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10. Mai 2020

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- Grazer Gastronomen sind bereit: Das wird das Jahr der Schanigärten - Neues Wärmebild zeigt, wo in Graz „Feuer am Dach“ ist - 200 Jahre altes Biedermeier-Haus: Abriss einer Schlosserei - Hunderte Rehe in Gefahr: Jäger warnen vor wildernden Hunden - Lockerung der Corona-Maßnahmen auf Hundewiesen

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Wir wollen keine neue Normalität. Wir wollen die normale Normalität.“ Landesparteiobmann Mario Kunasek und die Freiheitlichen starteten eine „Allianz gegen den Corona-Wahnsinn“. WALLNER www.grazer.at 10. MAI 2020 Am Freitag startet Wir suchen Grazer, die sich besonders engagiert haben. GETTY Wir suchen den „Corona-Engel“ ■■ Ob die besonders herzliche Kindergartenpädagogin, der Nachbar, der für alle die Einkäufe erledigt, oder die Tante, die für alle Schutzmasken genäht hat: Gemeinsam mit Stadtrat Kurt Hohensinner suchen wir Menschen, die sich in der Corona-Zeit durch ihr Engagement besonders ausgezeichnet haben. Schicken Sie uns Ihren Vorschlag mit dem Betreff „Zusammenhalt“ an redaktion@grazer.at! LH-Vize Anton Lang (li.) & Landesrat Christopher Drexler STREIBL Schulden unter fünf Milliarden ■ ■ „Wir haben es im letzten Jahr nicht nur geschafft, keine neuen Schulden zu machen, sondern es ist uns auch gelungen, den Schuldenstand der Steiermark erstmalig abzubauen“, verkündete Finanzreferent Anton Lang in dieser Woche im Zuge der Landesbudget-Präsentation. Die Schulden betragen demnach 4,52 Milliarden Euro, der Maastricht-Saldo minus 64,1 Millionen Euro. Weitblick gibt’s im Schlossberg Restaurant bei den Grossauer-Widakovichs nicht nur aufgrund der einmaligen Aussicht, sondern jetzt auch aufgrund der Abstandregeln. Das Thema für die Hofsaison von Landhauskeller und Katze Katze ist diesen Sommer „Under Water“ – die Deko aus Seegras, Fischen und Korallen sowie eine bewegte Wandprojektion laden zum Abtauchen ein. Bereits beim Eingang werden die Gäste gezählt. „Am 15. Mai sind wir schon ausreserviert“, freut sich Betriebsleiter Alexander Knoll. Arsim Gjergji vom Eleven in der Kaiserfeldgasse hat seine Tische schon fertig hergerichtet. Am WC gibt’s ein kreatives System, um die Abstände zu sichern: Wenn besetzt ist, wird ein Zettel aufgeklebt, sodass niemand davor warten muss. Kulinarisch soll die Balkanschiene ausgebaut werden – Urlaub zuhause quasi. Angelo Urban eröffnet sein San Pietro mit neuem Gastgarten: Türkis-blaue Paletten und Palmen sorgen für italienisches Urlaubsfeeling in St. Peter. KK (6), MAJCAN Mehr Fotos auf www.grazer.at Der Gastgarten vom Schäffners am Tummelplatz ist sowieso einer der größten der Stadt. „Wir werden es den Gästen so gemütlich wie möglich machen“, versichert Bernhard Schäffner. Für ausreichend Abstand, Desinfektion und Hinweise ist natürlich gesorgt, wobei man immer noch auf etwas gesunden Hausverstand hofft. Kreativ! Im La Mur am Schlossbergplatz werden die Sicherheitsabstände mit Pflanzen und Kräutern markiert. Die Speisekarten gibt’s via Smartphone-App und QR-Code, damit sie niemand mehr angreifen muss. Auch gefüllte Picknickkörbe zum Mitnehmen werden von den Inhabern Michael Pendl und Gerald Hafner angeboten.

10. MAI 2020 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP Weiteres 45-Millionen-Hilfspaket Diese Woche wurde das zweite steirische Corona-Hilfspaket für Wirtschaft und Arbeitsmarkt präsentiert. Arbeitslosigkeit hat sich verdoppelt 63.000 Steirer sind aktuell arbeitslos, 6700 in Schulung. Zusätzlich befinden sich 180.000 in Corona-Kurzarbeit. FLOP ➜ der Mega-Gastrosommer ENDLICH. Die Grazer Gastronomen sind bereit für die Wiedereröffnung am 15. Mai. Einige Gastgärten wurden vergrößert, viele von ihnen werden uns heuer sogar länger als sonst bis in den Herbst/Winter erhalten bleiben. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at In der Sonne sitzen, einen Kaffee oder kühlen Spritzer trinken und dabei die Leute beobachten. Das gehört zum Grazer Flair unbedingt dazu – und ab kommendem Freitag ist es auch endlich wieder möglich! Am 15. Mai darf ja bekanntlich die Gastronomie wieder aufsperren und die Grazer Wirte scharren schon in den Startlöchern. „Die Stimmung ist positiv, alle freuen sich schon sehr. Vor allem Lokale mit Gastgarten werden sicher gleich voll florieren“, ist Klaus Friedl, Obmann der Sparte Gastronomie bei der steirischen Wirtschaftskammer, optimistisch. Und nicht nur der lange Verzicht und das momentan perfekte Wetter werden heuer für einen Gastgarten-Boom sorgen. Die Stadt Graz hat bis Ende des Jahres die Gebühren für die Schanigärten erlassen. Das und der Mindestabstand von einem Meter zwischen den Tischen sorgt für eine Ausbreitung. „14 Betriebe haben bereits um Vergrößerung – meistens um eine Tischreihe – angesucht. Die meisten befinden sich in Fußgängerzonen in der Innenstadt – etwa in der Sporgasse oder am Freiheitsplatz“, verrät der für die Genehmigungen zuständige Straßenamtsleiter Thomas Fischer. Dieser rechnet auch damit, dass für das letzte Quartal des Jahres noch einige Ansuchen eintrudeln werden. Die meisten Gastronomen haben ja aufgrund der unsicheren Wettersituation im Oktober, November und Dezember sonst nicht mehr bezahlt. Heuer, da ein Herbst/Winter-Gastgarten keine zusätzlichen Kosten verursachen würde, werden uns die Freiluft-Lokale wahrscheinlich länger erhalten bleiben. Nicht mehr aufzuholen Und das ist für die Gastronomen auch dringend notwendig. Nirgends kann laut Spartenobmann Friedl nämlich so günstig Umsatz gemacht werden wie im Gastgarten. Trotzdem: „Die zwei Monate werden wir heuer nicht mehr aufholen. Ich glaube nicht, dass es in diesem Jahr Betriebe gibt, die positiv bilanzieren.“ Ein besonderes Problem sieht er für viele Stehcafés und Beisln, die auf das derzeit nicht erlaubte Thekengeschäft angewiesen sind. Und: „Es braucht endlich eine klare Regelung und Planungssicherheit für die Nachtgastronomie und Veranstalter“, fordert Friedl. „Auch unzählige Kirchenwirte leben etwa davon, dass Hochzeiten, Taufen, Begräbnisse, Geburtstagsfeiern und sonstige Festivitäten stattfinden!“ Ihre Räumlichkeiten seien auf große Gesellschaften ausgelegt. Kurz gefragt … ... Klaus Friedl 1 Wie ist die Stimmung bei den Grazer Gastronomen? Friedl: Großteils positiv. Alle sind froh, dass sie endlich wieder aufsperren dürfen! 2 Schränken die neuen Maßnahmen sehr ein? Friedl: Eigentlich nicht. Hygiene ist sowieso Standard. Und den Meter Abstand zwischen den Tischen braucht der Kellner eh, um durchzukommen. Was sind die Sorgen? 3 Friedl: Ich glaube nicht, dass ein Betrieb heuer positiv bilanzieren können wird. Und die Nachtgastronomen und Veranstalter brauchen endlich fixe Regelungen!

2021