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11. August 2019

- Hochwasserschutz: So gehen 52 Grazer Bäche nicht mehr über - Resuitenrefektorium am Rosenhain: Jetzt muss Leben ins Geisterhaus kommen - 15 Securitys sorgen für Sicherheit am Hauptbahnhof - Klimaprotest auch in den Sommerferien - Grazer VIPs auf Urlaub

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graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Erfolgreiche Integration ist eine der großen Herausforderungen für die Stadt Graz.“ Caritas-Abteilungsleiterin für Asyl und Integration Bettina Schifko STADT GRAZ/ FISCHER www.grazer.at 11. AUGUST 2019 So gehen 52 Grazer Umweltlandesrat Anton Lang ist mit Maßnahmenpaket zufrieden. KK 109 Maßnahmen für Klimaschutz ■■ Die Landesregierung beschloss diese Woche den Aktionsplan 2019–2021 für die Klima- und Energiestrategie. 109 konkrete Maßnahmen sind darin festgelegt – etwa saisonale Wärmespeicher in Fernwärmenetze zu integrieren, Schulprojekte zu stärken und auszubauen, die Vorbereitung des Ausstiegs aus Feuerungsanlagen für fossile Brennstoffe, das Öffi-Angebot auszubauen und den Mikro-ÖV zu fördern. Landtagspräsidentin Gabriele Kolar prämiert Ehrenamtliche. KK Bewerbung zur Ehrenmedaille ■■ Der Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember ist auch für die Steiermark von großer Bedeutung. Seit 2017 wird an diesem Tag die „Ehrenmedaille des Landtages Steiermark“ jährlich an drei verdiente Persönlichkeiten verliehen. Jede ehrenamtlich tätige Person kann noch bis 1. Oktober über ein entsprechendes Formular auf der Homepage des Landtages Steiermark für die Medaille vorgeschlagen werden. Zum bestehenden Rückhaltebecken kommt in Weinitzen für den Grazer Schöcklbach ein zweites Becken. KK (2) derGrazer Was muss in Graz noch sicherer werden? „Der Verkehr. Ich finde, bauliche Abtrennungen zu Straßenbahnen wären teilweise gut.“ Artem Landiak, 29, Mönch „Fußgängerwege. In der Innenstadt wären mehr Grünflächen für die Gesundheit sehr förderlich.“ Jörg Großmann, 49, Reiseberater „Es sollte mehr auf Fußgänger achtgegeben und der Verkehr beruhigt werden.“ Astrid Di Bora, 29, Einrichtungsberaterin Blitzumfrage „Graz sollte vor allem sozial sicherer werden und bedürftigen Menschen mehr unter die Arme greifen.“ Paul George Kaddu, 18, Schüler ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Schön wären durchgängige Extraspuren für Radfahrer, wie es sie beispielsweise in Den Haag gibt.“ Marina Grill, 23, Sozialarbeiterin

11. AUGUST 2019 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP LPD STMK/GIMPEL, GETTY 90-köpfige Verbrechergruppe gestellt 3 Millionen Euro Schaden: Steirische Ermittler forschten ein Netzwerk aus, das Autos und Handys ergaunert und verkauft hatte. Viele Beschwerden bei Ferialjobs Mangelnde Anmeldung oder falsche Entlohnung: Die steirische Arbeiterkammer bekommt derzeit rund 30 Beschwerden pro Woche. FLOP ➜ Bäche nicht über! Kurz gefragt … HOCHWASSER. Jetzt wird es ernst. Die Defizite im Grazer Hochwasserschutz werden bis 2023 abgebaut, die 52 Grazer Bäche gehen dann nicht mehr über. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Das besonders verheerende Hochwasser am 21. August 2005 brachte auch das stets zitierte Fass zum Überlaufen. Der Schaden an Objekten nahm extreme Formen an, und unmittelbar nach dem Hochwasser 2005 war klar: Die Stadt muss etwas dagegen tun. Das „Sachprogramm Grazer Bäche“ wurde nach einer durchgeführten Studie ins Leben gerufen. Laut Abteilung für Grünraum und Gewässer soll das Hochwasserschutzprogramm die rund 7000 immer wieder von Hochwasser betroffenen Ob- jekte schützen, die ökologische Funktionsfähigkeit der 52 Grazer Bäche wieder herstellen, die Bäche als Naherholungsraum für die Bevölkerung erlebbar machen, das Kanalsystem der Stadt entlasten und die Bäche wieder stärker in das Bewusstsein der Grazer rücken. Man hat sich da viel vorgenommen, und bis 2023 sollen die Grazer Bächer hochwassersicher sein. Bei den nötigen Baumaßnahmen ist auch die an den Bächen lebende Bevölkerung gefordert. „Es kann schon vorkommen, dass der Besitzer eines alten Hauses schöne, liebgewonnene Gartenflächen für den Hochwasserschutz der (dem Bach) gegenüberliegenden Siedlung, die z. B. in den 90ern zu nahe an den Bach gebaut wurde, hergeben muss“, so Robert Wiener, Leiter der Abteilung Grünraum und Gewässer. Seit 2006 wurden 43 Millionen Euro für den Hochwasserschutz in Graz investiert. Finanziert wird das Programm Grazer Bäche von Bund, Land Steiermark und der Stadt Graz. Hochwasserschutz ■■Laufende bauliche Umsetzung: Rückhaltebecken Petersbach, fertig 2020 ■■Baustart noch 2019: Schöcklbach, Prohaskagasse bis Rotmoosweg ■■Bauprogramm ab 2020 bis 2023: Gabriachbach BA 3; Messendorferbach Rückhaltebecken; Thalerbach Adaptierung des bestehenden Beckens; Leonhardbach; Mariatrosterbach; Schöcklbach 4. Bauabschnitt (BA Rotmoosweg bis Stadtgrenze); Andritzbach (Weinzöttlstr., bis Andritzer Reichsstraße); Petersbach 4 BA; Schöcklbach Rückhaltebecken in Weinitzen; Thalerbach (Entlastungsstollen zur Mur); Mariatrosterbach 2. BA, Meranpark bis Kirchberg; Andritzbach 2. BA (Oberandritz bis Stadtgrenze); Ragnitzbach (Rückhaltebecken) ■■Bäche: Anzahl 52, Gewässerlänge 140 km im Stadtgebiet, 270 km Gesamtlänge ... Robert Wiener 1 Ist mit dem Bach-Ausbau die Hochwassergefahr für Graz gebannt? Wiener: Wesentliche Problemstellen an Grazer Bächen wurden behoben, vieles ist noch zu tun. 2 Wie schwierig war es, die Bach-Anrainer von den Maßahmen zu überzeugen? Wiener: Die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen erfordert eine gehörige Portion an Solidarität. Wenn man bedenkt, dass für den 4. Abschnitt am Schöcklbach ca. 700 Unterschriften eingeholt werden mussten, wird klar, dass es sich hier um eine Herkulesaufgabe handelt. 3 Was ist mit der Mur? Wie groß ist die Gefahr? Wiener: Die Mur ist relativ sicher. Einmal in 100 Jahren kommt es zur Überflutung.

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