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10. Februar 2021

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- Wetzelsdorf: Künstler füllen Grünflächen mit Nutzpflanzen - Postgarage: Trotz Bleiberecht Kampf ums Überleben - Vizebürgermeister Mario Eustacchio im Interview - Martin Auer, Eisperle, Dean & David: Grazer Investitionen in neue Filialen und Hauptquartiere - Neues Modelabel in Graz - Hart bei Graz: Faschingsumzug im Internet

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8 graz www.grazer.at 10. FEBRUAR 2021 Martin Auer, Eisperle, Dean & David: Das neue Headquarter bzw. Atelier von Martin Auer (hier in Außenansicht, im kleinen rechten Bild der Innenhof) wird heuer bezogen. Die Eisperle startet weiter durch. GRAFISCHES BÜRO, JCK, STIEF- KIND FOTOGRAFIE Grazer Investitionen in neue Filialen und Hauptquartiere ENGAGIERT. 23 Millionen Euro investiert Martin Auer in ein neues Hauptquartier, eine weitere Million in Erweiterungen der Filialen. Auch die Eisperle baut ihr Angebot aus, ebenso wie Dean & David. Von F. Kleindienst & V. Radkovic redaktion@grazer.at Auch, oder gerade in der Krise, stecken viele Grazer Unternehmen nicht zurück, sondern investieren kräftig weiter. Wir sehen uns ein paar Beispiele an. Bäcker mit Vision Ein Name der sofort ins Bewusstsein gerät, wenn es um Investitionen in diesen Zeiten geht, ist Martin Auer. Der Grazer Traditionsbäcker investiert aktuell – unterstützt von u.a. der SFG – 23 Millionen in ein neues Headquarter an der Ecke Maggstraße/St. Peter Gürtel. Genannt wird es Atelier „weil es ein Arbeitsplatz für Kreative sein wird. In der Backstube genauso wie in der Administration, dem Flagshipstore inklusive Café und der Akademie“, erzählt Auer. Schon im Frühsommer soll die Produktion komplett vom Dietrichsteinplatz dorthin verlegt werden. Der Umzug sei notwendig, um sich noch weiter zu verbessern. Deutlich größere Kühlflächen sollen es den Bäckern zukünftig ermöglichen, mehr am Tag zu arbeiten, mit der Rösterei und Getreidemühle werden künftig eigener Kaffee geröstet und eigenes Vollkornmehl gemahlen. Die Backstube soll außerdem voll einsehbar werden. Damit aber nicht genug: Die Brotküche am Jakominiplatz wird vergrößert, das Geschäft am Dietrichsteinplatz soll erweitert werden, zwei neue Filialen sind in Planung. Dafür nimmt das Unternehmen noch eine weitere Million in die Hand. Bisher ist man mit viel Zuversicht durch die Krise gekommen, wie Auer betont: „Wir merken, dass die vergangenen Monate der Haltung gegenüber Brot und dem Bäckerhandwerk gutgetan haben. Die Menschen bringen mehr Wertschätzung dafür auf. Der Trend, auf Regionalität und Qualität zu achten hat sich verstärkt. Das freut uns! Dass wir mit der Gastronomie eine Pause einlegen müssen, freut uns weniger. Dennoch: Wir waren stets zuversichtlich und bleiben es auch weiterhin.“ Voll im Trend Ebenfalls fleißig am investieren ist die Grazer Gastro-Kette Dean & David. Trotz Corona-Jahr wurde erst im Herbst ein neuer Standort in der Zinzendorfgasse eröffnet, weitere in Graz, Gmunden und sogar ein erster in Slowenien sind laut Manager Christian Hellwagner in Planung. „Irgendwann ist Corona auch wieder vorbei und unsere gesunden und frischen Speisen treffen einfach den Trend“, erkärt er. Außerdem laufe das Geschäft auch aktuell den Umständen entsprechend recht gut, immerhin habe man schon länger auf Lieferservice gesetzt. Früher Saisonstart Es gab Zeiten, da öffneten in Graz die Eissalons erst Anfang Mai und machten dann Ende September wieder ihre Pforten zu. Jetzt startet die Eissaison mitten im Winter, wie das Beispiel „Eisperle“ zeigt. Die vegane Eisdiele geht bereits in die fünfte Saison. „Eis To Go“ gibt es ab sofort in den Filialen Kaiserfeldgasse und Färberplatz. Zur Eröffnung der Saison 2021 bieten Marianne Leyacker-Schatzl und ihr Team gleich mehrere neue Eissorten an: Avocado Banane, Pecan Toffee Pie und Cinnamon Story (sugar-free) sind neben den Eis-Klassikern die Hightlights der Saison. Die Eisperle hat der Pandemie zum Trotz in eine neue „Eisküche“ und zwei neue Standorte Färberplatz (2020) und Jakominiplatz investiert. Beide Eisgeschäfte wurden mitten in der Pandemie eröffnet. Beim Standl am Jakominiplatz werden noch Adaptionen vorgenommen und hier gibt es Eisperlen-Eis ab 1. März. Markus Leyacker: „Die frühe Öffnung ist ein erster Versuch, aber ich denke die Grazer haben schon Lust auf frisches Eis und werden das Take-Away Angebot nutzen.“

10. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 9 Neues Modelabel in Graz NACHHALTIG. Am 21. Februar launcht der Online-Shop des Grazer Modelabels WhyThirtyNine, welches zeitlose, nachhaltig produzierte Kleidung anbietet. Sophie Reinisch über besondere Valentinstagsgeschenke. NADINE GEUTER PHOTOGRAPHY Holzschmuck zum Valentinstag ■ Der Valentinstag steht vor der Tür, für viele nicht nur eine entspannte Zeit. Dabei müssen es nicht immer Blumen sein: „Wer wünscht sich nicht, dass seine Liebe ewig hält? Darum sollte man auch auf ein Geschenk setzen, das langlebig ist. Holzschmuck ist dafür ideal“, weiß Sophie Reinisch, Schmuckdesignerin und Inhaberin von Holzschmuck Astwerk aus Trahütten bei Deutschlandsberg. Auch persönliche Botschaften sind möglich. Das Grazer Mode-Label WhyThirtyNine trotzt der aktuellen Coronasituation und möchte noch diesen Monat, genauer am 21. Februar mit seinem Online- Shop durchstarten. Angeboten werden dort vorerst drei Kleidungsstücke, auch „Ytems“ genannt. Das besondere daran ist, dass es sich dabei um nachhaltig produzierte Teile, also Slow Fashion handelt. Das war den beiden Gründern, Robert Andrée und Isabella Thorn von Anfang an wichtig. „In den letzten Jahren haben wir versucht minimalistischer und nachhaltiger zu leben. Dazu gehört die Ernährung, aber auch unser Konsum. Wir versuchen auf nachhaltige Alternativen umzusteigen. Genau diese Alternativen zu Fast Fashion Produkten, begründete unsere Idee, denn da gibt es auf jeden Fall noch Aufholbedarf“, so Andrée. Daher schauen die beiden auch bei der Produktion und bei den verwendeten Materialien genau hin. So werden die Keidungsstücke von einem Produzenten hergestellt, welcher ein Mitglied der „Fair Wear Foundaition“ ist. Diese garantiert faire Arbeitsbedingungen in allen Stationen. Zusätzlich dazu werden die Teile aus Bio- Baumwolle und aus Polyester, welches aus PET-Flaschen recycled wurde, hergestellt. Abschrecken lassen sich die beiden Grazer auch von der angespannten Corona-Situation nicht, denn mit Höhen und Tiegen sei immer zu rechnen. „Junge Unternehmen sollten sich nicht demotivieren lassen. Wenn man für seine Idee brennt, schafft man alle Hürden“, so Andrée . NW Zeitlose Mode gibt es bald im Online- Shop des Grazer Modelabels. WHYTHIRTYNINE Das Caritas-Kältetelefon für Graz EISIG. Das Kältetelefon der Caritas soll auf Obdachlose in Graz aufmerksam machen, die ihre Nächte im Freien verbringen müssen. Ehrenamtliche leisten dann Hilfe vor Ort. Die Temperaturen sinken in den nächsten Tagen weiter. Für Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben, ist das besonders schlimm. Unter der Nummer 0676 880 15 8111 ist das Kältetelefon der Caritas täglich von 18 bis 24 Uhr erreichbar. Wer in Graz den Schlafplatz eines obdachlosen Menschen bemerkt und rasch und unkompliziert helfen möchte, kann das Kältetelefon anrufen. Wichtig für die Anrufer ist es, das Datum und den Zeitpunkt des Anrufes anzugeben, die genaue Ortsangabe sowie eine Beschreibung der betroffenen Person. Ehrenamtliche nehmen unter Berücksichtigung der Covid- Maßnahmen Kontakt zu den Betroffenen auf und versorgen sie mit Schlafsäcken, Jacken, Decken oder heißem Tee. Wenn gewollt werden die Personen in die nächste Winter-Notschlafstelle gebracht. In den kommenden Nächten sinken die Temperaturen auf Minusgrade. Besonders jetzt ist es wichtig zu Helfen und den Kältetelefon-Dienst in Anspruch zu nehmen. 2019 konnten dank der vielen Freiwilligen 216 Anrufe entgegengenommen und 70 Materialpakete an Obdachlose ausgeliefert werden. Die Stadt Graz bedankt sich bei den Ehrenamtlichen und der Caritas für diese wichtige Wohnungslosenhilfe im Winter. Graz hält zusammen: Das Kältetelefon der Caritas ist von 18 bis 24 Uhr erreichbar und nimmt Hinweise zu Schlafplätzen von Obdachlosen entgegen. STADT GRAZ NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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