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12. Jänner 2020

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- Hunderte Grabungen ab April in Graz geplant: Und jährlich grüßt das Baustellen-Chaos - Billa startet Handy-Einkaufen mit Grazer Technologie - Senioren-Stammtisch mit eigenen Speisen am Start - Alle Grazer Bäder bekommen ein neues Sicherheitssystem - Vertikale Fabrik in der Puchstraße - Kampf um Halteverbotstafeln - Burgruine Gösting zerbröselt - Neujahrsempfänge

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6 graz www.grazer.at 12. JÄNNER 2020 K O M M E N T A R von Verena Leitold Ohne App-Anmeldung gibt es kein Honorar! ✏ verena.leitold@grazer.at Vorsätze zum schnelleren Vorankommen W inter, Baustelle, Baustelle, Baustelle – die vier Jahreszeiten haben es auch in diesem Jahr in sich. Sobald es wieder wärmer wird, wird in Graz nämlich anständig umgegraben. Einige Großprojekte stehen an: Stadionvorplatz und Conrad-von-Hötzendorf- Straße, die Straßenbahnanbindung in die Smart City und nach Reininghaus sowie die Elisabethstraße sind ein paar davon (siehe Seiten 4 und 5). Und auch wenn man sich wie bei Letzterer bemüht hat, das Staupotenzial möglichst gering zu halten, indem man nicht zehn Monate durchgehend baut, sondern über drei Jahre nur in den Sommerferien, in denen das Verkehrsaufkommen wesentlich geringer ist – die Sommermonate werden für Autofahrer auch im Jahr 2020 eine Geduldsprobe sein. Schließlich werden noch unzählige Baustellen dazukommen, die jetzt noch nicht abzusehen sind. Nutzen wir deshalb das gerade angebrochene neue Jahr, um nachträglich ein paar Neujahrsvorsätze zu formulieren: Wie wär’s etwa mit „Möglichst viele Schritte zu Fuß gehen“ oder „Mehr mit dem Fahrrad fahren“? Das werden uns nicht nur unsere Fitness und die Umwelt danken, sondern auch unser Blutdruck, der ob der vielen Staus ja sonst in schwindelerregende Höhen schnellen müsste. ZU MECHANISCH. Mit dem Gesundheitstelefon 1450 sind noch nicht alle zufrieden. Patienten und Ärzte orten Verbesserungsbedarf. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Wenn’s weh tut, was nur zu gern am Wochenende der Fall ist, kann man sich ans Gesundheitstelefon wenden und 1450 wählen. Da sitzt dann jemand am Telefon in Graz in der Rot-Kreuz-Dienststelle und soll herausfinden, wo es weh tut und was man dagegen tun könnte. Das ist von der Grundidee nicht schlecht, sagen Ärzte, keiner will übrigens mit Namen in die Zeitung, aber der ganze Ablauf ist zu formalistisch. „Es werden zu viele Fragen gestellt, das Gespräch dauert meist zu lange, was bei einer Nierenkolik den Patienten auf eine harte Probe stellt. E-Card-Nummer, Belehrung über Datenschutz etc. Mit einer Nierenkolik will man sofort Hilfe, man erwartet, dass kurz nach dem Anruf der Arzt bei der Tür reinkommt. An der Hotline sitzt oft nicht wirkliches Fachpersonal, da können Notfälle falsch eingeschätzt werden. Der Mann oder die Frau am Gesundheitstelefon entscheidet, ob ein Arzt zu einem Patienten fahren soll oder nicht. Da fährt der Arzt dann auch 30 Kilometer und mehr, um festzustellen, dass ein Kind ein Wimmerl hat. Auch schlimm, braucht aber keinen Doktor“, so der ärztliche Experte. Das System, sagt er, war früher irgendwie besser, vor allem spezifischer und individueller. Der Mensch am Gesundheitstelefon Beim Roten Kreuz, hier ein Symbolbild aus der Wiener Rot-Kreuz-Zentrale, sitzen Mitarbeiter am Gesundheitstelefon 1450. ÖSTERREICHISCHES ROTES KREUZ entscheidet ja, ob ein Arzt losfährt oder ein Rettungswagen mit Blaulicht oder gar der Jumbo mit Notärzten an Bord. Nicht ganz zufrieden mit dem neuen Bereitschaftsdienst ist auch die Ärzteschaft. Es gibt hier Bereitschaftsdienste in der Ordination und die sogenannte Visitenbereitschaft, da wird man dann von der Gesundheitshotline zu den Patienten dirigiert. Wer hier Bereitschaftsdienst machen möchte und dafür den Visitendienst wählt, dieser geht von 18 bis 24 Uhr, oder Bereitschaftsdienst in der Ordination von 8 bis 11 Uhr machen will, muss sich über eine eigene App zum Dienst anmelden. Eine Grazer Ärztin, Name der Redaktion bekannt, die einfach keine Erfahrung mit Apps hat und sich daher nicht via App zum Dienst melden konnte, versuchte es über die Gesundheitshotline 1450. „Ich sagte den Leuten, dass ich jetzt meine Ordination aufsperre. Geht nicht, hieß es am Gesundheitstelefon. Ohne App- Anmeldung gibt es auch kein Honorar. Basta.“ Die Ärztin findet das System zu aufwendig und im Übrigen die Visitendienste zu schlecht bezahlt, daher verstehe sie, dass sich immer weniger Ärzte für die Bereitschaftsdienste melden. Für Hausbesuche gibt es 200 Euro, für den Ordinationsdienst rund 700 Euro. Neben der Gesundheitsrufnummer 1450, die in Graz rund um die Uhr besetzt ist, kann man bei Notfällen nach wie vor die Rettungsnummer 144 wählen. Vom Gesundheitstelefon werden im speziellen Fall auch Gespräche an 144 weitergeleitet. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Svjetlana Wisiak, CvD (0664/80 666 6491), Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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