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10. Februar 2021

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- Wetzelsdorf: Künstler füllen Grünflächen mit Nutzpflanzen - Postgarage: Trotz Bleiberecht Kampf ums Überleben - Vizebürgermeister Mario Eustacchio im Interview - Martin Auer, Eisperle, Dean & David: Grazer Investitionen in neue Filialen und Hauptquartiere - Neues Modelabel in Graz - Hart bei Graz: Faschingsumzug im Internet

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10. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 5 Der Grazer FP-Chef wird auch nach der Gemeinderatswahl weitermachen. „In dieser Situation braucht es einen alten Hasen, wie ich einer bin.“ SCHERIAU (4) Vizebürgermeister Mario Eustacchio „In der Politik werden viel zu viele Ängste geschürt“ INTERVIEW. Der Grazer FP-Chef und Vizebürgermeister Mario Eustacchio im Gespräch über die angebliche Koalitionskrise mit der VP, persönliche Lehren aus der Pandemie und seine politische Zukunft. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Seit ein paar Wochen wird im Umfeld des Rathauses gemunkelt, dass es zwischen VP und FP kriselt und eine Neuwahl im Raum steht. Wie ist denn die Stimmung in der Koalition? Eustacchio: Schauen Sie, diese Spekulationen um eine Neuwahl sind doch wieder nur ein billiger Versuch einen Keil zwischen uns zu treiben. Wir als FPÖ führen eine Koalition mit der ÖVP, die seit vier Jahren für mich sehr gut funktioniert. Zwei verschiedene Parteien haben eben manchmal unterschiedliche Standpunkte, es wäre ja auch absurd wenn wir als Einheitspartei aufträten. Ich kann mir vorstellen, dass der Bürgermeister genauso wie ich nur milde über solche Gerüchte lächelt. Der Wahltermin mit Februar 2022 steht also? Eustacchio: Ich gehe davon aus, dass wir wie geplant im Februar nächsten Jahres wählen. Mit Bürgermeister Siegfried Nagl wurde auch nie etwas anderes besprochen. Ich sehe auch gar keinen Grund, warum wir den Termin vorverlegen sollten. Wir sind für fünf Jahre gewählt, warum sollten wir nicht fünf Jahre durcharbeiten? Ich spreche ja viel mit den Grazern und habe wirk- lich von niemandem gehört, dass er sich eine Neuwahl wünscht. Wie schätzen Sie die Stimmungslage der Grazer aktuell nach Monaten der Corona-Maßnahmen denn ein? Eustacchio: Es gibt eine enorme Bandbreite. Von der Depression bis zur vollen Aggression und allem was dazwischen ist. Das merkt man überall, egal ob das jetzt in der Politik ist, oder bei Leuten, die anrufen und sich beschweren. Sagen wir es so: Es ist spürbar anders als sonst. Was ist denn das Wichtigste, das Sie ganz persönlich aus der Pandemie mitnehmen? Eustacchio: Ich nehme mit wie wichtig es ist, sich dafür Zeit zu nehmen, sich aufs Wesentliche, auf die Familie zu konzentrieren. Es war eine Zeit, in der man in sich kehren konnte und Dinge gemacht hat, zu denen man sonst nicht kommt. Ob es Bücher lesen ist, ob es Dachbodenräumen ist. Ich will jetzt nicht sagen, dass die Zeit super war, aber man war gezwungen Tempo rauszunehmen und zur Ruhe zu kommen. Politisch würde ich mir mehr Realitätssinn wünschen, da wird mir zu viel Angst geschürt. Weiter geht‘s auf der nächsten Seite!

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