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11. November 2018

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- Verkehrspolitiker einig: Wir brauchen einen Masterplan - Förderverträge für 75 Kultur-Initiativen - Wirbel um Heeresschau in Graz: Soldaten weisen Kritik zurück - Grazer Altstadt soll nur mehr mit Natursteinen gepflastert werden - Kein Geld für Hundewiesen: Hundeabgabe soll bleiben - Gestaltungsbeirat soll Bauprojekte in Graz, GU und Voitsberg prüfen - Polizeitritt-Video: Verfahren wurde eingestellt - Neues Projekt am Jakominiplatz: Dorotheum wird zum Hotel

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Beim Verkehr ist es wie beim Fußball – jeder weiß, wie es besser gehen würde.“ Verkehrslandesrat Anton Lang bei unserem Runden Tisch zum Thema Verkehr KK www.grazer.at 11. NOVEMBER 2018 „Wir brauchen einen Nagl und Eibinger-Miedl fördern die „Grazer Winterwelt“. Fischer Graz: Winterwelt Wirtschaftshit! ■■ Bereits seit 2005 ist der Karmeliterplatz in Graz Treffpunkt für Jung und Alt. Die „Grazer Winterwelt“, deren Eisfläche jetzt auf 1000 Quadratmeter erweitert wird, ist inmitten der City Besuchermagnet und hat ökonomischen Mehrwert für die gesamte Steiermark. Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Bürgermeister Siegfried Nagl gaben ein klares Bekenntnis, die Winterwelt weiter zu fördern. Video auf www.grazer.at Das VP-Frauenteam um Ministerin J. Bogner-Strauß (Mitte) övp frauen graz VP-Frauen mit neuer Initiative ■■ Am 12. November 1918 wurde in Österreich das Wahlrecht für Frauen eingeführt. Den 100. Jahrestag dieses Ereignisses nahmen am Freitag VP-Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß und die Grazer VP-Frauen um Gemeinderätin Sissi Potzinger und Nationalrätin Martina Kaufmann zum Anlass, die Initiative „Graz. Stark.Weiblich“ vorzustellen, mit der in den nächsten Monaten ein „modernes Zukunftsprogramm“ für „die Frauen in unserer Stadt“ erarbeitet werden soll. Wolfgang Malik, Viktor Larissegger, Elke Kahr, Anton Lang und Andreas Solymos (v. l.) beim Runden Tisch derGrazer Wofür brauchen Sie einen Masterplan? „Ich bräuchte einen guten Masterplan für mein bevorstehendes Auslandssemester in Mexiko.“ Ilena Zeller, 22, Studentin „Jeder braucht den Masterplan für sein Leben! Für Struktur im Leben, eine Ausbildung und Hobbys.“ Thorsten Schwarz, 28, Student „Ich hab ihn bereits: Ich möchte mir einen Bus kaufen und in der Pension durch die ganze Gegend fahren.“ Margit Ficzko, 51, selbstständig Blitzumfrage „Dass mein Sohn eine eigene Wohnung bekommt. Das ist momentan mein Masterplan.“ Kurt Schinko, 58, Holding Graz ? LACH ALLE FOTOS: DER GRAZER „Ich brauche einen Plan, wie ich eine Karriere und ein Familienleben einmal unter einen Hut bringen kann.“ Sarah Steiner, 19, Studentin

. ➜ 11. NOVEMBER 2018 www.grazer.at TOP GETTY, STUWO Millionen für mehr Fernwärme Um 12,6 Millionen Euro bauen Land und Stadt das Grazer Fernwärme-Hauptnetz aus – für eine bessere Luft in der Stadt. graz 5 Wieder blutiger Vorfall in der Karlau Erneute Gewalt im Knast: Ein Insasse wurde von einem Mithäftling mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Verkehrs-Masterplan!“ FLOP ➜ runder tisch. Die Spitzen der Grazer und der steirischen Verkehrspolitik sind sich einig: Es braucht dringend einen Masterplan! Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Verkehrs-Staus, Feinstaub, keine Parkplätze, mangelhaftes Öffi-Angebot, alternative Zukunftsvisionen und und und: Die Liste mit heißen Mobilitätsthemen ist lang. Prominenter hätte unser Runder Tisch im San Pietro kaum besetzt sein können: Verkehrs- Landesrat Anton Lang, Verkehrsstadträtin Elke Kahr, Holding-Vorstand Wolfgang Malik, WK-Regionalstellenleiter Viktor Larissegger und Mobility-LAB- Projektleiter Andreas Solymos diskutierten eindringlich über die aktuelle Verkehrs- und Mobilitätssituation in Graz und der Steiermark. Dabei wurde schnell eines ersichtlich: Es gibt auf allen Ebenen Pläne, Strategien und Konzepte, aber um die Verkehrsprobleme künftig lösen zu können, braucht es einen gemeinsamen Masterplan. In diesem Punkt waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig. Denn es muss bald gehandelt werden, sonst stoßen wir im Verkehr endgültig an unsere Grenzen. Öffi-Ausbau Das Grundproblem: Alle Prognosen gehen davon aus, dass der Individualverkehr in Graz in den nächsten Jahren immer weiter zunehmen wird, doch die Infrastruktur stößt schon jetzt an ihre Grenzen, und die öffentlichen Verkehrsmittel sind noch bei Weitem nicht so weit ausgebaut, um einen Umstieg vom Auto auf Bus oder Bim verkraften zu können. „Wenn morgen 20 Prozent der Autofahrer mit Öffis fahren würden, hätte das ein riesiges Chaos zur Folge“, erklärt Malik. So ist es kein Wunder, dass alle Verkehrsexperten dringend ei- nen Öffi-Ausbau anstreben, ohne aber den Individualverkehr zu vergessen. Das Land hat darum auch erstmals zum Bim-Ausbau in Graz 39 Millionen Euro dazugezahlt, wie Landesrat Lang betont. „Aber wir müssen auch den Fokus auf die Ein- und Auspendler legen und die Leute draußen abholen. Also in Gleisdorf oder Weiz zum Beispiel. Nur so können wir vom Individualverkehr wegkommen.“ Mini-U-Bahn und ÖV Verkehrsstadträtin Kahr hingegen will den Gehweg-Ausbau forcieren und den Mikro-ÖV in entlegene Gebiete übernehmen. „Gerade in den Außenbezirken gibt es viele Stellen, an denen die Situation für Fußgänger alles andere als ideal gelöst ist. Hier müssen wir dringend etwas machen.“ Andreas Solymos hingegen ist ein Befürworter neuer, kreativer Ideen und Lösungen. „In fünf bis zehn Jahren wird zum Beispiel Car-Sharing nicht aufzuhalten sein. Auch sogenannte Visionen wie die Murgondel oder die Mini-U-Bahn müssen geprüft werden, was wir ja auch tun.“ Hinsichtlich des Feinstaubs erhofft er sich bis 2030 eine komplette Öffi- Umstellung auf emissionsfreie Antriebe. Masterplan Dennoch müsse es ein Bekenntnis zu Autos in der Innenstadt geben, fordert WK-Regionalstellenobmann Larissegger. „Die Kunden brauchen den Individualverkehr, 40 Prozent von ihnen kommen aus dem Umland zum Einkaufen in die City. Zumindest über Tiefgaragen muss man nachdenken.“ Um all diese Konzepte unter einen Hut zu bringen, brauche es eben einen Masterplan. „Wir müssen wissen, wohin wir wollen“, fordert Larissegger. Dieser Plan wird wohl bald kommen. Lang will jetzt auf Basis des Runden Tisches eine Gruppe einrichten, die sich mit der Erstellung eines solchen dringend notwendigen Planes auseinandersetzen soll.

2021