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11. August 2019

- Hochwasserschutz: So gehen 52 Grazer Bäche nicht mehr über - Resuitenrefektorium am Rosenhain: Jetzt muss Leben ins Geisterhaus kommen - 15 Securitys sorgen für Sicherheit am Hauptbahnhof - Klimaprotest auch in den Sommerferien - Grazer VIPs auf Urlaub

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graz 6 www.grazer.at www.grazer.at 11. 4. AUGUST AUGUST 2019 2019 K O M M E N T A R von Vojo Verena Radkovic Leitold ✏ vojo.radkovic@grazer.at verena.leitold@grazer.at Grazer Klimaschutz: Bäche sollen Jetzt ist in es ihren Zeit Betten für Taten bleiben D ie Stadt ie Bilder begrüßt von Bächen, die die Novellierung zu reißenden des Flüssen Raumordnungsgesetzes auf für Landesebene, Überschwemmungen die sich geworden sind und und derzeit Überflutungen in Begutachtung sorgen, sind befindet fast schon und im täglich Herbst in den TV-Nachrichten beschlossen werden zu sehen. soll. Die Gewitter Schließlich werden erlaubt heftiger, sie Starkregen Gemeinden, ist einen an der Versiegelungsgrad Graz zu definieren. ist mit der Und Mur Tagesordnung. und darauf den hat 52 Bächen man im – Gemeinderat ja dass schon Graz lange so viele gewartet hätten Sie gewusst, Bäche – der Beschluss hat, ich nicht des – eng neuen verbunden. räumlichen Die Leitbildes Gewässervielfalt vor war wenigen für die Wochen Stadt stets sogar Segen drohte und am fehlenden Fluch zugleich. Grünflächenfaktor zu traten scheitern. die Mur und erst Immer wieder recht Im Verkehrsressort die vielen Bäche und über im ihre Ufer. Straßenamt Bei manchmal möchte verheerendem auch Hochwasser für mehr Entsiegelung wurde viel man jetzt zerstört, sorgen. die Rasengittersteine Schäden waren und hoch. Ökodrain-Pflaster Spät, aber doch sollen ging die in Stadt Zukunft Graz forciert daran, werden Hochwasserschuthe Seite 8). zu verstärken. Das (sie- Ausbauprogramm Nun bleibt zu hoffen, (Seiten dass 4/5) zeigt es sich deutlich, bei diesem dass die Vorhaben große um mehr Defizite handelt zum als um Stadt hier Aufholen ein bloßes hatte. Lippenbekenntnis. einiger Und dass Rückhaltebecken die Stadt Graz, Die Notwendigkeit macht wenn klar, sie den dass Grad die nett der Versiegelung festlegen kleinen kann, Bäche das anzusehenden sich so tut, bei dass Hochwasser es mehr in ist als ein bösartige im wahrsten große Sinne Flüsse des verwandeltes Tropfen können. auf den heißen Wor- Stein. Es ist Dann schön, brauchen dass die wir meisten in Zukunft Grundstückseigentümer auch nicht wei-ater über Bächen die sofort Ausrufung bereit waren, eines den Abstriche Klimanotstandes ihren Gründen und damit hinzunehmen. über Worte diskutieren. Andere mussten werden auf langer diese Strecke Worte überzeugt nämlich Bald werden. schon bedeutungslos Es geht darum, sein. dass die Bäche Und zwar in ihren hoffentlich Betten bleiben, deshalb, auch weil wenn ihnen es bereits keinen Taten hundertprozentigeausgegangen, Hochwasserschutz und nicht, weil vor- gibt. die Wahlen vorbei sind. GEPA „Geisterhaus“: Jetzt „muss“ Leben rein WANDERTAG. Dass Gastro-Kunden und Wanderer bei der Schöckl-Talstation nicht Graz mehr muss gratis parken dürfen, sorgt für Aufregung. Der Grund: BELEBUNG. das Immer sogenannte mehr Menschen „Geisterhaus“, das ehemalige wollen auf den Grazer Hausberg. würden.“ Von Verena Leitold Jesuiten-Refektorium verena.leitold@grazer.at am Rosenhain, beleben. Bau­ Bis vor Kurzem durften genehmigung nicht nur endet Nutzer 2020. der Seilbahn, sondern auch Wanderer, die etwas bei der Von Schöckl-Talstation Vojo Radkovic konsumierten (von einer Flasche Mineral- vojo.radkovic@grazer.at Die wasser zum Mitnehmen Baurechtsgenehmigung, mehrgängigen die die Mittag- GBG bis zu einem essen), (Gebäude gratis parken und – Baumanagement GmbH) Gastronomie 2015 inklu- gab’s von der ansässigen nämlich sive Genehmigung ein Ausfahrtticket. des Bundesdenkmalamtes sich jetzt geändert erhalten hat, – und ist Das hat sorgt sozusagen natürlich „Goldes für wert“. Unmut Heute bei Wanderern würde man und eine Baugenehmigung Gratisnutzung für ein denkmalgeschütz- ist nicht im „Verpflegern“. „Die tes Gebäude mitten im Rosen- T R E N D B A R O M E T E R Grazer im Rampenlicht 1. Nestor El Maestro 119 63 Der Das Sturm-Trainer Geisterspiel gegen sorgte Haugesund Reihe und von damit Schlagzeilen. das Aus für eine In für der Sturms Europa-League Europa-League- ist er gescheitert, Qualifikations-Chancen aber jetzt geht es brachte mit Vollgas dem ins Trainer Steirer- viele Derby Medienberichte gegen Hartberg. ein. Schöckl freut sich über plus 34 Prozent hain-Wald kaum bekommen. Damals war der Plan, das 1654 errichtete Sommerrefektorium der Jesuiten wieder nutzbar Pachtvertrag zu machen und zugesichert“, der Grazer stellt Holding-Graz-Sprecher Universität zur Verfügung Gerald zu Zaczek-Pichler stellen. Gedacht klar. war Und an Seminarräume Grund, und warum eventuell man Woh- jetzt nennt den sozusagen nungen für die Gastprofessoren, Reißleine ziehen musste: so Günter „Es Hirner, sind einfach Geschäftsführer Besucher der GBG. geworden. Dann Die geschah Seil- zu vielbahn nichts. ist Die beliebt Baurechtsgenehmigung wir läuft müssen aber den 2020 Nutzern ab. Das wie nie zuvor und den heißt, Parkplatz jetzt muss auch sich bieten etwas können, was endlich der im die Ticket „Geister“ enthalten aus tun, und ihrer zugesichert Ruine treibt. ist.“ Konkret Hirner: gab „Abgesehen in den davon, letzten sechs dass man Jahren den ein Genehmigungstermin Von verlängern 160.000 Nutzern kann, ist ha- die Plus von 34 Prozent: Zahl ben wir mittlerweile die Liegenschaft auf 215.000 am gestiegen. Jänner 2018 an die Stadt Graz 1. zurückgegeben, Die Wanderer mitgezählt, und somit kann ist die Stadt neuer Eigentümer. Parker ärgert’s, aber: Es würde uns freuen, wenn wir hier als Baudienstleister einen Auftrag der Stadt Graz erhalten man Ob Schätzungen die Uni Graz vom zufolge Angebot noch des einmal Refektoriums 30 Prozent Gebrauch dazurechnen: machen 279.500 wird, Besucher ist noch sind unklar. es dann Am 1. jährlich Oktober – 5375 tritt der durchschnittlich neue Rektor Martin der Woche. Polaschek Wie viele sein dann Amt an. Er einem muss Wochenendtag entscheiden, ob im die Sommer am einziehen Berg sind, möchte. kann man sich Uni dort ungefähr Wenn vorstellen. nicht, wäre noch, so Hirner, An besonders die TU eine starken Alternative Tagen oder man bei Veranstaltungen überlegt eine völlig wird andere übrigens Nutzung. auch der Notparkplatz gegenüber Jedenfalls der soll Talstation das Gebäude geöffnet. Dieser ist werden zwar nicht und durch von revitalisiert außen einen Drehschranken dem ursprünglichen gesichert, Refektorium wird aber kontrolliert. gleichen. Autos sollen 3,50 keine Euro zufahren beträgt können. die Parkgebühr übrigens Hirner: für „Ursprünglich Nicht-Seil- Und Gastro? war bahnnutzer das Haus für den Labestation ganzen Tag. der Jesuiten!“ Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam 2. 2. Andreas Oliver Marach, Gabalier, Tennis-Star Volks-Rock-’n’-Roller 40111 3. 3. Hermann Arnold Schwarzenegger, Schützenhöfer, Landeshauptmann Schauspieler 2822 4. Christopher Hermann Schützenhöfer, Drexler, Landesrat Landeshauptmann 2722 5. 5. Siegfried Andreas Nagl, Gabalier, Bgm. Volks-Rock-’n’-Roller Graz 2520 KK derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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11. AUGUST 2019 www.grazer.at graz 7 15 Securitys sorgen für Sicherheit am Bahnhof TRAGISCH. Zwei Vorfälle, bei denen Fahrgäste vor den fahrenden Zug gestoßen wurden, sorgten in letzter Zeit für Entsetzen. Wir haben nachgefragt, wie es um die Sicherheit am Grazer Hauptbahnhof bestellt ist. Am Freitag ist es schon wieder passiert: Ein Passant schubste eine 17-Jährige in Brandenburg absichtlich auf die Bahngleise. Passiert ist dieses Mal glücklicherweise nichts. Anders als bei den Fällen in Frankfurt und Voerde vor wenigen Wochen, die tödlich endeten – etwa für einen achtjährigen Buben, der sich nicht mehr retten konnte. „Bei den ÖBB gab es bisher keinen Vorfall dieser Art“, schickte Pressesprecher Daniel Pinka voraus, als wir ihn nach der Sicherheit auf den Grazer Bahnhöfen fragten. Trotzdem wurden die Security-Streifen (stationäre in großen Bahnhöfen, mobile in kleineren) in den letzten Jahren nach und nach aufgestockt. „Am Hauptbahnhof sind es insgesamt 15 Securitys und fünf Mitarbeiter für Kundeninformation, die alles genau im Blick haben – dazu kommt ein Ein- satzkoordinator für die Steiermark.“ Außerdem gibt es in ganz Österreich eine flächendeckende Videoüberwachung mit knapp 7000 Kameras – mehr als in Deutschland, obwohl dort das weitaus größere Streckennetz betrieben wird. VENA Einen Vorfall wie die in Deutschland hat es in Österreich noch nie gegeben. Die ÖBB sorgen mit Securitys und Kameras an den Bahnsteigen dafür, dass das auch so bleibt. GETTY V O T I N G Soll das Pammerbad wieder öffnen? Ja oder Nein Vor mittlerweile 15 Jahren wurde das Freibad bei den Waltendorfer Ziegelteichen, das Pammerbad, stillgelegt. Zwei KPÖ-Gemeinderäte fordern jetzt, es zu revitalisieren. Wir haben unsere Leser nach ihrer Meinung dazu gefragt. Nein 3% Ja 97% Abgestimmt auf: www.grazer.at Quelle: Umfrage auf www.grazer.at

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