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1. November 2020

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- Stadt macht 8,6 Millionen Euro für den Sport locker: Geldregen für Bundesligavereine - Corona-Infizierte warten vergeblich auf Informationen vom Gesundheitsamt - Gastgärten: Der Jammer mit der Heizung - Weihnachtsbeleuchtung wird schon jetzt aufgehängt - Blindenleitlinie von Fahrrädern verparkt - Mistkübel versperrt Auslage in Geidorf - Mikroplastik aus Grazer Kläranlage landet am Acker - Comeback der Events 2021: Innenstadt ist schon fast ausgebucht

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6 graz www.grazer.at 1. NOVEMBER 2020 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Sport größer denken, als die meisten das tun G raz stimmt den Rainhard-Fendrich-Klassiker „Es lebe der Sport“ an und hat sich viel vorgenommen. Immer noch hat Sport in der Gesellschaft nicht den Platz, der ihm zusteht. Das soll besser werden. Graz will mit dem Sportjahr 2021 hoch hinaus, weit über die Landesgrenzen. Alle sollen sehen, wie sportlich eine Hauptstadt sein kann. Bis nach Liverpool soll sich das herumsprechen, damit Graz in die elitäre Liste der sportlichsten Städte der Welt – „Active City“ – aufgenommen wird. Für das Sportjahr wird viel Geld ausgegeben, und damit werden Profis, Amateure und die Jugend in den vielen Vereinen unterstützt. Alle Körperschaften könnten mehr für den Sport tun. Ich will jetzt nicht aufrechnen, aber nimmt man die Förderungen her, dann bekommt der Sport 17 Euro pro Einwohner und die Kultur 111 Euro. Kultur ist ebenso wichtig, und sie leidet in diesen Tagen ganz besonders schlimm. Sport ist nicht nur Vergnügen für Fußballfans oder Sportausübende. Das Geld, das die Stadt für Sport ausgibt, kommt über Umwege wieder zurück. Treibt eine Gesellschaft viel Sport, bleibt sie gesünder, übersteht Krisen leichter, und Sport ist in Normalzeiten auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sport kann Mikrokosmos unserer Gesellschaft sein und, wie es der Bürgermeister Siegfried Nagl auf den Punkt bringt: Sport sollte man größer denken, als die meisten das tun ... Corona-Infizierte warten vergeblich auf Informationen vom Gesundheitsamt, Stadtrat Robert Krotzer: „Wo gearbeitet wird, passieren Fehler“ ÄRGERLICH. Viele Corona-Infizierte werden von der Stadt nicht verständigt, Stadtrat Robert Krotzer gibt zu: „Das darf nicht sein!“ – Lösung gibt’s keine. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at In dieser Woche erreichten uns zahlreiche Rückmeldungen von wütenden und verunsicherten Lesern, die entweder selbst infiziert sind oder Kontakt mit Corona-infizierten Personen hatten. Sie fühlen sich vom Gesundheitsamt im Stich gelassen: Seit Tagen warten sie vergeblich auf Rückmeldung oder zumindest eine Bestätigung darüber, dass sie registriert wurden. „Dass man so lange warten muss, darf natürlich überhaupt nicht sein“, sieht Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer, der derzeit selbst als Kontaktperson der Kategorie 1 (K1) in Quarantäne sitzt, ein. „Wir tun unser Möglichstes, aber die Zahl der Infizierten ist dramatisch. Wo gearbeitet wird, passieren eben auch Fehler, da bitte ich um Verständnis.“ Und gearbeitet wird viel im Gesundheitsamt. Besonders, seitdem die Holding 65 Personen abgestellt hat, um das Gesundheitsamt zu unterstützen. „Es stimmt, von der Holding, Bürgermeister Siegfried Nagl und dem Magistrat gibt es breite Unterstützung“, bedankt sich Krotzer. Die Resultate sind dennoch alles andere als zufriedenstellend. Ganz im Gegenteil gehen Grazer, wie uns Leser berichteten, die sich freiwillig als K1 in Quarantäne begeben, wieder frühzeitig unter Menschen oder müssen zur Arbeit, weil sie seitens der Stadt nicht einmal eine Bestätigung ihres Status erhalten haben, und tragen so die Infektionen weiter. „Den Frust kann ich verstehen, aber ich bitte alle, trotzdem zuhause zu bleiben. Unser Team mit den vielen neuen Mitarbeitern, die ja auch erst eingeschult werden müssen, muss sich auch Stadtrat Robert Krotzer (im Bild mit Gesund- heitsamt- Leiterin Eva Winter)räumt Fehler ein, weist aber auch auf die völlige Überlastung des Gesundheitsamtes hin. FISCHER erst einspielen. Kinderkrankheiten passieren, die werden wir aber so schnell wie möglich ausmerzen“, hofft Krotzer, der zugibt, mit seiner Weisheit am Ende zu sein und keine Lösung anbieten zu können. „Als Stadt sind wir absolut an unseren Grenzen. Hier muss der Bund aktiv werden und das Epidemiegesetz an die Umstände anpassen.“ Erst dann müsse man zum Beispiel K2-Personen nicht mehr erfassen und hätte Kapazitäten frei, um K1-Personen auch per SMS zu informieren. Trotz aller Probleme wurde im Stadtsenat beschlossen, das Contact Tracing unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Krotzer hofft auf Besserung, betont aber: „Bei tausenden Anrufen kann es halt auch zu Versäumnissen kommen, ich kann da nur noch einmal um Verständnis ersuchen.“ derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/254 09 76), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF:Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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