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10. November 2019

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- An jedem dritten Unfall in Graz ist ein Radfahrer beteiligt - 60 Millionen Euro für Kinderbetreuung - Neues Studentenheim in spätbarocker Villa - Jesuiten-Refektorium: Noch geht es beim Geisterhaus ums Geld - Millionstes Buch in der Grazer Stadtbibliothek ausgeliehen - KAGes: 168 Anästhesisten im Einsatz - Neue Thai- & Beer-Bar bei der FH Joanneum - Junkerpräsentation 2019

20 graz www.grazer.at

20 graz www.grazer.at 10. NOVEMBER 2019 Krainbucher, Brandstätter, Lechner und Dernoscheg (v. l.) KAISER 3148 Euro für das Kinderhospiz ■■ Schöne Geste der Organisatoren der zehnjährigen Jubiläumsfeier des Grazer Küchenund Wohnstudios Cookina mit den Geschäftsführern Bernhard Brandstätter und Werner Krainbucher. Durch den Verzicht auf Jubiläumsgeschenke sammelte man stattdessen die tolle Summe von 2448 Euro für das Kinderhospiz Sterntalerhof, die von Cookina zusätzlich mit 700 Euro aufgefettet wurde. Das Jubiläumsspektakel ließen sich rund 250 Gäste nicht entgehen, darunter auch WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und Neo-WKO-Vizepräsidentin Gabi Lechner. Friedhofs-Begleiter leisten Beistand Zu Allerheiligen machten sich wieder Tausende zu den Friedhöfen auf. Wem das Tragen von Friedhofs-Utensilien schwerfällt oder emotionale Unterstützung braucht, erfährt diese durch den Malteser-Begleitdienst, weiß Clemens Grill. GETTY, MALTESTER Making of: Fotoshooting in der Sporgasse mit Mayer und Lah. Intercoiffeur Mayer „Pretty Ballerina“ KK ■■ Pünktlich zur Ballsaison dreht Gerhard Mayer in Zusammenarbeit mit Top-Stylistin Joey Lah mit dem Trendlook Pretty Ballerina eine Pirouette. Als das Jungmodell Florentina Ladentrog zum ersten Mal den Flagshipstore in der Sporgasse betrat, war klar: Die steirische Nachwuchsballerina war wie geschaffen für ein Fotoshooting, das Mayer schon lange vorschwebte. Umgesetzt wurde die lang gehegte Idee gemeinsan mit Joey Lah und dem Fotografen Paul Stajan direkt in der Grazer Sporgasse. HILFE. In Graz wird es demnächst einen Friedhofs-Begleitdienst geben, der bei kleineren Arbeiten hilft und emotionalen Beistand gibt. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Die Zacken des Malteser- Symbols stehen auch für die menschlichen Leiden – eines davon ist jenes des Verlassenseins“, erklärt Clemens Grill, beim Malteser-Orden zuständig für den Bereich Steiermark, im Gespräch mit dem „Grazer“. Das Gefühl des Verlassenseins, so Grill, überkommt viele Menschen vor allem, wenn sie einen geliebten Menschen verlieren, im Extremfall durch dessen Tod. „Bei uns ist es üblich, den Verstorbenen dann auf dem Friedhof zu besuchen, um ihm zu gedenken, aber auch um vielleicht selbst Trost zu finden. Allerdings fällt es immer mehr Menschen, vor allem Älteren, aus gesundheitlichen Gründen körperlich schwer, auf den Friedhof zu gehen. Sei es durch die emotionale Belastung oder einfach auch, weil man Friedhofsutensilien zu tragen hat und nicht mehr allzu gut zu Fuß ist.“ Bestes Beispiel war das letzte Allerheiligen-Wochenende, bei dem es etwa galt, Gestecke zu den Gräbern zu tragen. Und: Auch Unsicherheit ist dieser Tage, wo es ab 17 Uhr quasi dunkel ist, eine Erschwernis. Einfach da sein Um emotionale und körperliche Belastungen etwas zu lindern, bieten die Malteser aktuell in Wien und Salzburg einen Friedhofs-Begleitdienst an. Und: Demnächst wird man diesen auch in Graz bzw. der Steiermark in Anspruch nehmen können. „Vor allem auf Graz wird unser Fokus liegen, da hier mit der meisten Nachfrage zu rechnen ist“, sagt Grill und erklärt das Prozedere: „Der Dienst ist kostenlos. Malteser-Mitglieder holen die Person bei sich daheim ab und begleiten sie zum Friedhof.“ Dort widmet man sich dann ganz der zu begleitenden Person. „Manche wollen gerne ein bisschen erzählen von ihrem Verstorbenen. Reden hilft ja immer in so belastenden Situationen. Wir sind aber einfach nur da und verweilen mit den Klienten eine Weile am Grab.“ Friedhofs-Arbeiten werden, wie eingangs erwähnt, ebenso miterledigt. „Wir helfen beim Gießen der Blumen und anderen kleineren Instandhaltungsdingen, die zu erledigen sind.“ Unterstützt werden jedoch, wie gesagt, nicht nur Senioren. „Auch für junge Menschen ist menschlicher Verlust oft schwer zu bewältigen. Auch sie können sich an uns wenden (Anm.: Tel. 0 664/11 88 180; www.friedhofsbegleitdienst.at).“ Man mache keinen Unterschied dabei, wer Hilfe braucht. Denn das Schicksal unterscheidet auch nicht nach Altersstrukturen.

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