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12. Juli 2020

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- Ruine Gösting gesperrt: Besucher stehen vor verschlossenen Toren - Sportjahr 2021: Erste Special Olympics Tanz-WM in Graz - 50 Corona-Interviews pro Tag: Mehr Personal für Gesundheitsbehörden gefordert - VinzeWerke bereiten sich auf den Corona-Herbst vor - Vincke-Steinbrüche werden Naturerlebnispark - Yamauchi: In Graz hat das nächste Asia-Lokal aufgesperrt - Holding bringt jetzt erste Rasengleise auf Schiene - Grazer Künstler gestaltete riesiges Wandgemälde mit Hollywood-Star - Endlich eine Ortstafel für Kainbach bei Graz - GU Nord bringt jetzt den Klimaschutz voran

8 graz www.grazer.at

8 graz www.grazer.at 12. JULI 2020 Im Grazer VinziDorf leben Menschen, die sonst kein Zuhause haben. Sollte jemand positiv auf Corona getestet werden, gibt es Isolationszimmer.MELBINGER VinziWerke bereiten sich auf Corona-Herbst vor SOZIAL. Sollte es zu einer zweiten Welle kommen, wird bestmöglich für Wohnungslose gesorgt. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Soziale Randgruppen haben es in der aktuellen Corona- Krise besonders schwer. Studien zufolge werden vor allem Geringer verdiener hart getroffen, ältere Personen haben mit Einsamkeit zu kämpfen und Vorerkrankte werden oft stigmatisiert und gemieden. Besonders prekär war die Situation des Zuhausebleiben-Müssens aber natürlich für Menschen, die gar kein richtiges Zuhause haben. NGOs wie die Caritas oder die VinziWerke haben sie in der Krise natürlich nicht allein gelassen, hatten aber mit Herausforderungen zu kämpfen. „Mitte März konnten von einem Tag auf den anderen 50 Prozent unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter keine Dienste mehr in unseren Einrichtungen machen, da sie selbst zur Risikogruppe gehörten“, berichtet Nora Tödtling-Musenbichler, Koordinatorin der VinziWerke. „Und wir waren besonders gefordert, auch unsere Bewohner und Gäste der Einrichtungen so gut es geht vor einer Ansteckung zu schützen, da sie aufgrund ihres Alters und ihrer Erkrankungen ebenfalls zur Risikogruppe gehören. Zum Glück blieben bis heute all unsere Einrichtungen verschont.“ Um auf eine mögliche zweite Welle im Herbst vorbereitet zu sein, hat Grünen-Mandatarin Manuela Wutte im Gemeinderat am Donnerstag nach den Vorbereitungen gefragt. „Es ist zu befürchten, dass der Bedarf ab Herbst jahreszeitbedingt und aufgrund der Zunahme von Armut stark steigen wird“, so Wutte. Gut vorbereitet Die Antwort von Sozialstadtrat Kurt Hohensinner: „Es wird alles unternommen, damit bei einer etwaigen Verschärfung der Corona- Fälle auch in diesem Winter niemand frieren und im Freien schlafen muss.“ Es gebe einen regen Kontakt mit Caritas und Vinzi- Werken. Nach wie vor werden Isolationszimmer für Verdachtsfälle freigehalten. „Das Sozialamt ist permanent dabei, weitere mögliche Notunterbringungen zu evaluieren. Nicht nur im Bildungshaus Mariatrost, sondern weitere Möglichkeiten“, so Hohensinner. Kältetelefon oder die neue Winternotschlafstelle St. Lukas gehören ebenfalls zur Strategie. Am Karolinenweg stehen noch Ruinen von Gebäuden, die zu den Vincke- Steinbrüchen gehörten. Auch ein Teil des künftigen Naherholungsgebietes.KK Vincke-Steinbrüche als „Naturerlebnispark“ SCHÖN. Die Stadt macht aus den beiden Vincke- Steinbrüchen künftig Naherholungsgebiete. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Im Rahmen der Grünraumoffensive der Stadt Graz wurden die ehemaligen Vincke- Steinbrüche am Spielbergweg und Karolinenweg angekauft. Für die Stadt Graz sind diese Areale so bedeutend, da sie räumlich und funktionell eng mit der umgebenden Stadt verknüpft sind. Sie sollen den Bewohnern ein enormes Naherholungsgebiet bieten und künftig als Naturerlebnispark zur Verfügung stehen. Die Vincke-Steinbrüche am Spielbergweg in Wetzelsdorf und am Karolinenweg in Gösting sind als sogenannte „Industriebrachen“ im städtischen Naturhaushalt extrem wertvoll. Wie das Büro für Grünraum und Gewässer betont, konnte sich im Laufe der Zeit, da der Steinbruchabbau schon längere Zeit eingestellt ist, eine Vielzahl an verschiedenen Tieren und Pflanzen ansiedeln. Die Areale sollen neben der Naturverbundenheit auch für sportliche Nutzung Verwendung finden, heißt es in einem Bericht an den Gra- zer Stadtsenat. Wie wir letzten Sonntag exklusiv berichteten, sind – aufgrund der starken Verwitterung der Bruchwände und der hohen Steinschlaggefahr sowie der bestehenden Absturzgefahr an den Böschungskronen – dringende Sicherungsmaßnahmen und Abgrenzungen bei den Gefährdungszonen erforderlich. Das muss laut Bericht noch vor Öffnung der Steinbrüche als Naherholungsgebiet erledigt werden. Außerdem sind die Gebäude am Areal in einem extrem schlechten Zustand, sodass auch hier bauliche Maßnahmen zur Sanierung und Sicherung der Häuser notwendig sind. Die Stadt Graz hat dafür ein Maßnahmenpaket geschnürt, das einen Kostenrahmen von 270.000 Euro hat – und inklusive aller Sicherungsmaßnahmen und des Abtransports vorhandener Baurestmassen auch die Erstellung eines Nutzungs- und Funktionskonzeptes samt begleitender Informationsvermittlung mit Hinweisen zu geogenen Gefahrenbereichen und Verhaltensregeln (Steinbruchkodex) vorsieht.

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