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10. November 2021

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- Verein und Tierheim vor dem Aus - Neuer Grazer Stadtsenat: Ressorts stehen, Mitglieder fast - Grazer Dächer sanierungsbedürftig: Ausbau könnte neuen Wohnraum für 36.000 schaffen - Neuer Energielehrpfad GU-Süd

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4 graz www.grazer.at 10. NOVEMBER 2021 Grazer-Dächer sanierungsbedürftig: Ausbau könnte neuen Wohnraum für 36.000 Grazer schaffen Gerhard Schickhofer, Leiter des Instituts für Holzbau und Holztechnologie der TU und Wohnbaulandesrat Hans Seitinger zeigen die „Faltwerk“-Lösung. LEBENSRESSORT/STREIBL WICHTIG. Eine Studie der TU Graz zeigt, dass viele Dächer der Innenstadt sanierungsbedürftig sind. In Graz allein könnte man durch innovative Dachsanierungen Wohnraum für 36.000 Menschen schaffen. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Der Artikel in unserer Sonntagsausgabe, dass laut TU Graz acht von zehn Dachstühlen in der Grazer Innenstadt sanierungsbedürftig sind – und damit das Weltkulturerbe in Gefahr ist, sorgte für große Aufregung. Heute präsentierten Wohnbaulandesrat Hans Seitinger und Holzbau-Professor Gerhard Schickhofer Lösungsansätze – um einerseits das Weltkulturerbe zu erhalten und andererseits auch neuen Wohnraum zu schaffen. Wohnraum schaffen „Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die historische Dachlandschaft vor dem Verfall zu schützen. Nutzen wir die notwendigen Sanierungen um zusätzlichen Wohnraum sowie mehr Wohnqualität zu schaffen und Bodenverbrauch zu verhindern. Wenn wir nur die geeignetsten Dächer außerhalb der historischen Kernzone heranziehen, können wir bis zu 36.000 Menschen nachhaltige Wohnungen mit bester Infrastruktur bieten“, betonte Seitinger. Damit könne man den erwarteten zusätzlichen Wohnbedarf in Graz durch Bevölkerungswachstum für zwölf Jahre stillen - ohne neue Flächen verbauen zu müssen. Gleichzeitig, so Seitinger, sei es aber gerade in der Innenstadt wichtig, zu verdichten um das Zentrum so zu stärken. 45 historische Dachkonstruktionen wurden in der Studie der TU Graz untersucht, 82 Prozent der untersuchten Dachwerke hätten laut der Studie in den nächsten fünf Jahren Instandsetzungsbedarf. Schickhofer betonte daher heute, es sei „wünschenswert, den Bestand aller historischen Dachwerke lückenlos zu erfassen, um ein Gesamtbild vom Zustand der Altstadt-Dachlandschaft zu erhalten.“ Pilotprojekt Neben einer Erhebung des Bestands, hat man sich seitens der TU Graz auch mit möglichen Lösungen beschäftigt –so wurden die entsprechenden Blockstrukturen in einem ersten Schritt hinsichtlich ihres Potentials für eine Erweiterung untersucht. Dabei wurde auch die rechtliche Situation geprüft: Wenn die Kontur unverändert bleibt und die Gebäudehülle entsprechend ausgestaltet wird, steht der Nachverdichtung bei nicht erhaltenswerten Dachstühlen nichts entgegen. Damit würde auch das geschützte Erscheinungsbild der Grazer Altstadt erhalten bleiben. Ziel der Studie war es in weiterer Folge auch, konkrete Aufstockungsvarianten durch modulare Holzbausysteme zu untersuchen und so konkrete Möglichkeiten für die Schaffung von neuem Wohnraum anzubieten. Am geeignetsten erwies sich die „Faltwerk“-Lösung, ein Verdichtungskonzept durch vorgefertigte Holzelemente, bei dem die ursprüngliche Dachform beibehalten wird. Dadurch soll eine stützenfreie und flexible Gestaltung des Dachraumes in Form einer zweigeschossigen Nutzungsmöglichkeit ermöglicht werden. Die Lösung soll nun in einem Pilotprojekt passieren. Interessierte Besitzer können sich beim Institut für Holzbau und Holztechnologie der TU wenden. Das Land fördert Dachgeschossausbauten außerdem, um neuen Wohnraum zu schaffen. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer. at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Michelle Scheiber (0664/80 666 6642) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

10. NOVEMBER 2021 www.grazer.at graz 5 Neu: Energielehrpfad GU-Süd NACHHALTIG. Die Klima- und Energiemodellregion GU-Süd eröffnete gestern den über ein Jahr geplanten „Energielehrpfad GU-Süd“. Der kann abgewandert werden und geht über alle fünf Gemeinden. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Nach längeren Planungen wurde gestern Nachmittag der Energielehrpfad GU-Süd der Klima- und Energiemodellregion, zu der sich die Gemeinden Fernitz-Mellach, Gössendorf, Hart bei Graz, Hausmannstätten und Raaba-Grambach zusammengeschlossen haben, eröffnet. Der Pfad umfasst 42 Stationen, geht durch alle fünf Gemeinden und enthält neun Übersichtstafeln. Infos & Sammelpass Eröffnet wurde durch Fernitz- Mellachs Bürgermeister Robert Tulnik, der die Notwendigkeit einer Energiewende betonte. KEM- Managerin und Projektleiterin Claudia Rauner: „Die Ausarbeitung des Energielehrpfades habe ich mir ursprünglich so vorgestellt, dass sich das Team regelmäßig trifft und gemeinsam auf einer Karte eine Route mit Stationen reinkritzelt“. Stattdessen sei das Projekt nun während der Pandemie innerhalb eines Jahres umgesetzt worden. Künftig soll der Pfad zu Bewusstseinsbildung für bereits vorhandene nachhaltige Energieerzeugungsanlagen in der Region sowie zur Besucherlenkung und damit zur Eindämmung des Individualverkehrs beitragen. Dafür gibt es einen Infofolder, der einen Überblick über den Energielehrpfad GU-Süd bietet – und einen Sammelpass, als Anreiz, den Lehrpfad abzuwandern. Der kann dann in einen eigens gestalteten GU- Süd-Rucksack in der jeweiligen Wohnsitzgemeinde in der KEM eingetauscht werden. Künftig soll der Pfad noch um weitere Stationen wachsen, womöglich sogar bis nach Graz hinein. Einsatzleiter Berg- und Naturwacht Robert Kallinger sowie die Bürgermeister Jakob Frey, Robert Tulnik, Werner Kirchsteiger und Gerald Wonner (v.l.). HÖLLER CHRISTOPH STRASSER - ULTRARADSPORTLER GRAZER SPORTMONTAG #15 powered by CHRISTOPH STRASSER DER WEG IST WEITER ALS DAS ZIEL Wie man sich immer wieder motiviert und aus Rückschlägen stärker herausgeht Ein Multimedia Vortrag von Christoph Strasser 15. 11. 2021 | 19.00 UHR MERKUR CAMPUS Kostenlose Anmeldung unter book.venuzle.at/lets-go-graz/courses/72 Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Graz

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