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12. Juli 2020

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- Ruine Gösting gesperrt: Besucher stehen vor verschlossenen Toren - Sportjahr 2021: Erste Special Olympics Tanz-WM in Graz - 50 Corona-Interviews pro Tag: Mehr Personal für Gesundheitsbehörden gefordert - VinzeWerke bereiten sich auf den Corona-Herbst vor - Vincke-Steinbrüche werden Naturerlebnispark - Yamauchi: In Graz hat das nächste Asia-Lokal aufgesperrt - Holding bringt jetzt erste Rasengleise auf Schiene - Grazer Künstler gestaltete riesiges Wandgemälde mit Hollywood-Star - Endlich eine Ortstafel für Kainbach bei Graz - GU Nord bringt jetzt den Klimaschutz voran

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4 graz wohnen www.grazer.at 12. JULI 2020 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Das ist nicht Sturm Graz. Ich will das nicht mehr hinnehmen!“ Sturm-Präsident Christian Jauk kündigte diese Woche tiefgreifende Veränderungen an. KK Ruine Gösting im Stadtrat Kurt Hohensinner präsentierte den Aktionsplan. STADT GRAZ/FISCHER Plan gegen Vereinsamung ■■ Gerade in urbanen Räumen merkt man, dass das Problem Vereinsamung immer stärker spürbar wird, so auch in Graz. Seit Ende des vergangenen Jahres geht das Sozialressort verstärkt auf das Thema ein, jetzt mit einem neuen Aktionsplan. Dazu gehören 20 Projekte, die mit 62.000 Euro unterstützt werden, Schwerpunkt-Kooperationen und spezielle Maßnahmen des Haus Graz. Immer noch ein stattlicher Anblick, die Burgruine, manche sagen Burg Gösting (großes Bild). Angelika Michalatsch führt mit Leidenschaft die Taverne, kann jetzt aber nicht mehr (l.). Privattafeln verwehren jetzt den Zutritt. KK/BGG (2) Monika Primas (l.), Maria Hausleitner und Christopher Drexler STREIBL Tolle Preise fürs Dahoamsteirern ■■ Maria Hausleitner und Hans-Jürgen Schröttner mit der Landjugend Edelschrott demonstrierten bei der Online- Initiative „Dahoamsteirern“ eindrucksvoll, dass die steirische Volkskultur auch in Krisenzeiten stets lebendig ist. Mehr als 500 Einsendungen gab es zum Gewinnspiel. Kulturlandesrat Christopher Drexler überreichte den beiden Siegern für ihre kreativen Beiträge nun die Preise: Dirndl und Lederhose. Hundewiese für Eggenberg WAU. Im Bereich Vinzenzgasse im Bezirk Eggenberg soll schon bald eine Hundewiese kommen. ■■ Schon lange setzen sich unzählige Hundebesitzer und der gesamte Bezirk Eggenberg für eine kleine Hundewiese ein. Im Bereich Vinzenzgasse ist es nach unzähligen Unterschriften, die im Laufe der letzten Jahre gesammelt wurden, nun möglich, eine kleine Fläche für die Vierbeiner und ihre Frauchen und Herrchen zu adaptieren. „Die beiden Hundebesitzer Marcel Mikysek und Johanna Schaupp haben sich besonders stark für eine Hundewiese im Bezirk eingesetzt, und gemeinsam haben wir Tolles schaffen können und auch auf die vielen Hunde im Bezirk aufmerksam gemacht“, freut sich der Bezirksvorsteher von Eggenberg, Robert Hagenhofer. Noch heuer soll der kleine Park kommen und eine Erleichterung für Bewohner, Anrainer und Hundehalter werden. Auch die Hunde werden sich wohl über eine eigene Fläche im Bezirk zum Spielen freuen. VALI Marcel Mikysek, Johanna Schaupp und Robert Hagenhofer KK

12. JULI 2020 www.grazer.at wohnen TOP Stadt Graz/Fischer, Lendwirbel graz 5 Dornröschenschlaf TRAURIG. Die Taverne auf der Burgruine Gösting ist seit kurzem für mindestens ein halbes Jahr geschlossen, das Areal jetzt, da Privatgrund, nicht betretbar. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Wer von Norden kommend nach Graz fährt, sieht sie schon von Weitem: die Ruine Gösting, einst stolze Höhenburg, die alle Plagen, ob Plünderungen, Pest oder Angriffe, heil überstanden hat. Bis 1723 der Blitz einschlug und ein Munitionslager der Stadt Graz explodieren ließ. Das war’s dann mit der Burg, sie wurde nie mehr wieder aufgebaut. Jetzt, fast 300 Jahre später, sind die Reste der Ruine endgültig in Gefahr, zu zerbröseln. Da seit letzter Woche auch noch die Taverne geschlossen ist und Schilder mit der Aufschrift „Privatgrund“ den öffentlichen Zugang verwehren, ist die Burgruine wieder in einen Dornröschenschlaf versunken, nur dass zu befürchten ist, dass sie diesmal nicht wieder aufwacht. Besitzer der Burg ist der schon legendäre Grazer Bäcker Hubert Spielplätze ab 23. Juli rauchfrei Der Gemeinderat beschloss diese Woche ein Rauchverbot auf öffentlich zugänglichen Kinderspielplätzen. Auer. Er hat die Burg 1999 vom Grafen Heinrich von Attems samt Wäldern und Grund gekauft. Kolportiert wird eine Summe von umgerechnet 1,4 Millionen Euro, wie der Anwalt des Burgvereins Gösting, Franz Unterasinger, berichtet. Bis dahin hatte sich der Burgverein Gösting, 1925 gegründet, engagiert um die Burgruine gekümmert. Zwischen dem Grafen und dem Verein hatte gutes Einvernehmen geherrscht, Heinrich von Attems war Vizepräsident des Vereins. Damit war dann Schluss, Auer und Verein wurden sich nie eins. „Es ist einfach nur traurig“, sagt Sepp Stieger, Obmann des Burgvereins: „Ich habe mich mit unserem Verein seit Jahren bemüht, die Burgruine vor dem endgültigen Zerfall zu retten. Teils ist es uns auch gelungen. Wir haben ein Dach erneuert und viele Mauern abgesichert. Aber es bröckelt an allen Enden und es wäre noch viel zu tun.“ Angelika Michalatsch, die viele Jahre die Taverne ohne Strom Grazer Parks als Partyzonen Statt in Clubs feiern die Grazer trotz Corona in den Parks – von Abstand halten oft keine Spur. und Fließwasser bewirtschaftete, muss krankheitshalber aufgeben. Michalatsch: „Mindestens ein halbes Jahr. Vielleicht bin ich dann wieder gesundheitlich in der Lage, die Taverne wieder zu öffnen.“ Die Burg als Ausflugslocation kann sich auch Graz-Tourismus- Chef Dieter Hardt-Stremayr gut vorstellen: „In der aktuellen Situation ist die Ruine für uns touristisch nicht relevant. Aber mit einem fixen kulinarischen Angebot und dem fantastischen Ausblick kann das schon was werden.“ Und die Stadt Graz als Retter? Georg Schröck, Bürochef von Kulturstadtrat Günter Riegler: „In Gesprächen mit dem Inhaber Auer über die Zukunft der Burg konnte bislang kein Einvernehmen erzielt werden. Es wird aber weiter verhandelt, nur müssen wir coronabedingt diese Bemühungen zurzeit ruhen lassen. Aber wir bleiben dran.“ 2042 ist die Burg 1000 Jahre alt. Entweder ist sie dann längst zerbröselt oder Tourismus-Hotspot. Kurz gefragt … ... Hubert Auer 1 FLOP ➜ Wie kann man die Ruine aus dem Dornröschenschlaf wecken? Auer: Wir müssen was tun, keine Frage, mir liegt die Burgruine am Herzen, aber es wird noch dauern. 2 Wäre es in Ihrem Interesse, wenn die Stadt Graz neuer Burgherr werden würde? Auer: Ich denke nicht, dass die Stadt die Burgruine erwerben möchte. Es fehlen Kanal-, Strom- und Wasseranschluss, das bedeutet sehr, sehr hohe Kosten. 3 Wann waren Sie selbst zuletzt auf Ihrer Burg? Auer: Schon einige Zeit nicht. Ich werde jetzt aber wieder raufgehen, um mir einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

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