergleich liege man damit zurück. „Der Einstiegspreis wurde aus volkswirtschaftlicher Sicht deutlich zu niedrig gewählt und er betrifft nicht alle Treibhausgase wie Methan oder Lachgas.“ Ausgenommen seien auch Bereiche wie beispielsweise die Landwirtschaft. „Angesichts des bereits äußerst engen Treibhausgasbudget-Rahmens ist es nicht verständlich, warum Österreich sich ökonomisch, ökologisch und sozial mit einem deutlich zu niedrigen Einstiegspreis schadet“, halten die Forscher in ihrer Stellungnahme fest. Anstatt des Klimabonus und der Kompensation für emissionsintensivere Bereiche hätte es nach Ansicht des Teams vom Wegener Center bessere Alternativen gegeben: „Es stellt sich die Frage, ob die Einnahmen einer CO 2 -Bepreisung nicht zielgerichteter – etwa in Form einer Unterstützung nur besonders belasteter Haushalte – und noch stärker für die erforderliche Transformation der Infrastruktur und klimafreundlicher Innnovationen genutzt werden sollten.“ Dafür hätte man auch den allgemeinen Finanzausgleich als Instrument heranziehen können. „Auf dieser Basis könnten Gemeinden ein besseres Angebot im Verkehrssektor wie Radwegeoder öffentlichen Verkehr bereitstellen. Den Haushalten wäre vielfach erst dann möglich, auf einen durchgehend klimaneutralen Alltag umzusteigen“, so die Experten. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

13. OKTOBER 2021 www.grazer.at graz 5 35 Jahre Mountainfilm Graz ABENTEUERLICH. Mountainfilm Graz wird 35: Das Jubiläumsfestival findet von 9. bis 13. November statt. Heute hat Direktor Robert Schauer die Details präsentiert: mit 83 Filmen, Vorträgen und Themenschwerpunkten. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Manchmal war es leichter einen Achttausender zu besteigen, als das Festival durchzuführen“, scherzte Mountainfilm-Direktor Robert Schauer bei der heutigen Programmpräsentation für das Jahr 2021. Im letzten Jahr machte ihm Corona einen Strich durch die Rechnung, die renommierte Veranstaltung 35 Jahre lang zu finanzieren, war ebenfalls nicht einfach. Umso mehr freut er sich mit seinem Team über das heurige Jubiläum: Von 9. bis 13. November werden 35 Jahre Berg-, Abenteuer- und Naturfilm in Graz gefeiert. In diesem Jahr laufen 83 Filme im Wettbewerb um den Grand Prix Graz und die Preise in den einzelnen Kategorien. 243 Streifen wurden eingereicht. Unter den Anwärtern kämpft auch eine Grazer Produktion für eine Auszeichnung: „Christoph Strasser - 377 - Eine Race Across America Geschichte“ von Jürgen Gruber ist dabei. Außerdem wirkte der Grazer Bastian Meier bei der Produktion „Mokka“ über die österreichische Free-ride-Szene mit. Darüber hinaus gibt es zahlreiche internationale Filme – auch als Weltpremieren – zu sehen. Der fünffache Weltcup-Gesamtsieger im Bouldern und Nationaltrainer Kilian Fischhuber kommt für einen Multimediavortrag ebenso zum Festival wie Skyrunner Christian Stangl. 45 Jahre nach der legendären Besteigung des Nanga Parbat über die Rupalflanke des Südwest-Grats durch die Grazer Hanns Schell, Robert Schauer und Siegfried Gimpel, gibt es darüber hinaus ein Nanga Parbart Special. Festivaldirektor Robert Schauer präsentierte das Programm gemeinsam mit Walburga Seidl, Vorständing der Hauptsponsorin Steiermärkische Sparkasse. KK Josef Hader • Pippa • Gesangskapelle Hermann Gewürztraminer Michael Großschädl • Greimeister Flammer Rojer 16. Oktober 2021, Orpheum, 19:30 Uhr Tickets: VinziWerke, Orpheum, Zentralkartenbüro, Ö-Ticket Info: www.vinzi.at Mit freundlicher Unterstützung von Moderation: Pia Hierzegger www.dorrong.at

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