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11. August 2019

- Hochwasserschutz: So gehen 52 Grazer Bäche nicht mehr über - Resuitenrefektorium am Rosenhain: Jetzt muss Leben ins Geisterhaus kommen - 15 Securitys sorgen für Sicherheit am Hauptbahnhof - Klimaprotest auch in den Sommerferien - Grazer VIPs auf Urlaub

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10 graz www.grazer.at 11. AUGUST 2019 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Verlogenes Gerede Ich kann dieses verlogene Getue und Gerede nicht mehr hören. Alles wettert gegen die bösen Autofahrer. Aber niemand wettert gegen die Containerschiffe und die radikale Abholzung der Regenwälder oder den immer stärker werdenden Flugverkehr. Nein, da sind die Politiker ganz leise, denn das würde ja kein Geld in die Kassen spülen. Besser die Bevölkerung in Panik versetzen, dann klappt das schon mit dem Griff ins Geldbörsel der Bevölkerung. Als ob Österreich als einziges Land weltweit an allem schuld ist. Wir Österreicher sind, denke ich, sehr umweltbewusst. Wenn keine Containerschiffe mehr fahren und der restliche Regenwald erhalten bleibt, könnten wir über Maßnahmen für uns reden. Renate Schenk, Graz * * * Auto als Wohnzimmer Zu den Berichten über das Grazer Autokino: Wenn ich an das Fahrradmeer bei einer La-Strada- Veranstaltung am Grazer Hauptplatz denke, macht mich der Vergleich sicher, dass eine Veranstaltung, die das Auto als Wohnzimmer wiederbeleben will, ziemlich zurückgewandt und keinesfalls modern ist. Ich will das Ganze ja nicht überbewerten, aber die Symbolik so einer Veranstaltung ist ziemlich von gestern. Johann Reiter, Graz * * * Wo ist Ordnungswache? Zum Bericht „Vogelschutzgebiet schützt Vögel nicht“: Die Unterschutzstellung ist verdienstvoll, aber noch lange nicht ausreichend. Vor allem der Andritzbach von der Mündung in die Mur aufwärts bis zur Andritzer Reichsstraße sollte einbezogen werden. Tatsächlich fallen das ÖWG (Öffentliches Wassergut) und das tatsächliche Bachbett an vielen Stellen auseinander. So kommt es, dass Teile des betonierten Radwegs zum ÖWG zählen. Andererseits geht die Grenze zwischen dem „Vogelschutzgebiet Weinzödl“ und dem nicht geschützten ÖWG mitten durch das Bachbett. Es gibt zwar eine Verordnungstafel mit Plan, in der Natur ist die Grenze dem Spaziergänger aber nicht nachvollziehbar. Dort ist auch die nette Wasseramsel als Wappentier des Naturschutzgebietes abgebildet. Wenn ausgerechnet dieser Vogel aus dem Vogelschutzgebiet vergrault wurde, so läuft etwas gewaltig schief! Dabei hat der Bürgermeister versprochen, eine Besucherlenkung samt Informationstafel und Beobachtungswarte einzurichten. Die Stadt Graz ist aufgefordert, entsprechende Maßnahmen zu treffen. Dazu gehört nicht zuletzt eine Erforschung und Bestandsaufnahme aller Tiergruppen, insbesonders des Makrozoobenthos in der Mur und des Fischbestands. Wirbellose Tiere wie Insekten und deren aquatische Larven sind unverzichtbare Eiweißkost. Ohne Eintagsfliegen im Juni verhungern die Jungvögel, da kann der Mensch mit großer Geste die Vöglein schützen, so viel er will! Wozu haben wir in Graz eigentlich eine Ordnungswache, wenn sie dort nicht vorkommt? Erwin Ganglbauer, Graz * * * Boden entsiegeln Zum Bericht „Grazer Parkplätze werden entsiegelt“ möchte ich noch eine Anregung geben. Es sollten auch die Parkplätze sämtlicher Supermärkte und Wohnsiedlungen entsiegelt werden. Das wäre auch dem Klima unserer Stadt förderlich, da so Hitzestaus vermieden werden können. Zusätzlich versickert Regenwasser, und Überschwemmungen werden so in Grenzen gehalten. Ruth Brezinsek, Graz * * * Einkauf tadellos Zum Bericht „So wird Grazer Platz kaiserlich“: Der Einkauf am Behelfsmarkt direkt vor der Oper funktioniert tadellos. Es ist eine Freude, durch die schön aufgestellten Standln zu flanieren und Gutes einzukaufen. Alexander Elisberger, Graz Klimaprotest ZUKUNFTSWEISEND. Entgegen Kritik von vielen Seiten engagieren sich auch im Sommer viele Grazer Jugendliche für „Fridays for Future“. Von Fabian Kleindienst redaktion@grazer.at J unge Menschen, die für ein klares Ziel eintreten, scheinen zu polarisieren. Erst kürzlich machte der Wiener Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier gegen die ‚Fridays for Future‘- Bewegung mobil. Die Kritik: Die Jugend sei zu angepasst, die Demonstrationen seien nur ein Spaß für reiche Kinder. Auf empirische Forschungsergebnisse stützte sich der Sozialwissenschaftler allerdings nicht. Eine Studie des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung zeigt vielmehr, dass die Jugendlichen durchaus auch selbst Verantwortung übernehmen wollen. In Österreich gaben über 60 Prozent an, den Klimawandel primär über die Veränderung der eigenen Lebensweise verhindern zu wollen. „Das steigende Bewusstsein junger Leute, dass die Erde unsere Lebensgrundlage ist, ist ein essenzieller Faktor für die Zukunft“, weiß Aktivist Alexander Ahamer von ‚Fridays for Future Graz‘. Neue Aktionen Nur ums Schuleschwänzen scheint es den Aktivisten nicht zu gehen, denn auch im Sommer wird demonstriert. Ahamer dazu: „Wir nützen die Zeit für die Planung von Aktionen, wie eines Benefizkonzerts am 13. September oder eines Klima- Poetry- Slams am 22. August.“

11. AUGUST 2019 www.grazer.at graz 11 auch im Sommer Die Grazer „Fridays for Future“-Bewegung bleibt auch im Sommer aktiv und plant einige Aktionen. PODESSER.NET

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