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10. März 2019

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- Neue Attraktion: Spektakuläre Lichtspiele im Schlossbergstollen - Keine Sitzung seit 2016: Grazer Naturschutzbeirat soll wieder arbeiten - Hochwasserschutz 2019 - Bürger sollen Ideen zur Luftverbesserung liefern - Wetzelsdorf: Kapelle wird jetzt zum Nachbarschaftszentrum - Die Josef-Huber-Gasse versinkt im Feinstaub - Faschingdienstag: Promis beim Faschingsumzug in Graz

viva Valentina Gartner

viva Valentina Gartner 30 valentina.gartner@grazer.at www.grazer.at 10. MÄRZ 2019 Vor allem in der Ernährungsmedizin herrscht noch der Diätenwahn vor.“ Mediziner Thomas Pieber rät gesunden Menschen statt zu Diäten lieber zu „zwei oder drei Fastentagen in der Woche“. CBMED Die Sieger beim Gries hat 29.700 Bewohner, viele davon Kinder. Doch derzeit gibt es im gesamten Bezirk keinen einzigen Kinderarzt mit Kassenvertrag. STADT GRAZ/FISCHER Das Land sieht keinen Ärzte-Mangel in Gries KASSENSTELLEN. Obwohl es nur wenige Ärzte im Bezirk gibt, beruhigt die Landespolitik. TOLL. 29 Projekte wurden beim heurigen Schulgesundheitspreis eingereicht. Die Gewinner werden am 20. März geehrt. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Gemeinsam haben Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer, das Gesundheitsamt und „der Grazer“ in den vergangenen Wochen und Monaten Schulen zur Teilnahme am Schulgesundheitspreis aufgerufen. Vergangene Woche endete die Bewerbungsfrist – schlussendlich machten sage und schreibe 24 Grazer Schulen mit und reichten insgesamt 29 Gesundheitsprojekte ein. Die Bandbreite der schulischen Gesundheitsprojekte reichte vom gesunden Naschgarten und Yoga in der Schule über Ausflüge bis hin zu langjährigen Projekten mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Bei vielen eingereichten Projekten spielen nicht nur Ernährung und individuelles Verhalten eine Rolle, es wird auch auf größere Strukturen bzw. deren Änderung abgezielt. Vielfach werden auch die sozialen Verhältnisse mit berücksichtigt ebenso wie die psychische Gesundheit und der Einfluss von negativen Faktoren wie etwa Lärm. Bemerkenswertes Detail: Viele Schulen holten sich Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl hatte in einer Anfrage an ÖVP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler die ungleiche Ärzte-Verteilung in den Grazer Stadtbezirken kritisiert – „der Grazer“ berichtete. Besonders betroffen ist Gries, wo es keinen einzigen Kinderarzt, weder mit noch ohne Kassenvertrag, gibt – obwohl der Bezirk den höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen in der gesamten Steiermark hat. Gries mit seinen fast 30.000 Einwohnern verfügt außerdem über nur zehn Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag – acht von ihnen werden in den nächsten fünf Jahren in Pension gehen müssen. Nun liegt dem „Grazer“ die Antwort des Landesrates auf die Krautwaschl-Anfrage vor – und Drexler sieht, im Gegensatz zu den Grünen, keinen Hand- lungsbedarf: Grundsätzlich seien nämlich die Sozialversicherung und die Ärztekammer für die Kassenstellen zuständig – und nach Auskunft der Sozialversicherung sei in Graz das Verhältnis von Einwohnern zu Allgemeinmedizinern mit einem Kassenvertrag seit jeher überdurchschnittlich hoch, so Drexler. Die Situation in Gries werde sich demnächst jedenfalls verbessern: Eine neue Primärversorgungsgruppenpraxis soll noch heuer im Frühjahr eröffnen, kündigt Drexler an. „Nicht abputzen“ Für Krautwaschl ist das zu wenig. Sie stellt klar: „Als Gesundheitslandesrat ist Drexler für den Gesundheitsbereich zuständig und kann sich nicht einfach so abputzen – vor allem wenn es um eine Gegend wie Gries geht, die bekanntlich ja auch am meisten unter der gesundheitsgefährdenden Feinstaubbelastung leidet.“ Renate Skledar (vorne Mitte) und ihr Team: Nach fast 23 Jahren als Patientenombudsfrau geht Skledar Ende Juli in den Ruhestand. STEIERMARK.AT/JANDERKA Ombuds-Job zu besetzen ■■ Seit 1996 vertritt Renate Skledar die Interessen steirischer Patienten und Pflegebedürftiger. Konflikte hat sie nur selten gemieden – Politiker, Spitalsbosse und Heimbetreiber können davon ein Liedchen singen. Am 31. Juli endet diese Ära – Skledar verabschiedet sich als Patienten- und Pflegeombudsfrau in den Ruhestand. Das Land Steiermark ist bereits auf der Suche nach einem Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin. Laut offizieller Stellenausschreibung ist ein abgeschlossenes Jus-Studium Voraussetzung für den Job, zudem sollten Bewerber mit den Grundlagen und Abläufen des Gesundheits- und Pflegesektors vertraut sein und praktische Erfahrung aus diesem Bereich mitbringen. Zum Aufgabengebiet der Ombudsstelle zählt die Vertretung der Rechte und Interessen von Patienten, Pflegeheimbewohnern und Pflegedienst-Klienten. Für die Tätigkeit gibt es – je nach Qualifikation – ein Mindestgehalt von 6364,40 Euro brutto im Monat. DAW

10. MÄRZ 2019 www.grazer.at viva 31 ➜ IN GETTY (2) Fasten Wer die Fastenzeit nutzt und Alkohol-, Fett- und Zuckerkonsum reduziert, tut seinem Körper etwas Gutes. Impfskepsis Neue Studie widerlegt altes Gerücht: Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln führt nicht zu Autismus. OUT ➜ Schulgesundheitspreis stehen fest für ihre Projekte Partnerorganisationen wie z. B. Styria vitalis, die GKK oder die Suchtpräventionsfachstelle Vivid an Bord. Durch die professionelle Begleitung erreichten einige Schulprojekte eine durchaus hohe Qualität. Eine Jury, in der unter anderen Stadtrat Krotzer und Gesundheitsamtsleiterin Eva Winter saßen, hat mittlerweile alle eingereichten Projekte begutachtet und die Gewinner der drei Hauptpreise (500 bis 1500 Euro Preisgeld) und des Anerkennungspreises (250 Euro) gekürt. Die Sieger werden aber noch nicht verraten – sie erfahren ihre Platzierung erst bei der großen Preisverleihung am 20. März um 10 Uhr im Rathaus. Dort darf dann auch gefeiert werden – natürlich mit einem gesunden Buffet. Aktion zu Endometriose ■■ Endometriose ist eine Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut, die normalerweise nur in der Gebärmutterhöhle vorkommt, auch außerhalb im Bauchraum befindet und dort zu entzündlichen Veränderungen und schlimmstenfalls zu Unfruchtbarkeit führt. Bis zu 300.000 Frauen in Österreich sind davon betroffen. Die Krankheit ist gut behandelbar, wenn sie früh erkannt wird. Allerdings dauert es im Schnitt sieben bis neun Jahre, bis eine Diagnose gestellt wird, da die Symptome der Erkrankung Von links: Gesundheitsamtsleiterin Eva Winter, Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer, Krotzer-Mitarbeiter Christopher Fröch und Julia Seyss-Inquart, Professorin an der KPH Graz, fungierten als Jury. STADT GRAZ unspezifisch sind (z. B. starke Regelschmerzen). Daher starten die Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck die Aktion „BEI“ („Bewusstsein für Endometriose und Infertilität“). Am 13. März steht Graz im Zeichen der Aktion: Von 10 bis 12 Uhr hält ein Infobus beim Med-Campus in der Neuen Stiftingtalstraße und von 12.30 bis 14.30 Uhr bei der Uni-Mensa am Sonnenfelsplatz. Um 19 Uhr findet zudem auf der LKH-Uniklinik für Frauenheilkunde eine Infoveranstaltung zu Unfruchtbarkeit und Endometriose statt. Starke Schmerzen bei der Menstruation können ein Hinweis auf eine Endometriose- Erkrankung sein. GETTY

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