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10. November 2019

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- An jedem dritten Unfall in Graz ist ein Radfahrer beteiligt - 60 Millionen Euro für Kinderbetreuung - Neues Studentenheim in spätbarocker Villa - Jesuiten-Refektorium: Noch geht es beim Geisterhaus ums Geld - Millionstes Buch in der Grazer Stadtbibliothek ausgeliehen - KAGes: 168 Anästhesisten im Einsatz - Neue Thai- & Beer-Bar bei der FH Joanneum - Junkerpräsentation 2019

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8 graz www.grazer.at 10. NOVEMBER 2019 Geisterhaus: Mehr Stockwerke als aktuell (Bild unten): So soll das bestehende Gebäude in der Brückenkopfgasse 3 bald aussehen. ÖKO-WOHNBAU SAW GMBH, GOOGLE MAPS Neues Studentenheim in spätbarocker Villa NEU. In der Brückenkopfgasse baut ÖKO Wohnbau für 42 Studierende eine ehemalige Villa aus. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Etwa 60.000 Studierende leben in Graz – jeder fünfte Einwohner der Stadt ist also ein Student. Allein von 2018 auf 2019 sind 20.600 Personen in die steirische Landeshauptstadt gezogen – viele von ihnen aufgrund des Universitätsangebots. Klar, dass darauf auch der Wohnungsmarkt reagieren muss. Sogenannte Mikro wohnungen und Studentenheime sind immer gefragter. Und da wird es bald wieder Nachschub geben: Die Firma ÖKO Wohnbau plant in der Brückenkopfgasse 3 ein neues Studentenwohnheim. 42 Studierende sollen darin leben. Die Wohnungsgrößen auf den insgesamt 1199 Quadratmetern sind unterschiedlich: von der Garconniere bis zur 4er-WG. Außerdem soll es gemeinsame Wohnküchen, Geschäftsflächen und Begegnungszonen sowie Fitness- und Waschräume geben. Aufstockung Das Bestandsgebäude – ein zweigeschoßiges spätbarockes Wohnhaus mit klassizistischer Fassadengliederung und sechs Dachhäuschen – wird dazu umfassend saniert und erweitert. Das neue Studentenheim soll nach Fertigstellung fünf Ebenen haben: ein aufgestocktes 3. Obergeschoß und ein Dachgeschoß kommen dazu. Das Objekt sollte planmäßig 2022 fertiggestellt und auch in Betrieb genommen werden. Der exakte Baubeginn steht noch nicht fest, da das Ganze über ein sogenanntes Bauherrenmodell finanziert wird, was bedeutet, dass zuerst alle Investoren zusammengeführt werden müssen und erst dann alle erforderlichen Maßnahmen behördenmäßig geregelt werden können. Alles in allem wird ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 4,6 Millionen Euro netto aufgebracht. COUNTDOWN. Das ehemalige Jesuiten-Refektorium am Rosenhain alias „Geisterhaus“ ist ganz knapp vor einem Neustart. Es geht noch ums Geld. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Noch können sich Spaziergänger am Rosenhain an diesem magischen Ort erfreuen. Aus dem ehemaligen Jesuiten-Refektorium ist eine vor sich hin bröckelnde Ruine geworden, die jeden Betrachter aber nach wie vor fasziniert. Man spricht vom „Geisterhaus“, das da malerisch in einem Waldstück am Rosenhain Abenteuer im Kopf entstehen lässt. Die Ruine gehört der Stadt und wird von der GBG verwal- Vorher und nachher: Die Bushaltestelle in der Rudersdorfer Straße wurde inzwischen asphaltiert und kann nun nicht mehr so leicht überschwemmt werden.KK (2) Endlich ist der Gehweg da ■■ Es war ein 2,5 Jahre langer Kampf, den Puntigams Bezirksvorsteher Helmuth Scheuch (ÖVP) ausgefochten hat. Experten rechnen in seinem Bezirk nämlich mit einem Bevölkerungsplus von 26,7 Prozent bis zum Jahr 2034. Allein: „Die Infrastruktur kann da nicht mithalten!“, klagte Scheuch sehr oft und sehr laut. Konkret ging es ihm vor allem um Gehsteige, die an manchen Orten viel zu schmal waren oder sogar tet. Neues Leben einhauchen will dem „Geisterhaus“ die Karl- Franzens-Universität. Peter Riedler, Vizerektor für Finanzen, Personal- und Standortentwicklung: „Wir haben großes Interesse am Gebäude und konkrete Vorstellungen, was wir dort tun werden. In der wunderschönen Umgebung lässt es sich gut forschen, vermutlich werden wir auch einen Zubau benötigen. Das Gebäude liegt in einem Naherholungsgebiet, da ist es klar, dass man etwa bei den Parkplätzen und Zufahrten Abstriche wird machen müssen. Das Jesuiten-Refektorium ist allein schon historisch gesehen interessant. Wir überlegen auch Teile des Projektes für neue Professoren zu nutzen. Allerdings ist das Ganze natürlich eine Investitionsentscheidung, die in universitären Gremien getroffen wird. Wir können natürlich das Gebäude nicht sanieren und neu ganz fehlten. Nicht mehr als 60 Zentimeter standen da oft zur Verfügung. Ein besonderes Sorgenkind: die Rudersdorfer Straße, in der das Lkw-Aufkommen aufgrund der ansässigen Betriebe besonders hoch ist. Jetzt ist es endlich geschafft: Die nicht befestigte Watzke-Bushaltestelle, die nach Regenfällen häufig überschwemmt und gar nicht nutzbar war, wurde neu asphaltiert.

10. NOVEMBER 2019 www.grazer.at graz 9 Noch ist der Preis zu heiß errichten und was ganz wichtig ist, wir würden als Mieter auftreten und von der Stadt Graz bzw. GBG marktübliche Mietpreise haben wollen.“ Genau daran spießt sich die Sache noch, wie der zuständige Kultur- und Finanzstadtrat Günter Riegler betont: „Bei einer Revitalisierung des Gebäudes muss darauf geachtet werden, dass das Grazer Budget und damit der Steuerzahler nicht zu sehr belastet wird. Wir sind auf einem guten Weg und in guten Verhandlungen. Die Universität will aber nur marktübliche Mietpreise bezahlen. Wir müssen uns das noch sehr genau ansehen.“ Derweilen können etwaige Geister im Haus weiter spuken und auf Renovierung hoffen. 1654 wurde das Sommerrefektorium der Jesuiten errichtet. Da kann man schon ein wenig auf den Beginn einer neuen Ära warten. Als Kinder haben viele Grazer in der Geisterhaus-Ruine gespielt. LUEF LIGHT

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