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10. Oktober 2021

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- Rückzieher der KPÖ: Holding wird nicht „verstadtlicht“ - Graz in Top30 der intelligentesten Städte der Welt - Mühlgang-Ufer ist einsturzgefährdet - Kuriose Absage an Bio-Hundesackerl - Geheime Schule in Graz entdeckt

36 viva graz

36 viva graz www.grazer.at 10. OKTOBER 2021 Tatsache ist, dass wir mit Covid leben lernen müssen.“ Primarius Herbert Wurzer, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin am LKH Graz II West, klärt über die Valentina Gartner 36 valentina.gartner@grazer.at aktuelle Lage auf und appelliert, sich impfen zu lassen. PSEINER Experte erklärt: „Ungeimpfte Primarius Herbert Wurzer, Vorstand der Inneren Medizin am LKH Graz II, klärt über die aktuelle Situation auf. PSEINER COVID-19. Kein einziger Coronapatient, der auf der Intensiv im LKH West liegt, ist geimpft. Primar fordert dringend zum Impfen auf. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Aktuell sind laut der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) in der Steiermark 30 Intensivbetten mit Coronapatienten belegt, 117 Patienten sind es auf der Normalstation (Stand Freitagfrüh, 8. Oktober). „Auf unserer Intensivstation 150 Grippe-Impfungen pro Tag SCHUTZ. Mit dem Herbst lauert auch die Grippewelle wieder auf uns. Seit Anfang der Woche wird im Gesundheitsamt der Stadt Graz wieder dagegen geimpft. Ein Engpass ist heuer ausgeschlossen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Aktuell dreht sich alles um die Corona-Impfung, aber es gibt auch noch andere Impfungen, auf die nicht vergessen werden sollte. Wie etwa jetzt die Grippe-Impfung. „Der empfohlene Zeitpunkt für die Grippe-Impfung ist Oktober und November, sie kann aber auch später verabreicht werden. Da sich das Grippevirus jedes Jahr verändert, sollte die Impfung jährlich vorgenommen werden. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und immunschwache Personen sollten sich gegen Grippe impfen lassen“, erklärt Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer. Ein Engpass zu Beginn der Grippesaison wie im vergange- nen Jahr ist ausgeschlossen. Das Land Steiermark und der Bund stellen ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Zusätzlich hat auch das Gesundheitsamt Impfstoff angekauft. Gratis für Kinder Für Erwachsene stehen heuer zwei Impfstoffe zur Verfügung: Der Impfstoff Vaxigrip Tetra wird bis zum 65. Lebensjahr verabreicht und kostet 17 Euro, und der Impfstoff Fluad Tetra wird ab dem vollendeten 65. Lebensjahr um 26 Euro verimpft. Für Kinder gibt es die Impfstoffe kostenlos. Vom sechsten bis zum 24. Lebensmonat wird der Grippe-Impfstoff Fluarix Tetra verimpft, vom 24. Lebensmonat bis zum vollendeten 15. Lebensjahr gibt es den Grippe-Impfstoff Fluenz Tetra nasal. „Die Impfaktion ist am 4. Oktober gut angelaufen. Derzeit impfen wir etwa 150 Personen pro Tag“, so Eva Winter, Leiterin des Gesundheitsamts der Stadt Graz. „Um einen geordneten Ablauf sicherzustellen, bitten wir darum, unter graz. at/grippeimpfaktion einen Termin zu vereinbaren.“ „Händehygiene, Abstand halten, Mund-Nasen- Schutz und das Meiden von Menschenansammlungen schützen vor Ansteckung“, appelliert abschließend das Gesundheitsamt.

10. OKTOBER 2021. www.grazer.at graz viva 37 ➜ IN GETTY (3) Trenchcoats Trenchcoats sind auch diesen Herbst wieder ein absolutes Must-have. Bis unter das Knie halten sie auch warm. Steppmäntel Dicke und schwere Steppmäntel bleiben diese Saison im Kleiderschrank. Man hält es lieber feminin. OUT ➜ sind häufig uninformiert“ liegen derzeit zwei Covid-Patienten. Wir haben drei Intensivbetten für Covid-Patienten zur Verfügung, davon sollte zumindest immer ein Bett freigehalten werden, um jemanden, der sich auf der Station verschlechtert, adäquat behandeln zu können“, klärt Primarius Herbert Wurzer, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin am LKH Graz II West, auf. Nur teilweise geimpft Erschreckend ist die Impfrate im KAGes-LKH Graz II Standort West unter den Covid-Patienten: Derzeit sind alle Patienten auf der Intensivstation ungeimpft! Vor allem in der Altersgruppe zwischen 40 und 65 besteht ein hoher Aufholbedarf, das merkt man an den vielen Erkrankten in diesem Alter mit oft schlimmem Verlauf, der ohne Impfung in Kauf genommen wurde. In der Steiermark gibt es derzeit nur zwei Geimpfte auf den Intensivstationen, der Großteil der derzeitigen Coronapatienten im Spital ist laut dem Experten nicht geimpft. „Es gibt unterschiedliche Gründe, warum sich jemand nicht impfen lässt. Ich habe vielfach gefragt: Da gibt es die grundsätzlichen Impfverweigerer, die nahezu beleidigt sind, wenn man sie fragt, warum sie nicht geimpft sind. Dann gibt es jene, die total verunsichert sind und Ängste gegenüber einer neuen Impfung haben. Außerdem gibt es diejenigen, die insbesondere durch die Diskussion über die AstraZeneca-Impfung erheblich verunsichert sind“, weiß Wurzer. Es geht aus den Gesprächen klar hervor, dass die Menschen, die keine Impfung haben, teils uninformiert sind. „Eine ganz große Gruppe, nämlich zwei Drittel der Patienten, sind Migranten, die nicht Deutsch sprechen. Diese lesen weder deutschsprachige Zeitungen noch schauen sie deutschsprachiges Fernsehen. Wir haben den Eindruck, dass diese Patienten bezüglich der Impfinformation großteils vergessen worden sind“, bedauert der Arzt. Im Auftrag des Landes Steiermark werden derzeit allerdings verstärkt fremdsprachige Covid-Impfinformationen an Schulen, in Arztpraxen und Ambulanzen aufgelegt. Zwei Wochen liegt ein Coronapatient durchschnittlich auf einer Intensivstation, meist sogar länger. Währenddessen sind viele intubiert und nicht ansprechbar. Laut dem Experten sind circa 50 Prozent der Erkrankten reumütig, weil sie sich nicht impfen haben lassen und unter den Symptomen der Erkrankung stark leiden. Ansteckung jetzt höher Durch die beginnende Heizperiode erwartet der Primarius eine Zunahme an Infektionen. Virale Infektionen werden durch trockene Luft leichter übertragen. „Es ist daher eindeutig sinnvoll, sich impfen zu lassen, sowohl für sich selbst als auch für das Umfeld. Auch die Auffrischung ist wichtig“, appelliert der Experte. G E S U N D H E I T SprechStunde valentina.gartner@grazer.at Forschung: Virus macht Hoffnung ■ Eine Nieren-Transplantation ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Ärzte können im Vorfeld nicht sagen, wie das Immunsystem von Patienten auf das fremde Organ reagiert. Ein neu entdecktes Virus könnte jetzt aber dabei helfen, die Behandlung von Transplantationspatienten zu verbessern. Wissenschaftler der Medizinischen Universität Graz sind an einem internationalen Forschungsprojekt mit großem Potenzial beteiligt. „Vorerst ist geplant, dass zwölf Patienten an der Med Uni Graz in die Studie eingeschlossen werden“, so Kathrin Eller von der klinischen Abteilung für Nephrologie der Med Uni Graz. Das Jugend Sinfonieorchester Zürich ist am Dienstag in Graz. Benefizkonzert für Hospizverein ■ Im Rahmen seiner Europatournee macht das Jugend Sinfonieorchester Zürich auch am Dienstag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr Station in Graz und gibt ein exklusives Konzert für den Hospizverein Steiermark. Unter dem Motto „Benefiz fürs Hospiz“ spielt das Ensemble Werke von Mozart und Brahms und hat mit einer Weltpremiere eine ganz besondere Überraschung im Gepäck. Der Eintritt ins Orpheum ist frei – freiwillige Spenden gehen zu 100 Prozent an den Hospizverein Steiermark! KK

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