7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 5 Monaten

11. Juni 2021

- Lend ist jetzt der farbenfrohste Grazer Bezirk - Schüler gestalteten Graffiti-Galerie - Hinterhofflohmarkt erstmals in ganz Graz - Weniger illegale Graffitis in Graz - Erstmals russisches Konsulat in der Steiermark - Architekturpreis für Premstättner Rathaus

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 11. JUNI 2021 Wirte werden bis Ende des Jahres nicht zur Kasse gebeten. STMK TOURISMUS Keine Gebühren für Gastgärten ■ Grazer und Gäste sollen das nun wieder erlaubte Gastgarten-Flair auskosten können. Zur Unterstützung soll die Gebührenbefreiung bis Ende des Jahres verlängert werden. „Wir wollen die Gastronomie vor allem im Freien unterstützen und ihr beim Comeback behilflich sein,“ erklärt KPÖ-Stadträtin Elke Kahr zum Antrag, der kommenden Donnerstag dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt wird. Lend ist jetzt der farbenfrohste Grazer Bezirk Bezirksvorsteher Wolfgang Krainer und Bakaliko-Chefin Evangelia Papanagiotou freuen sich über die sonnige Farbe. KK NEU. Der Lendplatz erlebt ab sofort ein gelbes Wunder. Die Mariahilferstraße wurde zur farbenfrohen Begegnungszone – die nicht allen gefällt. Und auch an das neue Verkehrskonezpt müssen sich die Autofahrer erst gewöhnen. Die Corona-Zahlen in Graz nahmen seit gestern weiter ab. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern zurückgegangen. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt mittlerweile bei 22,7 Fällen pro 100.000 Einwohnern (gestern waren es 25,8) – 18,6 in Graz- Umgebung. Der Steiermark- Durchschnitt beträgt 17,5. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Südoststeiermark mit 28,6 – das niedrigste Leoben und Liezen mit 5,0. Bisher sind 308 Menschen in Graz mit Corona gestorben, in GU 251. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Ende April wurde mit den Umsetzungsarbeiten für das neue Verkehrskonzept Lendplatz Süd gestartet, jetzt ist der Großteil abgeschlossen. In den letzten Tagen schreit sogar alles nach Veränderung: In der neuen Begegnungszone in der Mariahilferstraße wurde nämlich gelbe Farbe angebracht. Und die sorgt für erhitzte Gemüter im Bezirk. Während sich einige – wie etwa ansässige Gastronomen – über die Farbtupfer freuen, möchten sie die anderen – wie etwa Aktivistin Maria Reiner, die deshalb sogar einen offenen Brief an den Bürgermeister und Verkehrsstadträtin geschrieben hat – lieber gleich wieder abwaschen. Bezirksvorsteher Wolfgang Krainer ist im Großen und Ganzen positiv gestimmt: „Wir sind zufrieden, dass nach so vielen Jahren überhaupt etwas passiert ist! Ob das Gelb sein hat müssen, ist die Frage – mir persönlich hätte ja türkis auch gut gefallen“, lacht er, erklärt aber, dass die Signalfarbe auf der Straße natürlich bewusst aufgebracht wurde, um den Autofahrern zu signalisieren, dass sich etwas geändert hat und man hier aufpassen und besonders langsam (20 km/h) fahren müsse. „Die Farbe unterstreicht unsere Gegend. Jetzt sieht man wenigstens gleich auf den ersten Blick, dass wir ein jugendlicher und farbenfroher Bezirk sind!“ Möbel kommen noch Mit dem neuen Verkehrskonzept sind auch neue Gastgärten entstanden: etwa vor dem Bakaliko oder der Scherbe. Vor der ehemaligen St. Pauli Bar wird im August noch einer aufgestellt. Außerdem fehlen noch die geplanten Granittröge mit Beflanzungen und Sitzgelegenheiten – analog zu denen in der Schmiedgasse. Die sieben Bäume am Gehsteig wurden bereits gepflanzt. Ein Trinkbrunnen folgt ebenfalls. Autofahrer aufgepasst An die neue Verkehrsführung müssen sich die Grazer aber offensichtlich noch gewöhnen. „Vor dem Café Lend darf man von der Volksgartenstraße kommend jetzt nicht mehr rechts abbiegen. Viele fahren allerdings immer noch dort – jetzt halt halb am Gehsteig“, berichtet Bezirksvorsteher Krainer. Deshalb wünscht er sich auch eine auffälligere Beschilderung, zumindest in der Anfangsphase. Um den Marktplatz gibt es nun eine Einbahnführung im Uhrzeigersinn. Die Stockergasse wurde zur Fußgängerzone. Der Radverkehr wird auf der Westseite der Volksgartenstraße durchgebunden, abgesetzt vom Gehsteig gegen die Einbahn bzw. im Mischverkehr. Die Ökonomiegasse blieb wie gehabt, die bestehenden zwei Richtungsfahrstreifen bei der Ausfahrt auf den Lendkai wurden zu einem zusammengeführt, sodass der auch hier Radverkehr gegen die Einbahn geführt werden kann.

11. JUNI 2021 www.grazer.at graz 3 Schüler gestalten Graffiti-Galerie GUTE AKTION. Im Zuge eines therapeutischen Projektes durften Jugendliche am Grazer Römerweg selbst eine Graffiti-Galerie gestalten. Ermöglicht wurde die Aktion von Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at D ie Psychotherapeutin Sigrid Van Bossche arbeitet mit Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen. Sie hat etwa ein Graffiti-Projekt entwickelt und stieß bei der Suche nach einer entsprechenden Elke Kahr ermöglichte das Projekt und war selbst in der „Galerie“. KK Fläche bei KPÖ-Stadträtin Elke Kahr auf offene Ohren. Nach Abstimmung mit den ÖBB konnte die 2020 revitalisierte Fußgängerunterführung Römerweg in Gösting angeboten werden. Die Graffitis wurden in Rahmen angeordnet geplant, analog einer Galerie, auf jeder Seite der Unterführung fünf Bilder in der Größe von 1,5 x 1,5 Metern. Der Rahmen der Bilder, innerhalb welcher gesprayt wird, wurde vorgegeben. Inhalt des Bildes sollte laut Bossche ein Gefühlsausdruck sein, der den jeweiligen Künstler momentan beschäftigt. Die Idee hinter diesem Projekt war es, den neun Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren einen Platz innerhalb eines gesetzten Rahmens zu geben. Bossche: „Ausdruck von Gefühlen in Die Jugendlichen konnten ihrer Fantasie freien Lauf lassen und als Graffiti- Künstler ihr Kunstwerk selbst gestalten. Die Aktion hat Spaß gemacht. KK Form von einer gesprayten Botschaft. Gesprayte Botschaften als gerahmte Kunst.“ Stadträtin Kahr, die das Projekt und die Entstehung der Kunstwerke begleitet und finanziell unterstützt hat, ist vom Engagement der Jugendlichen und den kreativen Ergebnissen beeindruckt: „Ich würde mir wünschen, dass es da Folgeprojekte gibt und möchte dafür sorgen, dass es weitere ‚Ausstellungsflächen‘ im öffentlichen zur Verfügung gestellt werden.“ Auf Tour mit den GrazGuides UNTERWEGS. Von Juni bis Dezember bieten die GrazGuides wieder Stadtführungen zu unterschiedlichsten Themen an. Eine Einladung an alle, die Graz aus neuen Perspektiven entdecken möchten. Für alle Grazerinnen und Grazer, sowie andere interessierte Gäste, wartet im Sommer wieder ein abwechslungsreiches Programm an exklusiven Themenführungen. Die GrazGuides feiern ihr 60-jähriges Bestehen und 25 Jahre „Graz für Grazer“ mit einem besonderen Tour-Angebot. Von architektonischen Highlights über historische Erlebnisse bis zu genussvollen Weintouren: Auf den unterschiedlichen Stadtrundgängen findet sich Aktuelles wie das Sportjahr ebenso wie Rückblicke auf die letzten 60 Jahre und so manch Kurioses über Graz. Ob zu Fuß, mit dem Rad, oder mit dem Cabriobus: Die GrazGuides garantieren für Spannung, Aha- Erlebnisse und manch andere Überraschung Mit dem Rad geht es zum Beispiel am 17. Juni zum STEIER- MARK SCHAU(n): Bei einer Stadtrundfahrt zur Ausstellung des Landes erfährt man mehr über das grüne Herz Österreichs. Treffpunkt: 16 Uhr, Volkskundemuseum. Wer die pikantesten Seiten von Graz kennenlernen will, begibt sich auf die „50 Shades of Graz“-Tour (ab 18+) am 24. Juni. Treffpunkt: 18 Uhr, Hauptplatz. Die Anmeldungen zu den Touren ist unbedingt erforderlich. Alle Termine, Tickets und Infos zu den Sicherheitsbestimmungen unter www.grazguides.at. Neben den Führungen zu Fuß oder mit dem Rad geht es auch mit dem Cabriobus auf Erkundungstour quer durch die Stadt. GRAZ TOURISMUS/WERNER KRUG NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

2021