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10. März 2019

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- Neue Attraktion: Spektakuläre Lichtspiele im Schlossbergstollen - Keine Sitzung seit 2016: Grazer Naturschutzbeirat soll wieder arbeiten - Hochwasserschutz 2019 - Bürger sollen Ideen zur Luftverbesserung liefern - Wetzelsdorf: Kapelle wird jetzt zum Nachbarschaftszentrum - Die Josef-Huber-Gasse versinkt im Feinstaub - Faschingdienstag: Promis beim Faschingsumzug in Graz

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10 graz www.grazer.at 10. MÄRZ 2019 Initiator Christian Kozina Betreiberin Tatjana Petrovic Belohnungen für private Stadtgärtner gehören zu den Vorschlägen zur Verbesserung der Luftqualität, die jetzt in einem Bürger-Konvent gesammelt werden. KK Bürger sollen Ideen zur Luftverbesserung liefern MITHELFEN. Beim zweiten Bürger-Konvent werden Vorschläge für eine sauberere Luft gesammelt. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Wie kann man die Luftqualität in Graz verbessern? Diese Frage stellen sich aktuell nicht nur Experten und Politik, sondern auch die Bürger. Die Luft ist nämlich Thema des zweiten Bürger-Konvents auf einer entsprechenden Plattform, die der Grazer Aktivbürger Christian Kozina ins Leben gerufen hat. „Gerade in einer Demokratie sollten wir die ,Intelligenz der vielen‘ nutzen. Dafür braucht es aber auch entsprechende Formate. Daraus ist dann die Idee entstanden, Konvente zu veranstalten“, erklärt er. In verschiedenen Phasen werden dabei Themen und Ideen erarbeitet – die Ergebnisse zu guter Letzt an die zuständigen Stadträte übergeben. Bis Ende des Monats kann man seine Vorschläge zur Luftreinhaltung in Graz jetzt unter www.konvente.at/graz einbringen. Einige Inputs zum Thema sind dort schon online: ➤ Gärtner forcieren: Jene, die ihre kleinen Gärten und Balkone begrünen, sollen Erleichterungen etwa bei der Miete bekommen. Jene, die diese Möglichkeit nicht haben, sollen sich in Einzel- und Stadtgärten betätigen können. ➤ Tempo 30 auf allen Straßen in Graz zur Reduktion des Stopand-Go-Verkehrs und damit der Luftbelastung. ➤ Die Einführung eines autofreien Tages (oder mehrerer) im Jahr als Versuch für die Akzeptanz und Verbesserung der Luftqualität und der sozialen Aufwertung der Innenstadt. ➤ Autos raus aus der Stadt. Ein Fahrverbot nach dem Vorbild von Madrid. ➤ Alle Bauten in der Hand von Stadt und Land sollen begrünt werden. Für Um- und Neubauten sollte es verpflichtend sein. ➤ Ausbau der Radwege ➤ Verbesserung der Ampelschaltung (zur Vermeidung von Stop-and-Go vor allem in der Nacht). ➤ Kontrolle des Lkw-Fahrverbotes für den Transitverkehr. ➤ Versiegelung stoppen. ➤ Schaffung von mehr Grünraum, Parks und Gärten. In der ehemaligen Kapelle zum Heiligen Josef in Wetzelsdorf soll sich bald die Nachbarschaft zum kulturellen Austausch treffen. KK Wetzelsdorf Kapelle wird jetzt zum Nachbarschaftszentrum NEU. In der Grottenhofstraße wird eine Ex-Kapelle zum nachbarschaftlich-kulturellen Begegnungsort. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die ehemalige Kapelle des Heiligen Josef in der Grottenhofstraße 5 in Wetzelsdorf im Julius-Raab- Lehrlingsheim stammt aus den 50er Jahren und steht unter Denkmalschutz. Jetzt soll das einstige Gotteshaus aber anders genutzt werden. Tatjana Petrovic, die ja durch das Lokal „Cuntra“, Bürgerinitiativen am Griesplatz und ihre Kandidatur bei der letzten Gemeinderatswahl bekannt ist, hat die Kapelle zusammen mit ihrer Familie gekauft: „Wir möchten daraus ein Nachbarschaftszentrum machen – einen Ort, an dem man zusammenkommt und bei diversen Veranstaltungen mitmachen oder auch eigene organisieren kann. Ein Ort zum Sportbetreiben, Tanzen, Spielen, Lernen, Feiern. Wo man sich mit Kultur, Kunst und Geschichten auseinandersetzen kann.“ Die Räumlichkeiten umfassen einen fast zweihundert Quadratmeter großen Veranstaltungsraum und einen 42 Quadratmeter großen Tagungsraum. In ihnen sollen vielfältige Zugänge zur Kultur geboten werden. Grundsätzlich gilt: Jeder kann sich beteiligen und mitmachen – egal auf welche Art und Weise. Junge Künstler und Talente sollen ebenso gefördert werden wie die Lebensqualität im Stadtteil durch ein wohnortnahes Kulturangebot. Der Arbeitstitel für das neue Nachbarschaftszentrum lautet „Haus Cuntra“. Unterstützt wird die Idee von der Kulturabteilung der Stadt Graz und dem Institut für Wohnbau. Erste Projekte Ein erstes Kennenlernen ist für den 27. April geplant. Mitte Mai fängt eine „Künstlerkolonie“ an, das Haus optisch entsprechend zu gestalten: Zwei Wochen werden fünf Künstler aus fünf verschiedenen Ländern die Kapelle von außen bemalen – auch hier kann sich jeder, der möchte, beteiligen. Erste Workshops und Veranstaltungen – etwa in Kooperation mit dem Institut für Wohnbau – sind in Planung.

10. MÄRZ 2019 www.grazer.at graz 11 Schulausbau: Chance lebt HOFFNUNG. Das Akademische Gymnasium könnte doch noch erweitert werden. Diese Woche gibt’s Schulgipfel. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Also doch: Diese Woche werden sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um eine Lösung für die Erweiterungswünsche des Grazer Akademischen Gymnasiums am Tummelplatz zu erarbeiten. Sah es zuletzt so aus, als ob es keine Chance für die traditionelle Grazer Schule geben würde, dass man die Schule erweitern und in ein benachbartes Haus der Stadt Graz einziehen könnte, ist jetzt wieder Licht am Ende des Tunnels. Der für Immobilien zuständige Hofrat Roman Koller sah keine Möglichkeit, da die Kosten zu hoch wären. Laut An- gebot sollte die Adaptierung des Gebäudes der Stadt am Tummelplatz 1,2 Millionen Euro ausmachen und die von der Stadt Graz verlangte Miete wäre monatlich mit 10.000 Euro zu budgetieren. Die Fronten schienen festgefahren zu sein. Jetzt kommt Bewegung in die Sache, und aus dem Büro der Bildungsdirektorin Das Grazer Akademische Gymnasium braucht dringend mehr Platz. Die Chancen dafür stehen jetzt wieder besser. KK Elisabeth Meixner ist zu hören, dass es noch in der kommenden Woche zum Gipfel mit allen Beteiligten kommen soll. Das heißt Bildungsdirektorin, Bürgermeister Siegfried Nagl, Finanzstadtrat Günter Riegler und Schulstadtrat Kurt Hohensinner sowie die Direktorin des Akademischen Hildegard Kribitz. Malik, Hohensinner und Rajakovics (v. l.) haben Spaß im Schnee. FISCHER Schneetage sind ein voller Erfolg ■■ Noch sind einige Schneetage bis Ende März zu absolvieren, aber schon jetzt kann die Aktion für alle Kinder der vierten Volksschulklassen („der Grazer“ berichtete) als voller Erfolg gewertet werden. 1600 Schüler und 160 Lehrer aus 29 Grazer Schulen haben teilgenommen. „Die Resonanz war gigantisch“, ist Sportstadtrat Kurt Hohensinner zufrieden, der die Kinder gemeinsam mit Holding-Vorstand Wolfgang Malik und Sportamtsleiter Thomas Rajakovics auch einmal begleitete (siehe Foto).

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