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13. Dezember 2020

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- Stadtpark wird zum Naturerlebnispark - Menschenrechtsbericht 2020: Corona-Krise macht Systemschwächen sichtbar - Ex-Schediwy wurde wiederbelebt - Hilferuf der Grazer Händler: „Jetzt hängt es von uns allen ab“ - Vincke-Steinbrüche: 400.000 Euro für die Absicherung - Mur ist Huchen-Todesfluss - Grazer werden mit Wintergastgärten warm

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graz 4 graz www.grazer.at 13. DEZEMBER 2020 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Menschenrechtsbericht 2020 Es ist keine Panik, es ist Strategie. Machen Sie auch mit!“ Wie viele Grazer Prominente unterstützt auch Kathryn List, Vorsitzende AVL Cultural Foundation, die Massentestungen dieses Wochenende. STADT GRAZ/FISCHER Corona-Krise macht Freitag wurde das Projekt gegen Antisemitismus präsentiert. STADT GRAZ/FISCHER Standhaft gegen Antisemitismus ■ In Reaktion auf die diesjährigen Attacken auf die Synagoge hat die Stadt gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde ein mehrjähriges Maßnahmenpaket geschnürt. Zentral ist eine Bildungs- und Präventionsoffensive. Unter dem Titel „Gemeinsam gegen Antisemitismus“ wurde ein auf drei Säulen basierendes Projekt konzipiert. Ziel ist es, Antisemitismus präventiv wirksam und vor allem nachhaltig entgegenzuwirken. Land und Sozialpartner arbeiten für den Klimaschutz. LAND STEIERMARK / PURGSTALLER Förderung für grüne Heizungen ■ Mit dem neuen Umweltlandesfonds 2021 (ULF) wurde von Umweltlandesrätin Ursula Lackner, AK-Präsident Josef Pesserl und WKO-Präsident Josef Herk eine neue Klimaschutzmaßnahme vorgestellt. Damit sind 2021 8,5 Millionen Euro für die Umstellung auf klimafreundliche Heizanlagen und das Energieberatungsangebot des Landes verfügbar. In der Folge erwartet man weitere 43 Millionen Euro an Investitionen. Der Platz der Menschenrechte im Grazer Stadtpark ist ein wichtiges Symbol für den Fokus auf Grundrechte. KK (2), STADT GRAZ/PACHERNEGG derGrazer Wo kann die Menschenrechtsstadt Graz mehr tun? „Aus meiner Sicht bei der Barrierefreiheit, die ist auch bei öffentlichen Gebäuden oft nicht optimal.“ Helmi Melcher, 89, Pensionistin „Ich fühle mich in Graz sehr wohl, als Frau auch sicher und hätte kein Verbesserungspotenzial entdeckt.“ Daniela Zaunschirm, 29, Landesdienst „Es braucht mehr Radwege und mehr Grünflächen, auch für mehr konsumfreie Zonen.“ Johann Bartl, 70, Pensionist Blitzumfrage „Ganz klar in den Bereichen LGBT- QI und Migration. Da sollte sich die Stadt Rat von echten Experten holen.“ Anna Binder, 19, Schülerin ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Beim öffentlichen Verkehr. Sonst sind wir eine sehr vernünftige Stadt und grenzen niemanden aus.“ Gerhard Fleissner, 68, Geschäftsführer

13. DEZEMBER 2020 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP FF GRAZ, SCHERIAU Danke an die Einsatzkräfte! In Graz und Umgebung wurden am Mittwoch rund 300 Alarmierungen aufgrund des Schneetreibens abgearbeitet. Weniger Umwelt-Nutzen als erhofft Der Autoverkehr ist im zweiten harten Lockdown nur um 30 Prozent zurückgegangen. Im ersten waren’s noch 50. FLOP ➜ Systemschwächen sichtbar ARG. Der aktuelle Grazer Menschenrechtsbericht zeigt die Auswirkungen der Pandemie: Menschen am Rande der Gesellschaft rutschten noch weiter ab. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Seit 2001 darf sich Graz als erste europäische Gemeinde offiziell Menschenrechtsstadt nennen. Dabei war es heuer, im Jahr der Corona-Pandemie, nicht leicht, diesem Namen auch gerecht zu werden. „Covid-19 führt uns fast täglich vor Augen, wie sehr selbst fundamentale Grundrechte in einer solchen Krise in einen Interessenskonflikt geraten können“, so Bürgermeister Siegfried Nagl. „Krisen haben die Eigenschaft, vorhandene Entwicklungen zu verstärken, im Guten wie auch im Schlechten. Einerseits hat insbesondere der erste Lockdown im Frühjahr gezeigt, wie verantwortungsbewusst, solidarisch und diszipliniert der überwiegende Teil der Grazer ist, wenn es darauf ankommt. Andererseits erleben wir aber eine zunehmende Diskursverweigerung wie auch die Tendenz zum Generalverdacht.“ „Obwohl die großen aktuellen Fragen die Headlines, den Tag und seine Themen dominieren, darf das Alltägliche, das Kleine und das scheinbar Selbstverständliche nicht vergessen werden“, so die Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirats Angelika Vauti-Scheucher und Max Aufischer. Den Auswirkungen der Pandemie auf die Menschenrechte wurde deshalb im aktuellen Bericht ein eigenes Schwerpunkt-Kapitel gewidmet. Diskrepanz Der Alltag hat sich durch die einschränkenden Maßnahmen massiv verändert. Wirtschaftlichsoziale Rechte (soziale Sicherheit, Recht auf Bildung und Arbeit) sowie bürgerlich-politische Rechte (Recht auf Leben in Freiheit und Sicherheit, Schutz der Familie, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) mussten eingeschränkt werden. Bruchlinien in der Gesellschaft wurden so deutlich sichtbar. Posi- tiv wird im Bericht hervorgehoben, dass die Stadt schnell auf die neuen Gegebenheiten reagiert, Informationen rasch digital zur Verfügung gestellt und personelle sowie finanzielle Ressourcen aufgestockt hat. „Die Pandemie betraf alle Zielgruppen, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Jene, die vor der Krise bereits als besonders vulnerabel galten, wie etwa Menschen mit Migrationsbiografie, prekären Einkommensverhältnissen, mit Behinderung oder psychischen Belastungen, wurden mit noch mehr Herausforderungen konfrontiert“, heißt es im Bericht. „Besonders an der Schnittstelle von Arbeit, Bildung und Familienleben wurden Probleme erkennbar, für die sich existierende Maßnahmen teils als unzureichend oder nur bedingt hilfreich herausstellten. Viele Menschen, vor allem jene mit begrenztem Zugang zu digitalen Werkzeugen, konnten mit den adaptierten Maßnahmen teils schlecht oder gar nicht erreicht werden.“ Kurz gefragt … ... Siegfried Nagl 1 Wie wirkt sich die Pandemie auf Menschenrechte aus? Nagl: Selbst fundamentale Grundrechte können in einer solchen Krise in einen Interessenskonflikt geraten. 2 Was hat sich heuer Positives getan? Nagl: Graz darf jetzt auch offiziell Standort des weltweit zweiten UNESCO-Zentrums für Menschenrechte sein. 3 Worauf wird in Zukunft der Fokus gelegt? Nagl: Die antisemitische Attacke auf die Synagoge bereitet mir Sorge. Wir müssen alles tun, um solche Angriffe, aber auch Generalverdacht zu verhindern. Regional kaufen, regional werben! 175.000 ZEITUNGEN jeden Sonntag 1Million IMPRESSIONEN/Monat auf www.grazer.at 200.000 NUTZER/Monat auf www.grazer.at 22.000 FACEBOOK ABONNENTEN 60.000 E-PAPER AUFRUFE/Monat Mediadaten www.grazer.at In voller Stärke für Sie und Ihre Zielgruppe. Regional werben, regional kaufen!

2021