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13. Oktober 2019

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- Lebensmittelverschwendung: Wir werfen 7000 Tonnen in den Müll - Mehr Sicherheit für den Landtag - Kinder an die Macht: Stadt Graz beruft Jugendrat ein - Hart bei Graz: Bürgerbeteiligung zum Bildungscampus - Gewinner des Urlaubsfotos 2019 - Stadtplanung soll weiblicher werden - 11. „Grazer“ Wirtschafts-Stammtisch

16 graz www.grazer.at

16 graz www.grazer.at 13. OKTOBER 2019 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Ohne Infrastruktur nicht Zum Bericht „Beim Wohnbau hat Graz noch viel Luft nach oben“: Gerade das angeführte Beispiel der Andritzer Großbaustellen zeigt, wie schlecht unsere „Stadtplanung“ wirklich plant. In Andritz werden 500 Wohneinheiten weitgehend auf einem sehr kleinen Areal gebaut. Fast alle neuen Siedlungen liegen an oder um die Radegunder Straße und deren Verlängerung, die Andritzer Reichsstraße. Schon heute ist dort die Verkehrslage so schlimm, dass dieser Straßenzug in der Früh vollkommen überlastet ist. Die Anbindung des Bezirks mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist so katastrophal, dass man für 15 Kilometer Strecke die große Pendlerpauschale bekommt. Die Kinderkrippen und Kindergärten in Andritz sind vollkommen überlastet mit der Nachfrage an Plätzen. Leistbares Wohnen ist wichtig, aber nur, wenn sich die Stadt ihrer Aufgaben bewusst wird. Was nutzt eine Wohnung, wenn man dort nicht leben kann? Stefan Bretterklieber, Graz * * * Widmungs-Schmäh Zum gleichen Artikel wie oben: Mit dieser Headline, dass „beim Wohnbau noch viel Luft nach oben ist“, wird erneut die Werbe- Botschaft gesendet, nach Graz zuzuziehen. Eine fatale „Einladung“, wo heute bereits wieder rund 35.000 Autos täglich zur Arbeit aus Graz auspendeln (müssen). Richtig gut für Feinstaub und Klimaschutz. Von der bekannten Landflucht, der entgegenzuwirken bereits Millionen an Steuergeld aufgewendet werden, ganz zu schweigen. Wenn Stadtplaner Inninger sagt, es werden heute Wiesen aufgrund von 30 Jahre alten Widmungen verbaut, sprich: unwiederbringlich versiegelt, so ist das ein ziemlich mieser Schmäh. Diese Widmungen erfolgten überwiegend „in weiser Vorausschau“ durch die Stadtplanung selbst, die Grundstückseigentümer wussten meist gar nichts davon. Und wenn Inninger sagt, bei großen Projekten gäbe es für die Verkehrsinfrastruktur ein „Maßnahmenbündel“, so solle er dieses am Beispiel der in der Story angeführten acht Großbauten in Andritz erklären; davon ist nämlich absolut nichts zu sehen, im Gegenteil. Erich Cagran, BIA Graz * * * Luft nach oben für Branche Ebenfalls zum Bericht „Luft nach oben im Wohnbau“: Was die im Flächenwidmungsplan ausgewiesenen Baulandflächen betrifft wie auch die im Allgemeinen sehr hohen Bebauungsdichten, ist freilich noch viel Luft nach oben – es fragt sich nur, für wen oder was? Denn tatsächlich werden in keinem anderen Land Europas mehr Wohnungen pro Kopf gebaut als in Österreich (©immoverkauf 24, August 2018). Das mag auch hierzulande mit den günstigen Bedingungen und Steuererleichterungen beim Erwerb einer Anlegerwohnung zusammenhängen – der Immobilienmarkt ist eine der beliebtesten Anlageformen. Luft nach oben? – Ja, für die Branche der Immobilienentwickler und Finanzdienstleister. Schon der Wohnungsbericht der Stadt Graz hält fest, dass allein aufgrund der Struktur der Zuwanderung, des kontinuierlichen Anstiegs von Teilzeitbeschäftigungen und der Reallohnverluste die Zahl derjenigen, die sich am freien Wohnungsmarkt nicht mehr ausreichend wohnversorgen können, steigen wird. Gesucht ist also leistbarer Wohnraum – und von der Wohnungsgröße her nicht nur für Singles, sondern auch für Familien! Elisabeth Langmann, Graz * * * Bei Grün bitte losfahren! Es ist immer dieselbe Leier: Es wird Grün an der Kreuzung, und es passiert nix. Dann zuckelt meist der Erste in der Pole-Position los und nur wenige können ihm folgen, da schon wieder Rot ist. Dass der Verkehr bei uns nicht flüssig ist, ist kein Wunder. Andreas Baumann, Graz Die „Riesen“ wurden mit Traktoren transportiert (oben). Die Sieger v. l.: Hanna Wohlmuther, Harald Hofer, Daniela Thaler und „Pate“ Rovensky.CAGRAN Kürbis-Riesen in Thal ■■ In der Südsteiermark sind sie schon „obligat“, im Großraum Graz aber eine Novität: In der Gemeinde Thal ist das Kürbiszucht- Fieber ausgebrochen. Groß und Klein bemühen sich schon seit Jahren, Kürbis-Riesen zu züchten. Die Prämierung 2019 wurde dieser Tage zu einem richtigen Volksfest für die ganze Gemeinde nahe Gösting. Beim Kreuzwirt von Roman Pekarz wurden unter den gestrengen Augen von Bürgermeister Matthias Brunner und Kürbis-„Paten“- Oskar Rovensky die Riesen der 60 Teilnehmer gemessen und gewogen. Mit seinem 160,1-Kilo- Exemplar wurde Harald Hofer Gesamtsieger vor Daniela Thaler (128,8 Kilo). Gesamt-Dritte und Siegerin in der Jugend-Klasse: Hanna Wohlmuther mit ihrem 122,7-Kilo-Riesen. VOJO

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