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12. Mai 2019

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- Staustadt Graz: Und es wird noch schlimmer - Klima-Killer Kohle am Vormarsch - Verwaltungsverfahren: „Homos“ gewinnen gegen das Land Steiermark - Feuerwache Ost in desolatem Zustand - Land sorgt im Internet für Barrierefreiheit - In der Mur droht das Aus für Fische

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8 graz www.grazer.at 12. MAI 2019 Land sorgt im Internet Von den Maßnahmen zur Online-Barrierefreiheit sollen vor allem Menschen mit Behinderung profitieren. GETTY „tim“: Passerei ist vorbei FLOTTER. Nach der Kritik von potenziellen Nutzern wurde das Leihauto- System tim der Stadt nun personell und strukturell verbessert. Mit Erfolg. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Zu wenige Schulungseinheiten, viel zu wenige Ausbildende! Groß war die Kritik am Leih-/Mietauto-System tim der Stadt Graz Anfang des Jahres („der Grazer“ berichtete). Inzwischen hat man auf Seiten der Holding reagiert. „Die Einführung der gratis tim-Mitgliedschaft mit der Jahreskarte Graz – seit 2. November 2018 – hat in den ersten Monaten zu einem Run auf das Angebot und die Einschulungstermine geführt. (Die Einschulung umfasst die Fahrzeugschulung und die Erklärung des Ladevorgangs und der Kundenvereinbarung und erfolgt in Einzelterminen, Anm.)“, erklärt Holding-Sprecher Gerald Zaczek-Pichler und hebt dabei noch einmal den Ansturm hervor: „Die Anfragen haben sich seit der Einführung der gratis tim-Mitgliedschaft von November bis Dezember verdreifacht!“ Die 50 tim- Autos, davon 16 E-Autos, waren rasch besetzt. Folge: die kritisierten Wartezeiten. Die nun erfolgte Verbesserung des Systems erklärt Holding-Vorständin Barbara Muhr: „Wir haben zusätzliches, im Umgang mit Kunden geschultes Personal bereitgestellt. Seit Mitte Februar kann das tim-Ser- Der Ansturm auf die tim-Autos ist groß. Für Ärger sorgten im Frühjahr allerdings die Wartezeiten. HOLDING viceteam nun zehn Einschulungen pro Tag durchführen, was eine Verdoppelung der betreuten Kunden im Vergleich zu den Monaten November 2018 bis Februar 2019 bedeutet.“ Der positive Effekt: Die Aufträge werden wesentlich flüssiger abgewickelt. Und: Nach wie vor trudeln täglich rund 15 Anfragen bei der Holding für das tim- System ein. 1400 Personen nutzen das Angebot aktuell.

12. MAI 2019 www.grazer.at graz 9 für Barrierefreiheit ONLINE-ANGEBOT. Webseiten und Apps des Landes und der steirischen Gemeinden werden dank eines neuen Gesetzes barrierefrei zugänglich. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Webseiten und Apps des Landes Steiermark und der steirischen Gemeinden sollen künftig völlig barrierefrei sein. Profitieren sollen davon insbesondere Menschen mit Behinderung, die so leichter Informationen und Angebote der öffentlichen Hand nutzen können. Verständlich und robust Möglich macht dies das vom für die Materie zuständigen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer vorgelegte sogenannte „Steiermärkische Web-Zugangs- Gesetz“, das der Landtag bald beschließen wird. Mit diesem Gesetz verpflichtet sich das Land dazu, seine Websites sowie seine Handy- und Tablet-Apps „wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust zu gestalten“. Dasselbe gilt für die Websites und Apps der steirischen Gemeinden und Gemeindeverbände, aber auch für die Online-Auftritte und -Angebote der steirischen Landwirtschaftskammer, der Landarbeiterkammer und von Einrichtungen wie dem Gesundheitsfonds Steiermark – soweit dies den einzelnen Institutionen ohne „unverhältnismäßig“ großen Aufwand möglich ist, wie es einschränkend im Gesetzesentwurf heißt. Beschwerdestelle Die Umsetzung bzw. Einhaltung der Online-Barrierefreiheit soll laufend vom Land, den Gemein- den und den betroffenen Einrichtungen überwacht werden. Für Nutzer wird indes eine Beschwerdemöglichkeit geschaffen: Wer Verstöße gegen die gesetzlichen Vorgaben, also z. B. eine nicht behindertengerechte Amts-App, feststellt, kann sich an die Gleichbehandlungsbeauftragten des Landes oder der Gemeinden wenden. EU-Richtlinie Ganz aus eigenem Antrieb setzt die steirische Politik die Maßnahmen rund um die Netz-Barrierefreiheit freilich nicht um. Die Steiermark ist nämlich aufgrund einer 2016 beschlossenen EU- Richtlinie dazu verpflichtet, den barrierefreien Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen sicherzustellen. Mitglieder des Bezirksrats und aktive Bürger sammelten Müll. KK „Für ein sauberes St. Leonhard“ ■■ Im Zuge der Aktion „Für ein sauberes St. Leonhard“, die Beatrix Altendorfer, Obfrau von „Nachhaltig in Graz“ gemeinsam mit Bürgern und dem Bezirksrat organisierte, wurde der bewaldete Teil des Meran-Parks und vor allem der Kroisbach im Bezirk von weggeworfenem Müll befreit. Bezirksvorsteher Andreas Molnár und seine zweite Stellvertreterin Julia Jeschek-Zöhrer säuberten auch die Eingangsbereiche vor dem Girardihaus, das seit mehreren Jahren vom Eigentümer kaum gepflegt wird. Feuerwache Ost ist in desolatem Zustand SCHLIMM. Während in Lend 700.000 Euro investiert werden, ist die Feuerwache Ost fast baufällig. Planen statt Tore: Die Arbeitsbedingungen in der Feuerwache Ost sind schlimm.LUEF Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Die Feuerwache Lend wird um 700.000 Euro saniert. An sich eine tolle Sache, dennoch treibt dieser Umstand Gemeinderat Gerald Haßler die Zornesröte ins Gesicht: „Dafür ist also Geld da. Um viel Geld werden hier zum Beispiel transparente Tore gebaut. Das sind reine Showeffekte und die Feuerwehrleute werden auch nicht gerade begeistert sein, dass man ihnen vom Lendplatz aus einfach beim Umziehen zuschauen kann.“ Der Ärger des Gemeinderates hat aber noch einen anderen Grund: „Die Feuerwache Ost am Dietrichsteinplatz ist schon seit vielen Jahren in einem desolaten Zustand. Und hier wird nichts getan.“ Weder die Elektrik noch die Betriebsmittellagerung, nicht einmal die Brandschutzbestimmungen entsprechen laut Haßler den vorgeschriebenen Normen. Die Fahrzeughallentore wurden wegen akuter Gefahr entfernt, und als Ersatz wurden lediglich Planen angebracht. Auch im Gemeinderat brachte Haßler das Thema bereits zur Sprache, erntete Verständnis, wurde aber bis heute nur vertröstet. Für Haßler steht fest, dass dringend etwas getan werden muss: „Das sind unzumutbare Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, die täglich ihr Leben aufs Spiel setzen, um uns zu retten! Ich kann jedenfalls nicht mehr nachvollziehen, mit welchen Prioritäten hier vorgegangen wird!“

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