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10. Juni 2018

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- Preise explodieren, Mieten doppelt so hoch wie in Wien: Hunderte Geschäfte in Graz stehen leer - Grazer Gemeindebau-Bericht 2017 - Oldtimer-Bim als Sommer-Attraktion - Straßenbahn-Haltestellen Kaiser-Josef-Platz und Reiterkaserne werden begrünt - Ab Herbst wachsen die Grazer Parkzonen - In Graz fallen täglich 15 Tonnen Plastikmüll pro Tag an - Südafrika: Zwei Grazer erobern das Wein-Kap - Neue Chefin in der ShoppingCity Seiersberg

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Preise explodieren Mutig ist auch jemand, der ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springt, g’scheit ist es aber sicher nicht.“ Für Verkehrslandesrat Anton Lang ist Feinstaubreduktion keine Frage des Muts, sondern der Verantwortung. LAND www.grazer.at 10. JUNI 2018 Geschäftsmieten sind Landesrat A. Lang und A. Jöbstl- Prattes (Steiermark-Card) LAND Gratis-Eintritt mit Öffi-Ticket ■■ Verkehrslandesrat Anton Lang ruft den 30. Juni zum „Freizeit-Öffi-Testtag“ aus. An diesem Tag kann man mit einem gültigen Freizeit-Ticket der Verbund-Linie sämtliche 141 Freizeitziele und Partnerbetriebe der Steiermark-Card gratis besuchen – von der Dachstein-Region bis ins Thermenland. Viele dieser Ausflugsziele „sind auch mit den Öffis sehr gut erreichbar“, so Steiermark-Card-Projektleiterin Andrea Jöbstl-Prattes. W. Malik, Bürgermeister S. Nagl und B. Muhr (v. l.) mit Testauto FISCHER Holding testet Hybrid-Auto ■■ Der Trend zu umweltfreundlichen Energien beschäftigt Stadt und Holding Graz seit Jahren. Ziel ist, auch im Öffi-Bereich Lösungen für emissionsfreien Verkehr zu finden. Daher beschäftigt sich die Holding mit alternativen Antriebstechnologien aus Strom und Wasserstoff. Nun konnten die Holding-Vorstände Wolfgang Malik und Barbara Muhr einen Toyota, der Hybrid- und Brennstoffzellen-Technologien verbindet, drei Tage lang testen. Leer stehende Geschäfte sind keine Seltenheit: 36,30 Euro pro Quadratmeter werden durchschnittlich an Miete verlangt. KK (2) derGrazer Und was ist Ihnen zu teuer? „Ich finde die Flugpreise definitiv zu teuer! Selbst das Billigste ist noch teuer genug.“ Dražen Plavšič, 24, Elektro-Produktion „Wenn man in Graz essen gehen möchte! Die Preise sind teilweise einfach viel zu hoch.“ Nina Fleck, 17, Schülerin „Die Treibstoffpreise sind einfach viel zu teuer! Benzin wird einfach kaum leistbar über die Jahre.“ Rainer Egger, 65, Pensionist Blitzumfrage „Leider ist das Reisen sehr teuer. Man möchte viel von der Welt sehen, es ist teilweise aber unleistbar.“ Elisabeth Hoedl, 44, Bürokauffrau ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Ich finde, Festivals sind zu teuer. Mit allem Drum und Dran zahlt es sich fast nicht aus, hinzugehen.“ Werner Steiner, 31, Lagerlogistiker

10. JUNI 2018 www.grazer.at eine wirkliche Belebung gelang nicht, neue Geschäfte siedelten sich kaum an, leere Shops dominieren das Straßenbild – ganze 26 an der Zahl sind es aktuell. „Die Straße wirkt für viele abgeschnitten, weil man nicht mehr überall mit dem Auto fahren kann“, sagt Larissegger. Das Konzept eines Neustarts sei gescheitert – wie auch in der Jakoministraße, wo derzeit neun Läden leer stehen. Vielleicht, so Larissegger, brauche Graz keine weiteren Einkaufsmeilen à la Herrengasse mehr: „Das muss man akzeptieren.“ Zwischennutzung Nicht akzeptieren aber will das die „Raumbasis“, die sich seit zwei Jahren für die Zwischennutzung von leer stehenden Geschäftsflächen einsetzt. In zwei Wochen findet sogar eine Konferenz unter dem Titel „Space Quest“ statt, die sich mit dem Thema beschäftigt. Der Talk am 21. Juni um 19 Uhr in der Volksgartenstraße ist für alle Interessierten offen. „Dass das Konzept der Zwischengraz 5 ➜ TOP FIFTEEN SECONDS, THINKSTOCK Graz als Festival-Hauptstadt Tausende Gäste aus aller Welt kamen diese Woche nach Graz – dank Events wie Fifteen Seconds und Styrian Startup Festival. Mehrere Volksschüler belästigt Eltern wurden jetzt informiert, dass mehrere Kinder auf dem Schulweg in St. Peter und Liebenau belästigt wurden. FLOP ➜ doppelt so teuer wie in Wien ARG. Die Mieten für Geschäftslokale in Graz werden immer teurer. Die Folge sind unzählige Leerstände und ganze Straßen als Sorgenkinder. Von Daniel Windisch und Verena Leitold redaktion@grazer.at Da musste selbst Immobilienbranchen-Chef Gerald Gollenz schlucken, als er diese Woche die aktuellen Preise am steirischen Immobilienmarkt präsentierte: Die Mieten für Geschäftslokale gehen in Graz durch die Decke. Seit dem Vorjahr gab es – auf ohnehin schon hohem Niveau – einen Preisanstieg von 10,33 Prozent auf mittlerweile 36,30 Euro pro Quadratmeter. Und das ist nur die Durchschnittsmiete – dass es noch teurer geht, belegt etwa eine aktuelle Anzeige für ein Geschäftslokal in der Sporgasse, das für saftige 40 Euro pro Quadratmeter zu haben ist. Übrigens: Selbst am sonst so teuren Pflaster Wien sind die durchschnitt- lichen Geschäftsmieten nur halb so hoch wie in Graz. Viele Leerstände Auf der einen Seite explodierende Mieten, auf der anderen Seite leerstehende Shops: Wer durch Graz schlendert, wird viele verwaiste Geschäfte entdecken. Viktor Larissegger, Regionalstellenleiter der Wirtschaftskammer Graz, zeigt sich „sehr überrascht“ von den enormen Mietsteigerungen. „Das ist unerfreulich für die Klein- und Mittelbetriebe, wenn wir so hohe Steigerungen haben“, so Larissegger. Er erwartet, dass sich damit der Trend noch verstärkt, dass Shops in besseren Lagen nur noch von finanzkräftigen Ketten gemietet werden – für kleine „Einzelkämpfer“ ist das schlicht nicht mehr leistbar. Der Leerstand in Graz ist seit Jahren ein konstantes Phänomen. Aktuell weniger rund um die Herrengasse, vielmehr sind es bekannte „Sorgenkinder“ wie die Annenstraße – sie wurde mit großem Aufwand und viel Geld neu gestaltet, doch Viktor Larissegger nutzung für Start-ups, Künstler oder gemeinnützige Projekte sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Sie bekommen einen Raum für begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt und bezahlen dafür nur eine Aufwandsentschädigung und Betriebskosten“, erklärt Lisa Ecker-Eckhofen von der „Raumbasis“. „Die Eigentümer haben da manchmal eher Bedenken. Dabei hat das Konzept auch große Vorteile für sie. Nicht nur, dass die mietfreie Zeit zumindest mit einem kleinen finanziellen Anteil überbrückt wird, das Gebäude wird auch wieder extrem aufgewertet, wenn frischer Wind reinkommt. Außerdem kümmern sich die Nutzer darum, Vandalismus kann so vermieden werden.“ Die „Raumbasis“ vermittelt Leerstände und bietet Raumsuchenden Musterverträge und Kontakte zu Eigentümern. Untätig ist aber auch die Wirtschaft nicht. Laut Larissegger arbeite man derzeit mit der Stadt an einem Neustart der Geschäftslokal-Vermittlungsplattform freielokale-graz. at. Diese soll Interessenten künftig auch Infos über das Umfeld der jeweiligen Shops (Öffis, Parkplätze, andere Läden) liefern.

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