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10. Juni 2021

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- Platz für hundert Boote im neuen Stadtbootshaus - Jetzt bricht Nagl den Bürgermeister-Rekord - SozialCard: Unterstützung jetzt auch für Kleinkinder - Eisenbahnkreuzungen sollen jetzt sicherer werden

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12 graz www.grazer.at 10. JUNI 2021 ZIRKUS-POESIE. Mit dem Film „Ein Clown/Ein Leben“ wird nicht nur Bernhard Paul ein filmisches Denkmal gesetzt, der Film ist auch ein poesievolles Plädoyer für Zirkus. Der Film läuft im Diagonale-Wettbewerb. Gestern war Premiere. Zur Diagonale-Filmpremiere im Grazer Annenhofkino waren einige auch von weit angereist. Wie etwa die kultigen Clown Fulgenci Mestres, Eddy Neumann und Anatoli Akerman. Fast das gesamte Filmteam war im Annenhof. Darunter Regisseur und Drehbuchmitautor Harald Aue, Produzent Thomas Christian Eichtinger, der Nino aus Wien, der mit Ernst Molden eine wunderbare Musik für diese Hommage an den guten Zirkus geschrieben und gesungen hat. Nur Bernhard Paul selbst kam nicht, er blieb in Spanien. Unter den Premierenbesuchern war auch Stadträtin Judith Schwentner („Ich bin ein Riesen-Fan vom Circus Roncalli“). Nach der Filmpremiere, wo sich auch Mitwirkende und die Filmcrew einer von Judith Schafferhofer moderierten Diskussionsrunde stellten, gab es noch ein Premieren-Essen im neuen Mohrenwirt. Der Film selbst kam gut an. Vor allem immer wiederkehrende alte Filmschnipsel aus längst vergangenen Tagen, wo Bernhard Paul mehr Zirkus-Rock‘n‘Roller als Zirkusdirektor war. Die Gründergeschichte mit Andre Heller wird im Film ausgespart, dabei war der Beginn und der folgende Streit mit Heller ein wichtiger Punkt im Solokampf von Paul. Er wollte es den anderen zeigen, dass er den besten Zirkus machen kann. Der Circus Roncalli als Talenteschmiede für Clowns. Anatoli Akerman war etliche Jahre mit Bernhard Paul unterwegs und ist einer der Filmdarsteller KK Plädoyer für den Zirkus Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Bernhard Paul Es sind berührende Bilder, es gibt Interviews mit Lili Paul, die jüngere Tochter, die schon selbst ein Star ist, mit Tochter Vivian und Ehefrau Eliana Larible- Paul. Der rote Faden der sich durch den Film zieht, ist das gewünschte Comeback von Paul als Clown „Zippo“, der den Clownclassiker „Bienchen, Bienchen gib mir Honig“ wieder in die Manege bringen will. Zirkusfreunde werden den Film schätzen, Roncalli-Fans werden ihn lieben. Die einzige kritische Frage, die sich mir stellte, ist, ob die Doku nicht besser beim Fernsehen aufgehoben wäre, als im Kino. „Ein Clown/Ein Leben“, 11. Juni, 19. Uhr, Graz Kino KIZ Royal. Jonas Kaufmann ist auf den Kasematten einer der Opernstars. KK „Tosca“ in den Kasematten ■ Die Stille in den Schlossberg-Kasematten ist endgültig vorbei. Jetzt geht es wieder darum diese beliebte Open-Air- Bühne mit schönem, stimmigem Inhalt zu füllen. In einer Pressekonferenz wurde heute die Opern-Produktion „Tosca“ von Giacomo Puccini präsentiert und die kann mit großen Namen aufwarten. Der Münchner Star-Tenor Jonas Kaufmann wird bei „Tosca“ den Cavaradossi geben. Der Brite Sir Bryn Terf wird mit seinem Bassbariton als Scarpia glänzen. Und wer singt die Tosca? Die Star-Sopranistin Kristine Opolais aus Lettland übernimmt die weibliche Hauptrolle. Opolais war bereits Gast auf den Bühnen aller großen Opernhäuser, von der Wiener Staatsoper bis zur Met in New York, von der Mailänder Scala bis zur Royal Opera in London, um nur einige zu nennen. „Tosca“ ist eine Kooperation der Grazer Spielstätten mit der Oper Graz. Die Aufführungen finden am 22. und am 24. August jeweils um 19.30 Uhr statt. Karten sollte man sich sichern. Ernst Molden (links) hier mit Willi Resetarits, schrieb und produzierte gemeinsam mit dem Nino aus Wien die eindrucksvolle Filmmusik . KK Das ist das Filmplakat zur Zirkusdokumentation. Bernhard Paul ist am Bild zweigeteilt: Links der legendäre Clown Zippo, rechts der Zirkusdirektor. KK

10. JUNI 2021 www.grazer.at graz 13 Der Club Hybrid ist eröffnet URBANE NEBELZONE. Im südlichen Graz, wo sich Gewerbe, Industrie und Einfamilienhäuser treffen, wurde jetzt der „Club Hybrid“ eröffnet. V on 11. Juni bis 15. August ist der Demonstrativbau ein Ort des Experimentierens, des Aus- und Darstellens und des Diskurses. Mit wechselnden Gästen und täglichen Programmpunkten ist der Club Hybrid für zwei Monate Werkstatt und Bühne in einer urbanen „Nebelzone“. Wissenschaftliche, künstlerische und aktivistische Formate proben neue Arbeits- und Lebenspraktiken und diskutieren Aspekte der urbanen Teilhabe, Stadtentwicklung und Hybridität. Anstatt einer kurzlebigen Struktur, die nach Ende der Spielzeit rückgebaut wird, ist der Club Hybrid als benutzbarer Rohbau angelegt, der zu einem permanenten Stadtobjekt weiterentwickelt werden soll. Das Antizipieren künftiger Nutzungen, in einer Balance von Offenheit und Verbindlichkeit ist Teil des Konzepts und wird mit Interessierten seit Projektstart in realen und virtuellen Treffen debattiert und entwickelt. Für Idee und die Konzeption sind Heidi Pretterhofer und Michael Rieper verantwortlich. „Die Architektur, die wir bauen ist ein Hybrid, ein Zwischending, etwas Vermischtes“, so die Architekten . Die Spielwiese des Clubs ist rund 4000 Quadratmeter groß, mehr als 200 Quadratmeter davon sind witterungsgeschützt. 36 Stahlstützen tragen eine hybride Plattform aus Stahl und Holz, auf der ein halbes, zweigeschossiges Holzhaus mit 110 Quadratmetern Nutzfläche steht. In dem „unbeachteten Fleck“ in der Herrgottwiesgasse 155 bis 161, konstruiert der Club Hybrid einen Ort, der Der Club Hybrid ist ein offener Bau, in dem die Clubgäste Fragen des urbanen Lebens und Arbeitens in einer Stadt nachgehen können. KK täglich mit öffentlichen Bedürfnissen und städtischen Notwendigkeiten arbeitet und Fragen der Arbeit bzw. des Lebens in der Stadt und zur Stadtplanung nachgeht. Die Gäste des Clubs kommen aus den Bereichen Architektur und Urbanismus, Kunst und Politik, Wissenschaft und Unterhaltung. Ihr gemeinsamer Nenner ist die kritische Leidenschaft für urbane Befindlichkeiten jeglicher Art. Eine entgeltliche Kooperation mit der Stadt Graz (Kulturamt) HEUTE, 19 Uhr: LUV Graz vs. ASV Gösting sowie GSC Graz vs. ESK

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