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10. November 2019

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- An jedem dritten Unfall in Graz ist ein Radfahrer beteiligt - 60 Millionen Euro für Kinderbetreuung - Neues Studentenheim in spätbarocker Villa - Jesuiten-Refektorium: Noch geht es beim Geisterhaus ums Geld - Millionstes Buch in der Grazer Stadtbibliothek ausgeliehen - KAGes: 168 Anästhesisten im Einsatz - Neue Thai- & Beer-Bar bei der FH Joanneum - Junkerpräsentation 2019

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6 graz www.grazer.at 10. NOVEMBER 2019 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Radfahrer! Autos sind einfach stärker B ei aller Freude, dass immer mehr Menschen mit dem Rad fahren, vergessen viele, dass ein Auto immer noch stärker als ein Radler ist, und wenn es zu einer Kollision kommt, meist der Radfahrer im Krankenhaus liegt und nicht der Autofahrer. Es ist oft arg zu beobachten, wie unbedarft Radfahrer auf Kreuzungen zufahren, Autos links oder rechts überholen und gar nicht daran denken, dass sie, bis auf den Helm am Kopf, ihren Körper völlig ungeschützt der Unfallgefahr ausliefern. Erst jetzt am Montag übersah eine 50-jährige Autofahrerin eine 43-jährige Radfahrerin, und schon krachte es und endete mit schweren Verletzungen der gestürzten Radlerin. Wenn man in der Grazer City in der Albrechtgasse im Gastgarten eines Lokales sitzt, glaubt man, die Albrechtgasse ist bereits die erste Grazer Radautobahn. Links und rechts an Fußgängern vorbei zischen die Radler, als gäbe es kein Morgen. Auch die Schmiedgasse wird zur Rennstrecke, daran ändert auch die dort stationierte Polizeiinspektion nichts. Ein Umdenken ist angesagt, ein neues Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Es stimmt, die Verkehrsflächen sind ungerecht verteilt. Aber es wird besser und ähnlich wie E-Autos und E-Bikes gehört auch den Radfahrern und den Fußgängern die Zukunft. 60 Millionen für Kinder BETREUUNG. Im Stadtsenat wurden zusätzlich 562.000 Euro für die Kinderbetreuung freigegeben. Die Stadt glänzt mit exzellenter Versorgung. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Grazer im Rampenlicht 1. H. Schützenhöfer 201 Der gelungene Wahlkampf-Auftakt in der Grazer Stadthalle brachte dem Landeshauptmann etliche Schlagzeilen. Graz wächst rasant und damit auch die Anzahl der benötigten Kinderbetreuungsplätze. In dieser Woche wurden 562.000 Euro im Stadtsenat zur Förderung von privaten Kindergärten freigegeben. Insgesamt wird die Stadt im Jahr 2019 voraussichtlich beachtliche 60,8 Millionen nur für Kinderbetreuung ausgeben. Alleine im Herbst wurden elf Gruppen ins städtische Tarifmodell aufgenommen. „Im Vergleich mit anderen Landeshauptstädten liegen wir derzeit im Spitzenfeld“, berichtet der zuständige Stadtrat Kurt Hohensinner stolz. Allein seit 2014 wurden mehr als tausend Betreuungsplätze geschaffen. Insgesamt gibt es in Graz 108 Kinderkrippen mit 2675 Betreuungsplätzen. „Nimmt man die Tagesmütter und -väter dazu, sind es rund 3000 Betreuungsplätze.“ Im Kindergartenbereich sind es gar 7600 Plätze. Die aktuellen Versorgungsgrade liegen für 0- bis Dreijährige (Kinderkrippen inkl. Tagesmüttern/-vätern) bei 34,96 % und bei den Dreibis Sechsjährigen (Kindergärten Stadtrat Kurt Hohensinner (vorne) bei der Eröffnung des Kindergartens Vinzenzgasse. Der Ausbau der Betreuungsplätze wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. STADT GRAZO inklusive Tagesmüttern/-vätern) bei 94,11 %. Damit werden die Barcelona-Ziele (Krippe 33 %, Kindergarten 90 %) sogar übererfüllt. „Seit einigen Jahren können wir nun auch sicherstellen, dass wir allen Kindern, bei denen beide Elternteile berufstätig sind, auch einen Betreuungsplatz anbieten können. Mit unserem städtischen Tarifmodell haben wir ein großartiges System der Zusammenarbeit mit den privaten Trägern entwickelt, dadurch gelten für diese auch dieselben Regeln in Bezug auf Standards, Aufnahmen und Sozialstaffel.“ T R E N D B A R O M E T E R Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam 2. Mario Kunasek, FP-Landeschef 113 3 Arnold Schwarzenegger, Terminator 72 4. Franco Foda, ÖFB-Teamchef 60 5.Christopher Drexler, Valentino Lazaro jeweils 56 derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Svjetlana Wisiak (0664/80 666 6491), Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Thomas Maier (0664/80 666 6690), Egbert Triebl (0664/80 66 66 892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 174.566 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2019). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

10. NOVEMBER 2019 www.grazer.at graz 7 SP will von Haus aus mobil sein INITIATIVE. Die Roten möchten jetzt den Zugang zu Mobilität bei Bauvorhaben sichern. Wohnen und Verkehr sollen stärker zusammen gedacht werden. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Ziel muss sein, jedem Grazer für sein unmittelbares Wohnumfeld ein öffentliches und umweltfreundliches Mobilitätsangebot zu eröffnen – ähnlich wie bei Strom oder Wasser“, findet SP-Gemeinderätin Susanne Bauer. „Die Stadt muss Wohnen und Verkehr endlich gemeinsam denken: In Zukunft sollten Baubewilligung und Entwicklung von Verkehrslösungen Hand in Hand gehen.“ Um das zu erreichen, bringt sie in den kommenden Gemeinderat am 14. November eine Initiative unter dem Titel „Von Haus aus mobil sein“ ein. Das Paket umfasst im Wesentlichen drei Punkte: 1. Eine gesetzliche Grundlage soll geschaffen werden, um verbindliche Standards für den Zugang zum öf- fentlichen Verkehr einzuführen – etwa über die Raumordnung oder Flächenwidmung. 2. Die Stadt soll sich über Bebauungspläne und Baugenehmigungen zur Planung bzw. Errichtung einer Mobilitätsinfrastruktur bei Wohn- und Geschäftsbauten verpflichten. Und schließlich soll es 3. Richtlinien geben, wie genossenschaftliche als auch private Bauträger sich in Sachen Mobilität vor Baubeginn zu orientieren haben. „Der Fokus der Verkehrsplanung darf nicht nur auf dem höherrangigen Verkehrsnetz liegen, sondern auch auf kleinräumiger erdölfreier Mobilität“, so Bauer. C0 2 im Verkehr solle nicht über Verbote reduziert werden. Ziel müsse es vielmehr sein, eine Stadt zu entwickeln, in der das eigene Auto kaum oder gar nicht mehr benötigt wird. Sanfte Mobilität vor der Haustür: Über das Zusammenführen von Siedlungs- und Verkehrsplanung soll die Mobilität in Graz nachhaltiger gestaltet werden. GETTY

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