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10. Juni 2018

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- Preise explodieren, Mieten doppelt so hoch wie in Wien: Hunderte Geschäfte in Graz stehen leer - Grazer Gemeindebau-Bericht 2017 - Oldtimer-Bim als Sommer-Attraktion - Straßenbahn-Haltestellen Kaiser-Josef-Platz und Reiterkaserne werden begrünt - Ab Herbst wachsen die Grazer Parkzonen - In Graz fallen täglich 15 Tonnen Plastikmüll pro Tag an - Südafrika: Zwei Grazer erobern das Wein-Kap - Neue Chefin in der ShoppingCity Seiersberg

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viva 34 redaktion@grazer.at & 0 316 / 23 21 10 www.grazer.at 10. JUNI 2018 Wer hätte das gedacht? Steirer wollen Niederösterreichern nacheifern.“ Gesundheitslandesrat Christopher Drexler zum neuen „Gesundheitstelefon“, dessen Konzept ursprünglich aus Niederösterreich stammt. PACHERNEGG GKK-Reform regt auf Über die Zukunft der steirischen Gebietskrankenkasse (hier die Zentrale in Graz) gibt es derzeit heiße Debatten. Diabetes-Projekt läuft ■■ Im Mai ist das EU-Forschungsprojekt Hypo-RESOLVE gestartet. Im Rahmen des mit knapp 27 Millionen Euro dotierten Projekts sollen die Zusammenhänge zwischen Diabetes und Hypoglykämie, umgangssprachlich als „Unterzuckerung“ bezeichnet, erforscht werden. Die Med-Uni Graz ist mit einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Thomas Pieber an Hypo-RESOLVE beteiligt. In Europa leiden rund 60 Millionen Menschen an Diabetes. Oftmals kommt es durch die Erkrankung zu Komplikationen. Eine davon ist die Hypoglykämie, die Typ-1- und Typ-2-Diabetiker betreffen kann. Dies ist ein gefährliches Absinken des Blutzuckerspiegels. Die Symptome reichen von Schweißausbrüchen bis zum Koma, unbehandelt kann es schlimmstenfalls tödlich enden. Von den Erkenntnissen des auf vier Jahre ausgelegten Forschungsprojekts Hypo-RE- SOLVE sollen letztlich Ärzte, Patienten, Industrie und Gesundheitsbehörden profitieren. Der Grazer Diabetes-Experte Thomas Pieber arbeitet mit seinem Team am Forschungsprojekt mit. CBMED Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer und Schuldirektorin Brigitte Eder mit Schülerinnen und Schülern der Volksschule Neufeld STADT GRAZ Schule gründet Verein ■■ Gemeinsam haben das städtische Gesundheitsamt, Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer und „der Grazer“ heuer den Schulgesundheitspreis vergeben. Damit sollen verschiedenste Initiativen und Projekte an den Grazer Schulen vor den Vorhang geholt werden, mit denen die Gesundheit der Schüler gefördert wird. Eine der mit dem Gesundheitspreis ausgezeichneten Schulen ist die Volksschule Neufeld – sie gewann mit dem Projekt „Fit zu Fuß“, bei dem Schüler und Eltern LUEF motiviert wurden, den Schulweg zu Fuß zu absolvieren. Die VS Neufeld hat das Preisgeld jetzt dafür genutzt, einen neuen Sportverein aus der Taufe zu heben. Der SSV Neufeld wurde am Freitag im Rahmen eines Sportfests Vertretern der Stadt Graz, des Landesschulrats Steiermark sowie den Eltern und Kindern der Schule präsentiert. Offiziell starten wird der neue Schulsportverein im kommenden Herbst – „mit einem vielfältigen Programm“, wie Schuldirektorin Brigitte Eder ankündigt.

10. JUNI 2018 www.grazer.at viva 35 ➜ IN THINKSTOCK (2) Viel Wasser trinken Angesichts des sommerlich-schwülen Wetters gilt: Viel trinken! Am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Viel Alkohol trinken Bei Sommerhitze, die Körper und Kreislauf ohnehin belastet, sollte auf (zu viel) Alkohol verzichtet werden. OUT ➜ REFORM. Die Bundesregierung will das heimische Sozialversicherungssystem von 21 auf fünf Kassen zusammenschrumpfen. Seit die Pläne auf dem Tisch liegen, gehen die Wogen auch im Steirerland hoch. Die von der Bundesregierung geplante Zusammenlegung der Krankenkassen schlägt weiter hohe Wellen. Am Montag protestierten die Beschäftigten der steirischen GKK in Graz mit einer Betriebsversammlung gegen die Fusion, die aus 21 nur noch fünf Sozialversicherungsträger macht. Laut dem GKK-Betriebsrat um dessen Chef Gerald Haßler war es Ziel der Betriebsversammlung, die Mitarbeiter über die Regierungspläne zu informieren. Weitere Maßnahmen bis hin zum Streik will man nicht ausschließen, sollte die Reform ohne Mitsprache von Arbeitnehmervertretern durchgezogen werden. Pro und Kontra Um die Kassenfusion ging es auch Neue Notfall-Hotline ■■ Gesundheitsexperten, Ärzte und Politiker trafen sich am Mittwoch bei der 13. Steirischen Gesundheitskonferenz in Graz. Dort wurden auch neue Vorhaben für die Gesundheitsversorgung der Steirer präsentiert. So werden die Bereitschaftsdienste von Ärzten an Wochenenden und in der Nacht neu geregelt. Statt bisher 92 steirischen Sprengeln gibt es künftig 24, in denen zwischen 18 und 24 Uhr an Werktagen mindestens ein Mediziner Bereitschaftsdienst hat, beim jüngsten „DiensTalk“ in der Steirer-VP-Zentrale am Karmeliterplatz. Seit die Reformpläne auf dem Tisch liegen, „wird natürlich eifrig darüber diskutiert. Während die eine Seite meint, das sei jetzt die größte Reform, die längst überfällig gewesen ist, sagt die andere, das funktioniert ganz sicher nicht“, leitete VP-Geschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg die Debatte mit der früheren steirischen GKK-Obfrau und jetzigen SP-Nationalratsabgeordneten Verena Nussbaum sowie dem Gesundheitsökonomen Ernest Pichlbauer ein. Nussbaum sprach sich klar gegen die Kassenfusion aus – weil es sich hier „um eine reine Verwaltungsstrukturreform und nicht um eine Gesundheitsreform“ handle, bei der die Arbeitnehmer „an die während zwischen Mitternacht und 7 Uhr früh die Rettung bereitsteht. An Wochenenden und Feiertagen gibt es einen durchgehenden Schicht-Bereitschaftsdienst der Ärzte. Ebenfalls neu: das Gesundheitstelefon. Diese Hotline (Rufnummer: 1450) nach niederösterreichischem Vorbild soll ab 2019 rund um die Uhr erreichbar sein und Auskunft darüber erteilen, wie dringlich ein Krankheitsfall ist und wie weiter vorgegangen werden sollte. Moderator G. Gross, Patientenombudsfrau R. Skledar, Ärztekammer-Präsident H. Linder, C. Chwojka (Notruf Niederösterreich), Landtagsabgeordneter O. Wieser, STGKK-Obmann J. Harb und Gesundheitslandesrat C. Drexler (v. l.) GESUNDHEITSFONDS/HUTTER Wand gedrängt werden“. Die Ex- GKK-Chefin zweifelte auch an den von der Regierung genannten Einsparungen von einer Milliarde Euro und ortete eine „Mogelpackung“, mit der „man noch mehr Verwaltung braucht und das System noch träger wird als bisher“. Ganz anders beurteilte Pichlbauer die Reform. Durch die Fusion der Gebietskrankenkassen zu einer größeren Einheit werde vieles leichter zu Medizin: Fortschritt im Fokus ■■ Der Fortschritt in der Medizin, aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, war am Mittwoch an der Karl-Franzens-Uni Thema einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion. Karlheinz Tscheliessnigg, Vorstandschef der Spitalsgesellschaft KAGes, debattierte mit dem Kinderfacharzt Reinhold Kerbl, dem Gesundheitsökonomen Thomas Czypionka und dem Juristen Karl Stöger über Chancen und Risiken neuer Therapiemöglichkeiten sowie damit verbundenen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen. „DiensTalk“- Moderator M. Fleischhacker, E. Pichlbauer, V. Nussbaum und D. Eisel- Eiselsberg (v. links) STVP/FISCHER handhaben sein: „Wir haben dann österreichweit einen Katalog, der mit den Ärztekammern ausverhandelt wird. Einmal und nicht mehr neunmal. Dadurch reduzieren wir die Komplexität und ermöglichen es, dass die Abstimmung mit den Spitälern leichter wird. Die konkreten Probleme, die wir derzeit in der Chronikerversorgung haben, werden durch die Reform sicher lösbarer.“ DAW Über Vorteile und Schattenseiten medizinischer Innovationen wurde in Graz diskutiert. THINKSTOCK

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