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11. November 2018

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- Verkehrspolitiker einig: Wir brauchen einen Masterplan - Förderverträge für 75 Kultur-Initiativen - Wirbel um Heeresschau in Graz: Soldaten weisen Kritik zurück - Grazer Altstadt soll nur mehr mit Natursteinen gepflastert werden - Kein Geld für Hundewiesen: Hundeabgabe soll bleiben - Gestaltungsbeirat soll Bauprojekte in Graz, GU und Voitsberg prüfen - Polizeitritt-Video: Verfahren wurde eingestellt - Neues Projekt am Jakominiplatz: Dorotheum wird zum Hotel

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 11. NOVEMBER 2018 KOMMENTAR Mit Sessellift zum Schreiben auf Plabutsch ... Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at M omentan bade ich in einer Flut von nostalgischen Gefühlen, die mich hin und her beuteln vom Jetzt in die Vergangenheit. Ich rede jetzt nicht von der Mode, die ständig Anleihen aus früheren Jahrzehnten holt. Aber allein, wenn ich Radio höre, ganz egal welchen Sender, geht’s ständig zurück, oft mehrere Jahrzehnte. Wenn ich in der Früh Radio Steiermark aufdrehe, fühle ich mich in die Roaring Sixties zurückversetzt. Nicht dass mir das sehr unangenehm wäre, ich liebe die Musik dieser Jahre und die damalige Leichtigkeit des Seins, und ich kann ganz gut mit den Beatles oder den Beach Boys aufstehen. Das ist aber nicht alles. Das Projekt der Gondel auf den Plabutsch und hinab an den Thalersee löst in meinem Kopf überhaupt die ultimative Zeitreise aus. Sie führt in eine wunderbare Kindheit mit Badeausflügen an den Thalersee. Das war für mich schon eine große Reise. Erst mit der Straßenbahn, dem 3er, nach Gösting, dann mit dem Bus zum See. Und da gab es auch den Sessellift auf den Plabutsch. Anfang der 70er bin ich mit Schreibmaschine auf den Plabutsch geschwebt, um entspannt erste Zeitungsartikel zu schreiben. Bald könnte ich das mit Gondel und Laptop machen! Irgendwie cool, oder? GEPA Förderverträge für 75 Kultur-Initiativen Auch das Straßentheater La Strada ist unter den geförderten Kunst- und Kulturprojekten. geld. Von 2019 bis 2021 hat die Stadt jeweils 4,14 Millionen Euro Kulturfördermittel reserviert. 75 Projekte und Einrichtungen profitieren davon. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Um den Grazer Kulturprojekten und -einrichtungen Planungssicherheit zu geben, setzt die Stadt Graz schon seit langem auf mehrjährige Förderverträge. Jetzt ist es wieder so weit – die Förderperiode 2019 bis 2021 steht bevor. Der Gemeinderat wird kommende Woche auf Initiative von Finanzund Kulturstadtrat Günter Riegler jeweils 4,14 Millionen Euro pro Förderjahr (in Summe also 12,42 Millionen Euro) an Subventionen „zur mittelfristigen Finanzierung von Kultureinrichtungen“ beschließen. Insgesamt 75 Kunst- und Kultureinrichtungen kommen in den nächsten drei Jahren via Förder- T R E N D B A R O M E T E R Grazer im Rampenlicht 1. Heiko Vogel 103 Sein nicht ganz überraschender Rauswurf bei Sturm Graz brachte den deutschen Fußball-Coach diese Woche österreichweit in die Schlagzeilen. vereinbarung in den Genuss der städtischen Förderungen. Darunter sind auch viele bekannte Namen wie die Steirische Kulturveranstaltungen GmbH, die etwa für die styriarte verantwortlich zeichnet und von der Stadt bis 2021 mit jeweils 700.000 Euro pro Jahr gefördert wird. Immerhin noch 230.000 Euro jährlich gibt’s für die Kulturvermittlung Steiermark, mit 215.000 Euro wird das Filmfestival Diagonale unterstützt. 150.000 Euro bekommt indes das Straßentheater-Spektakel La Strada. Alle der 75 geförderten Einrichtungen mussten im Vorfeld allerdings diverse Unterlagen einreichen, in denen sie unter anderem ihre umgesetzten Programme der letzten Jahre sowie künftige Programme, Konzepte und Projekte darstellen und eine Berechnung Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam 2. Beate Hartinger-Klein, Sozialministerin 86 3. Franco Foda, Teamchef 59 4. Oliver Marach, Tennisspieler 52 5. Hermann Schützenhöfer, LH 34 Graz Tourismus ihrer Ein-und Ausgaben nachweisen mussten. Außerdem verlangte die Stadt von den Förderwerbern, im Rahmen ihrer künftigen Projekte und Programme auf „drängende Zukunftsthemen“ mit „Relevanz für den Lebensraum Graz“ einzugehen. Dazu zählen laut Vorgaben „das friedvolle Zusammenleben in Vielfalt und Diversität“, die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie die „Urbanisierung und die Bewältigung des Bevölkerungswachstums im urbanen Raum“. Nicht alle Kulturinitiativen konnten offenbar die Experten in den Fachbeiräten, die bei der Fördervergabe mitreden, überzeugen: Acht Projekteinreichungen fielen durch und müssen ohne Fördergelder auskommen. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 68 48), Robert Heschl (0664/80 66 66 897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Thomas Maier (0664/80 66 66 690) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 6666 490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Verena I. Seidl, MA | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 173.025 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2018). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

11. NOVEMBER 2018 www.grazer.at graz 7 Wirbel um die Heeresschau in Graz Soldaten weisen Kritik zurück reaktion. Nach der heftigen Kritik der Grünen an der für sie zu brutalen Leistungsschau des Bundesheeres am Nationalfeiertag (wir berichteten) melden sich nun die Verantwortlichen zu Wort. Von V. Leitold und T. Schweighofer redaktion@grazer.at Nach unserer Geschichte in der letzten Ausgabe gingen die Wogen hoch. Die Grünen überlegen eine Klage aufgrund der Leistungsschau des Bundesheeres, da ihnen die Gewaltdarstellungen insbesonders für Kinder als zu brutal erscheinen. Beim Bundesheer weist man die Kritik scharf zurück. „Wir wissen, dass die meisten unserer Besucher keine Waffennarren, sondern normale Familien sind“, erklärt Oberst Gerhard Schweiger. „Nicht nur deshalb haben wir bewusst vermieden, dass wir Gewalt verherrlichen wollen. Uns geht es vielmehr um die Botschaft ,Wir schützen Österreich!‘, die sich durch alle unsere Aussagen zur Leistungsschau zieht.“ Es gab Hinweise auf die Gefechtsvorführung in 50.000 verteilten Foldern, zudem wurde explizit dazu aufgerufen, auf Kinder und Tiere zu achten. „Uns ist kein einziger Zwischenfall jeglicher Art bei den beiden Durchgängen bekannt. Es liegen uns auch keine Beschwerden vor.“ Und auch Othmar Wohlkönig, Präsident der steirischen Unteroffiziersgesellschaft, meldete sich in einem offenen Brief an Grünen-Klubobmann Lambert Schönleitner zu Wort: „Es entspricht nun mal auch der Tatsache – leider gibt es auf der Welt sehr viele Beispiele davon –, dass Soldaten unter Einsatz ihres Lebens in Gefechtssituationen Waffengewalt anwenden müssen, um die Gefahr von unseren Mitmenschen abzuwenden. Genau diese Realität wurde mit einer anschaulichen und gut erklärten Vorfüh- rung am Burgring den zahlreichen Gästen nähergebracht.“ Heftig diskutiert haben auch unsere Leser – an die hundert Leserbriefe und Social-Media-Kommentare haben uns erreicht (siehe auch Seite 16). Auf www.grazer.at konnte außerdem abgestimmt werden: Waren die Gefechtsübungen des Bundesheeres am Nationalfeiertag Kindern zumutbar? 67 Prozent beantworteten diese Frage mit „Ja“. Dieses Bild von der Heeresschau am Nationalfeiertag sorgte für Aufregung. Oberst Gerhard Schweiger (kleines Bild) weist die Kritik zurück. STADT GRAZ/FISCHER, KK

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