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10. Februar 2021

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- Wetzelsdorf: Künstler füllen Grünflächen mit Nutzpflanzen - Postgarage: Trotz Bleiberecht Kampf ums Überleben - Vizebürgermeister Mario Eustacchio im Interview - Martin Auer, Eisperle, Dean & David: Grazer Investitionen in neue Filialen und Hauptquartiere - Neues Modelabel in Graz - Hart bei Graz: Faschingsumzug im Internet

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 10. FEBRUAR 2021 Wetzelsdorf Künstler füllen Grünflächen mit Nutzpflanzen Links das „TanzPflanzFeld“, an dem ab März Nutzpflanzen ausgeät werden sollen, rechts ein Blick vom Feld der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Grottenhof auf neue Wohnanlagen. In der Mitte ein Modell für „TanzPflanzPlan“ von Georg Winter bzw. der TanzPflanzPlan AG. PETROWITSCH, TRANSPARADISO, WINTER AKTUELL. Bodenversiegelung und Verbau von Ackerland sind heiß diskutierte Themen. Im Rahmen des Kulturjahres säen Künstler Nutzpflanzen in Wetzeldorf und rufen Bewohner zur Umfrage auf. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at dichteten Wohnbau, die Umwidmung vorhandener Ackerflächen und fortschreitende Bodenversiegelung. Als Kontrapunkt sollen auf einem Feld verschiedene Nutzpflanzen angesetzt werden, die Bevölkerung wird über eine Abstimmung eingebunden. Abstimmen Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle Nutzpflanzen und Biodiversität für die Zukunft von gemeinsamem Wohnen spielen können. Dafür arbeitet Winter mit der eigens dafür gegründeten TanzPflanz AG und der landwirtschaftlichen Fachschule Grottenhof zusammen – und gemeinsam kreiert man das TanzPflanzFeld. Hier sollen Nutzpflanzen angesetzt werden, über Vor zwei Wochen berichteten wir über das Kulturjahrprojekt „NORMAL – Direkter Urbanismus x 4“, bei dem sich verschiedene Künstler- und Architekturkollektive mit nachhaltiger und kreativer Stadtentwicklung vor allem an den Stadträndern beschäftigen. Für Aufregung und Begeisterung sorgte dabei ein Insel-Projekt in Liebenau, das die Stadt auch im Anschluss weiterverwenden will. Daneben widmen sich drei weitere Projekte den Bezirken Andritz, Waltendorf und Wetzelsdorf. Letzteres wird vom Stuttgarter Künstler Georg Winter geleitet und dreht sich um ein aktuelles Thema: Verperformative künstlerische (Tanz-) Interventionen soll es dann gemeinsam mit den Wetzelsdorfern aktiviert werden. Aktuell läuft eine Umfrage auf der Homepage: Auf tanzpflanzplan.at/5 kann abgestimmt werden, welche Gemüsesorten auf den einzelnen Beeten am Feld gesät werden sollen. „Wir haben schnell gemerkt, dass die Menschen sich nach Pflanzen sehnen“, so Winter bei der Eröffnung der zugehörigen Ausstellung, die aktuell im Haus der Architektur zu sehen ist. Schon im März soll ausgesät werden. In allen vier Bezirken wird die Frage gestellt, ob gewisse Entwicklungen sowie auch das Fehlen von konsumfreien Treffpunkten in der Stadtentwicklung wirklich „nor- mal“ sein müssen. Wie die Initiatorin Kulturjahrprojekts, Barbara Holub von transparadiso erzählt, war der Verkauf eines Ackers der Landwirtschaftsschule Grottenhof für ein neues Wohnbauprojekt der Ausgangspunkt des „TanzPflanz- Plans“. „Bezirke wie Wetzelsdorf oder Liebenau trifft der Flächenfraß sehr hart, es findet maximale Grundstücksausnützung statt. Da braucht es eine andere Bodenpolitik“, so Holub. „Eines der Ziele von Georg Winters Projekt ist es, die Frage aufzuwerfen, wie man Nutzpflanzen in neuen Wohnsiedlungen verankern kann“. In Siedlungen solle der Grünraum für alle nutzbar gemacht werden und neue Orte der Gemeinschaft entstehen. Vielleicht eine Idee für die Zukunft. Aktuelle Corona-Zahlen in Graz ■ Die Sieben-Tages-Inzidenz in Graz stieg etwas: heute liegt sie bei 63,2 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern 62,5), in Graz- Umgebung bei 118,5 Fällen. Der Steiermark Durchschnitt beträgt 111,5. Inzwischen gibt es laut AGES steiermarkweit 1.654 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. In Graz sind bisher 243 Menschen verstorben – 83,5 pro 100.000 Einwohner. Die Intensivbetten in der Steiermark sind zu 41,7 Prozent ausgelastet. Die Sieben-Tages Inzidenz in Graz stieg seit gestern minimal an. GETTY Impfstart bei Hochrisikopatienten ■ Mit dem heutigen Tag starten in der Steiermark die Covid- 19-Schutzimpfungen für die wichtige Personengruppe der Hochrisikopatienten. Damit beginnt die Verabreichung der Schutzimpfung an rund 800 steirische Dialysepatienten. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion und eines schweren Verlaufs nimmt so stark ab. Bisher wurden 55.812 Dosen der Impfstoffe Biontech/Pfizer und Moderna verimpft, im Ländervergleich liegt man damit an dritter Stelle. Ab heute werden Hochrisikopatienten gegen Corona geimpft. GETTY

10. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 3 Postgarage: Trotz Bleiberecht Kampf ums Überleben BITTER. Der Mietvertrag für die Postgarage bleibt aufrecht, das Überleben ist dennoch unsicher, ebenso wie beim LiveClub p.p.c. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Gerüchteküche hatte eine Ende des Grazer Clubs Postgarage schon vor einiger Zeit vorhergesagt. Nicht coronabedingt, sondern es war im Gespräch dass das Gelände und damit die ehemalige Reithalle verkauft wird und der neue Besitzer ein großes Wohnprojekt realisieren möchte. Das Areal wurde jetzt tatsächlich verkauft und zwar an den Bauunternehmer Alexander Pongratz, der eine schon länger vorliegende Option gezogen hat. „Die Reiterhalle steht unter Denkmalschutz und das zur Gänze. Der Club Postgarage hat einen unbefristeten Mietvertrag! Es gibt von uns keine Absicht diesen zu kündigen“, beruhigt Pongratz. Guido Granitz, der mit Günter Brodtrager die Geschäftsführung der Postgarage innehat: „Das ist schön, dass wir bleiben können aber die Lage ist dennoch problematisch. Wenn wir wieder öffnen könnten, bräuchten wir rund 500 Besucher im großen und 200 Besucher im kleinen Saal um die Kosten fianzieren zu können. Da schaut‘s düster aus. Wir stehen für alles bereit, würden auch Antigen-Tests und Impfungen prüfen. Am besten eine Impf-App die man am Eingang mit dem Handy vorweist. Wann das sein könnte steht in den Sternen. Wir haben drei Mitarbeiter in Kurzarbeit, die Miete ist nicht so hoch und somit könnten wir noch bis zum Winter ausharren.“ Auch dem einzigen Live-Club mitten in der Stadt, dem p.p.c. in der Neubaugasse geht es nicht besser. Didi Tschmelak, Soundportal: „Das p.p.c. ist seit bald 20 Jahren und mit rund 300 Konzerten pro Spielsaison im Grunde der letzte klassische urbane Live-Music Club in der Grazer Innenstadt für mehrere hundert Besucher. Das Haus ist jetzt seit rund einem Jahr geschlossen - letzte Show war die fantastische Lola Marsh aus Israel. Ohne Einnahmen und laufenden Kosten ist ein Projekt dieser Größenordnung in Zukunft natürlich nicht lange zu halten“. Und Tschmelak für alle Clubs geltend: „Die einzige aktuelle Lösung für die Clubszene ist der klare politische Wille, diese urbanen Kulturräume zu erhalten. Heißt nüchtern übersetzt: es braucht finanzielle Unterstützung bis ein Normalbetrieb wieder möglich ist. Es geht hier um vergleichsweise sehr geringe Summen - in ganz Österreich haben in etwa ein dutzend Clubs jahrzehntelang diese Strukturen mühevoll aufgebaut.“ Tschmelak fürchtet augrund der Lage noch ein ganzes weiteres existenzbedrohendes Jahr für die gesamte popkulturelle Clublandschaft bis 2022. Solche Clube-Live-Konzerte mit begeisterten Fans wie hier im Grazer p.p.c, wird es vermutlich nicht vor dem Jahr 2022 wieder geben. FOTO PPC Der 100jährige Zürgelbaum ist von Schädlingen befallen. UNIGRAZ „Baumkillern“ im Labor auf der Spur ■ Der Klimawandel lässt offenbar auch die Baumlandschaft in Graz absterben. Trockenperioden, Temperaturanstieg, Pilzbefall und Schädlinge setzen den Bäumen in Graz verstärkt zu, so Christian Berg, Leiter des Botanischen Gartens der UNI Graz. Drastisches Beispiel aus dem Botanischen Garten: Einer der ältesten Bäume, der 100 Jahre alte Amerikanische Zürgelbaum ist vom Baumschädling Eschenbaumschamm befallen. Das Institut für Biologie lässt den Schädling der Zürgelbaum-Äste im Rahmen einer Bachelorarbeit wissenschaftlich untersuchen. Start der Autofasten-Aktion2020 mit Kardinal Schönborn. FOTO KK Wenn aus Krisen Hoffnung wächst ■ Aus Krisenzeiten etwas zu lernen und Alternativen auszuprobieren und zu entdecken ist das Ziel der heurigen Fastenaktionen (Fastenzeit: 17. Februar bis 3. April 2021) der Katholischen Kirche Steiermark. Sie beginnen am Aschermittwoch, dem 17. Februar 2021. Mitmachen und gewinnen kann man bei den Aktionen Autofasten und Fleischfasten: Gutscheine für Restaurants, Urlaube am Bauernhof etc. Die Fastenheit bietet die Chane sich auf Lebensformen, die uns gut tun und schützen, so die Diözese Graz.

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