7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 11 Monaten

1. November 2020

  • Text
  • Innenstadt
  • Event
  • Mikroplastik
  • Blindenleitlinie
  • Geidorf
  • Weihnachtsbeleuchtung
  • Heizung
  • Gastgarten
  • Gesundheitsamt
  • Sport
  • Bundesliga
  • Oktober
  • Steiermark
  • Stadt
  • November
  • Grazer
  • Graz
- Stadt macht 8,6 Millionen Euro für den Sport locker: Geldregen für Bundesligavereine - Corona-Infizierte warten vergeblich auf Informationen vom Gesundheitsamt - Gastgärten: Der Jammer mit der Heizung - Weihnachtsbeleuchtung wird schon jetzt aufgehängt - Blindenleitlinie von Fahrrädern verparkt - Mistkübel versperrt Auslage in Geidorf - Mikroplastik aus Grazer Kläranlage landet am Acker - Comeback der Events 2021: Innenstadt ist schon fast ausgebucht

18 graz www.grazer.at

18 graz www.grazer.at 1. NOVEMBER 2020 Mikroplastik Lisa Alexandra Holzner und Michael Diekers haben einen Vogel. Oder gleich zwei: den Kleinkunstvogel 2020 und den Publikumsvogel. ZÄSCHKE Kleinkunstvogel 2020 zwitscherte für Ananas TOLL. Der legendäre Preis ging heuer an Lisa Holzner und Michael Diekers alias „Ananas“. Trotz herausfordernder Zeiten wurde auch dieses Jahr der 34. Kleinkunstwettbewerb im Grazer Theatercafé geschlagen. In diesem Jahr ging der legendäre Preis an Lisa Alexandra Holzner und Michael Diekers alias „Ananas“. „Die beiden greifen Themen auf, die man im Kabarett eigentlich schon gut kennt, und schaffen es trotzdem immer wieder, überraschende Wendungen und Pointen zu setzen. Zudem ist hier eine Präsenz auf der Bühne, die umwerfenden Charme und prickelnde Chemie im Zusammenspiel hat. Von diesem Duo freuen wir uns, ein abendfüllendes Programm zu sehen“, heißt es in der Begründung der Jury. In guter Gesellschaft Damit steht den beiden übrigens noch einiges bevor. Denn aus dem kleinen Wettbewerb sind schon große Karrieren hervorgegangen: 2011 gewann beispielsweise Paul Pizzera Jurypreis und Publikumsvogel. Der erste Sieger war Mike Supancic im Jahr 1987, es folgten etwa Martin Puntigam, Clemens Maria Schreiner oder Michael Mittermeier. Ins Finale geschafft und dann nicht gewonnen haben beispielsweise Alfred Dorfer oder Thomas Stipsits. Ins diesjährige Finale kamen übrigens Johannes Potmesil, Wolfgang Ronzal, Moritz Huber, Gmeiner & Grinschgl sowie Gerald Kaiser. ARG. 21.000 Tonnen Klärschlamm aus Graz landen pro Jahr auf den steirischen Feldern – und damit auch gefährliches Mikroplastik. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl hat im Landtag die Mikroplastik-Emissionen in der Grazer Kläranlage ins Visier genommen („der Grazer“ berichtete) – nun liegt die Antwort von Umweltlandesrätin Ursula Lackner vor. Nur dass diese zumindest vorerst noch nicht viele Antworten liefert. Es geht nämlich daraus hervor, dass es bisher keine Untersuchungen bzw. Abschätzungen der Mikroplastikmengen im Zu- und Ablauf zur Kläranlage gibt. Noch nicht, denn: „Die Holding Graz Wasserwirtschaft nimmt am Projekt ,Mikroplastik in Klärschlammen‘ des Umweltbundesamtes teil, welches im September 2019 im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus gestartet wurde und im März 2021 abgeschlossen werden wird“, so Lackner. „Dabei werden an vierzig ausgewählten Anlagen in ganz Österreich Klärschlammproben gezogen und die Mikroplastikpartikel im Labor quantitativ und teilweise qualitativ, in der Größenverteilung von 0,05 bis 5 Millimeter, gezählt bzw. analysiert.“ 21.000 Tonnen Kompost Andere Länder wissen schon besser Bescheid: Die mit Graz vergleichbare zentrale Kläranlage im slowenischen Ljubljana beispielsweise emittiert täglich einen Kilo Mikroplastik in den Fluss Ljubljanica. Trotz fehlender Kenntnisse in

1. NOVEMBER 2020 www.grazer.at graz 19 landet am Acker Graz wird der Klärschlamm weiter verwertet. „Im Jahr 2019 fielen rund 23.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm (mit 25 Prozent Trockensubstanz) an. Davon gingen 2000 Tonnen in Verbrennungsanlagen und 21.000 Tonnen in Kompostieranlagen zur Herstellung von Qualitätskompost der Klasse A“, so Lackner. Auf gut Deutsch: Über die Kläranlage wird vermutlich gefährliches Mikroplastik auf die Äcker und Beete in der Steiermark verstreut. „Mikroplastik belastet die Luft, die wir in Graz atmen, unsere Nahrung und das Wasser, das wir trinken!“, erklärt Krautwaschl und möchte deshalb im Landtag dranbleiben. Vierte Reinigungsstufe Bis zum Jahr 2024 wird die Grazer Kläranlage übrigens für 815.000 Einwohner aufgestockt und modernisiert. Dann soll laut Gemeinderatsbeschluss von Mai 2018 auch eine vierte Reinigungsstufe zur Beseitigung von Mikroplastik eingebaut werden. Als Mikroplastik bezeichnet man kleine Kunststoffteilchen unter fünf Millimeter Größe. Mit dem Kompost aus Klärschlamm landen sie in der Landwirtschaft.GETTY (2) Mehr Öffis zu Allerheiligen ■ Heute wird die Buslinie 39 in der Zeit von 8 bis 17.30 Uhr im Streckenabschnitt Jakominiplatz – Urnenfriedhof mit zwei zusätzlichen Gelenkbussen verstärkt (Linienbezeichnung 39E) und im 7,5-Minuten-Intervall befahren. Weiters verkehrt die Buslinie 52Z. Diese Allerheiligen-Buslinie fährt in der Zeit von 8 bis 18 Uhr auf der Strecke Hauptbahnhof – Zentralfriedhof.

2021