7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 11 Monaten

1. November 2020

  • Text
  • Innenstadt
  • Event
  • Mikroplastik
  • Blindenleitlinie
  • Geidorf
  • Weihnachtsbeleuchtung
  • Heizung
  • Gastgarten
  • Gesundheitsamt
  • Sport
  • Bundesliga
  • Oktober
  • Steiermark
  • Stadt
  • November
  • Grazer
  • Graz
- Stadt macht 8,6 Millionen Euro für den Sport locker: Geldregen für Bundesligavereine - Corona-Infizierte warten vergeblich auf Informationen vom Gesundheitsamt - Gastgärten: Der Jammer mit der Heizung - Weihnachtsbeleuchtung wird schon jetzt aufgehängt - Blindenleitlinie von Fahrrädern verparkt - Mistkübel versperrt Auslage in Geidorf - Mikroplastik aus Grazer Kläranlage landet am Acker - Comeback der Events 2021: Innenstadt ist schon fast ausgebucht

28 viva graz

28 viva graz www.grazer.at 1. NOVEMBER 2020 Valentina Gartner 28 valentina.gartner@grazer.at Jeder kann und sollte in der Steiermark Leben retten!“ Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß ruft die Bevölkerung dazu auf, Blut spenden zu gehen. Marija Kanizaj Movember: Alles im Zeichen der GESUND. Mit heute startet der Movember, am 3. November ist der dazugehörige Weltmännertag – dabei dreht es sich um die Gesundheit der Männer. Mit Aktionen soll darauf aufmerksam gemacht werden. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at In Österreich sterben Männer knapp fünf Jahre früher als Frauen. Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, an Lungen- oder Darmkrebs zu erkranken, von Übergewicht beziehungsweise Adipositas betroffen zu sein, eine Alkohol- oder Drogensucht zu entwickeln, bei einem Unfall zu sterben oder wegen Stress zu erkranken, ist gegenüber Frauen erhöht. Zu- dem werden rund drei Viertel aller österreichischen Suizide traurigerweise von Männern begangen. Frauen und Männer unterscheiden sich aber nicht nur wegen ihrer Gesundheitsrisiken: Unterschiede bemerkt man insbesondere auch an ihrem Gesundheitsverhalten und -bewusstsein. Vor allem Männer haben oftmals Schwierigkeiten, sich gesundheitliche Probleme einzugestehen und Hilfe zu suche, dabei ist auch eine Männervorsorge so wichtig. Movember geht los Mit heute startet der sogenannte Movember. Er ist eine führende Wohltätigkeitsorganisation, durch die Menschen auf Männergesundheit aufmerksam gemacht werden sollen und Spenden gesammelt werden. Mit dem Geld wird Arbeit in den Bereichen psychische Gesundheit und Selbstmordprävention, Prostata- und Hodenkrebs unterstützt. Und wie kann man sich bei der Männerbewegung jetzt auch engagieren? Man lässt sich einen Schnurrbart wachsen! Lückenhaft, schief, juckend oder episch – egal, welchen Schnurrbart man(n) sich wachsen lässt, das Gesicht wird Spenden und Bewusstsein für die Männergesundheit sammeln. Graz unterstützt Auch in Graz wird heuer wieder fleißig auf die Männergesundheit aufmerksam gemacht. Auf der Neue Beratung für Burschen* MÄNNLICH. Auch Männer suchen sich mehr und mehr Beratung und Unterstützung – sei es in Scheidungsfragen oder bei psychischen Problemen. Neu ist eine Beratungsmöglichkeit für Jugendliche. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Die „Männerberatung“ in Graz hat seit der Corona- Krise ein neues Angebot. In der „Burschen*beratung“ wird – aktuell vorwiegend online oder telefonisch – besonders auf die Bedürfnisse von Jugendlichen, die sich dem männlichen Spektrum zuordnen (das wird mit dem Sternchen ausgedrückt), eingegangen. „Wir bieten schon länger Workshops an, um über die Themen Sexualität, Männlichkeitsbilder oder Zukunftsperspektiven in Sozialund Pflegeberufen zu informieren“, erzählt Jonas Pirerfellner, der für das Projekt zuständig ist. Nun wurde für die Zukunft ein Zu- Jonas Pirerfellner satzangebot geschaffen. Ein zentrales Thema? „Die Jugendlichen beschäftigen vor allem die vorherrschenden, sehr eng gefassten Männlichkeitsbilder, die nur wenig Spielraum lassen. Vielen passt das so nicht mehr.“ Veraltete Männlichkeitsbilder werden aber immer noch unbewusst reproduziert. „Männer definieren ihren Selbstwert sehr stark über den Beruf. Deshalb wird das Thema Arbeitslosigkeit auch ein immer wichtigeres Thema in Beratungen“, erzählt Wolfgang Obendrauf von der Männerberatung Graz. Auch insgesamt steigt der Bedarf, jährlich um etwa 4 bis 5 Prozent. „Viele Männer und Burschen* leben noch heute nicht so, wie sie gerne leben würden, weil das Bild der Männlichkeit sie stark ein- schränkt“, erzählt Pirerfellner. Schon in den letzten Jahren wurde das Thema der sogenannten „toxischen Männlichkeit“, resultierend aus klassischen Vorstellungen, die Männern keine Schwäche zugestehen und immer wieder zu Aggressionen führen, durch zahlreiche sogenannte „Femizide“ – also die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts – zunehmend relevant. „Immer mehr rufen heute aber schon präventiv an, wenn sie merken, dass sie ein Problem mit Aggression haben“, erzählt Obendrauf. Die ersten sieben Beratungstermine sind gratis. Mit der neuen Burschen*beratung ist die Grazer Männerberatung auch auf Instagram aktiv und berät Jugendliche bei ihren Anliegen. BURSCHENBERATUNG

1. NOVEMBER 2020 www.grazer.at graz viva 29 ➜ IN GETTY (2) Über Gefühle sprechen Die psychische Gesundheit ist gerade in Zeiten wie diesen wichtig. Man sollte über sein Wohlbefinden reden. Verschlossen sein Alles in sich hineinfressen, obwohl man traurig ist, kann der Gesundheit auf Dauer schaden. OUT ➜ Männergesundheit offiziellen Facebook-Fanpage „Movember Graz“ animiert und unterstützt sich die Community gegenseitig und gibt Tipps, wie man sich zum einen den Bart richtig wachsen lässt und zum anderen an Spendengelder kommt. Auch ein interaktiver Austausch soll Männer zusammenbringen. Schritt für Schritt Zuerst meldet man sich unter www.movember.com an, um Teil des Teams zu sein. Genau heute, zum Startschuss, müssen sich alle Mo Bros (Movember-Teilnehmer) erst einmal ganz glattrasieren. Nachdem man sich für einen Bart, der für einen passt, entschieden hat, kann das Wachsenlassen auch schon beginnen. Freunde und Familie bitten, seinen persönlichen Mo zu unterstützen, indem sie spenden. Zusammen kann man etwas dagegen unternehmen, dass Männer zu jung sterben. Auf der Grazer Facebookseite wird dann zu Mut aufgerufen – egal, wie der Bart anfänglich aussieht und wie sehr es zu jucken beginnt, Männer sind stark, Männer schaffen das. So ist die Devise. Der Bart soll auch dazu dienen, ein Gespräch mit jemandem zu starten und seine Mitmenschen aufmerksam zu machen. Männer sollen auch gesund bleiben! G E S U N D H E I T SprechStunde valentina.gartner@grazer.at Besuchsverbot in Krankenhäusern ■ Um Patienten und Personal vor einer Weiterverbreitung des Coronavirus innerhalb des Krankenhausbetriebs zu schützen, wurde für alle KAGes-Standorte ab sofort ein allgemeines Besuchsverbot erlassen. Solange sich die Tendenz eines steilen Anstiegs bei den Infektionen in Österreich nicht ändert, sind Besuchsverbote die einzige Möglichkeit, Patienten und Personal im Krankenhaus verstärkt zu schützen, heißt es von der KAGes. Ins LKH Graz dürfen Besucher nur mehr in Ausnahmefällen. KK ROTES KREUZ Auch Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß spendet. Gerade jetzt Blut spenden ■ Gerade in der jetzigen Krisenzeit sind Blutspenden wichtiger denn je – denn es könnte bald knapp werden. Egal, zu welcher Jahreszeit, zirka 4200 Blutkonserven pro Monat werden dringend gebraucht. Das sind mindestens 200 Blutspender. Gerade jetzt fallen viele Blutspendetermine bei Firmenpartnern wegen Beschränkungen weg, aber auch wegen Verkühlungen kommen weniger. Man hat in der Steiermark täglich die Chance, ein Lebensretter zu werden. Kommen Sie zur Blutspende! Passende Termine findet man unter https:// www.gibdeinbestes.at/termine. Suchtmedizin wurde ausgebaut ■ Die Fertigstellung des Zu- und Umbaus des Zentrums für Suchtmedizin am LKH Graz II bedeutet einen Qualitätssprung in der Behandlung und Betreuung von Suchtkranken. Das Land Steiermark und die KAGes investierten rund 27,5 Millionen Euro für den Ausbau. Die 120 Gesamtbehandlungsplätze verteilen sich auf 108 Betten und zwölf Tagesklinikplätze in drei Pflegeeinheiten. Der Nutzen für die Patienten ist, dass mit dem neuen räumlichen Angebot auf die verschiedenen Suchtformen und unterschiedlichen Stadien der Erkrankung im therapeutischen Angebot Rücksicht genommen werden kann. Das Zentrum für Suchtmedizin wurde modernisiert. PACHERNEGG Leiter von Casa Ananda: Zita Martus und Robert Denk Mutzentrum in Graz eröffnet ■ Zita Martus und Robert Denk haben kürzlich das Casa Ananda übernommen, das neue Mutzentrum im Herzen von Graz. Hier ist Raum für die eigenen Visionen, für die eigenen Träume und dafür, diese auch in die Umsetzung zu bringen. Auch wenn es herausfordernde Zeiten sind, sehnt man sich nach Gemeinschaft. Man braucht Lösungen, um die Arbeit weiterhin fortführen zu können, und vor allem Kreativität. Man soll sich im Mutzentrum vernetzen können und wieder Mut sammeln. Die Räumlichkeiten befinden sich in der Alberstraße, nahe dem Stadtzentrum, und sind für jeden nutzbar. KK

2021