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1. März 2020

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- Innovative Ideen gegen den Klimawandel: Stadt setzt Tummelplatz mit Sprühnebel unter Wasser - 83.500 Pflanzen bringen die Stadt zum Leuchten - Neue Hilfe für Menschen mit Behinderung gestartet - Schlossberg Restaurant: Neue Ausstattung, neues Konzept - Neue Eisperle in der Färbergasse eröffnet - Orientierungshilfen kaum noch zu erkennen - Senioren-Inseln in Parks mit Boccia und Schach - Wirbel um Wohnbau im Hochwasserschutzgebiet - 4 von 5 Grazern finden: Corona-Hysterie ist übertrieben - Beisl-Rallies und Ganoven-Rundgänge: Newcomerin erfindet Stadtführungen neu - Fasching 2020

2 die seite zwei

2 die seite zwei www.grazer.at 1. MÄRZ 2020 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Leise rieselt der Schnee... Nicht D er meteorologische Winter ging gestern zu Ende und Graz hat zum ersten Mal keinen einzigen Schneetag erlebt. Zwar hat es hie und da geflankerlt, aber das war‘s auch schon. Viel unmittelbarer kann der ansonsten so abstrakte Klimawandel gar nicht gespürt werden. Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir uns still nud heimlich darüber amüsiert, wenn Gäste aus dem Süden bei uns zum ersten Mal Schnee gesehen haben und ihnen Augen und Mund vor Staunen offen stehen blieben. Jetzt werden wir selbst ganz aufgeregt, wenn wir ein Flankerl am Himmel erahnen und posten das mit hysterischen Emojis untermalt umgehend auf Facebook. Für ein schifahrendes Bergvolk, welchem wir nun einmal zugeordnet werden, ist das ein ganz außerordentlich beschämender Zustand. Aber zum Glück sind wir hierzulande nicht nur Schifahrer, sondern auch Erfinder und Forscher. Aus diesem Grund nehmen wir es jetzt in Graz endlich mit dem Klimawandel auf und setzen auf einen Schlag alle Ideen um, die uns einfallen (siehe Seiten 4/5). Vom technologisch ausgetüftelten Kühlungssystem am Tummelplatz bis hin zum guten alten Schaf, das unsere Wiesen umweltschonend mähen soll. Auch wenn vielleicht nicht alles aufgehen wird, es ist schön zu sehen, dass hier was passiert. Auf dass der Schnee schon bald wieder rieselt! Tobit Schweighofer, Chefredakteur ...Stefan Koubek SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... Kurz vor Beginn des Davis Cups in Graz (6. und 7. März) spricht Österreichs Tennis-Teamchef Der Pater des mit Stift uns Rein über spricht Quesadillas, über ausgefüllte Grazer Freunde Arbeitstage und zu seinen Weihnachten, Kraft-Pool. Konumzwang, landet man Medienaffinität, beim Frühstück mit Franz Ihnen einen Fuchs und Peter erklärt Znenahlik was der bis für vor ihn kurzem Weihnachten meinen aktuellen Wie ist. kulinarischen “Bigpoint”? Als Alltagsfrühstück reicht mir ein Käsesemmerl zum Kaffee. Wochenends gibt‘s frisches Gebäck, Ei und vor allem immer Käse. Denn mein kleiner Sohn John- Christian, mit dem ich dann immer frühstücke, und ich sind Käsetiger! Momentan stecken Sie im Davis Cup-Stress. Wie entspannen Sie in ruhigeren Zeiten? Ich lebe in Süßenbrunn, quasi dem letzten Zipfel von Wien. Da ist‘s aber schon ländlich und wunderbar ruhig. Im Winter gehe ich mit meinem Sohn Eislaufen oder wir machen etwas anderes in der Natur. Dann koche ich das Mittagessen, wobei Quesadillas meine Spezialität sind. Das ist so etwas Ähnliches wie mexikanische Tortillas und besteht aus einem zusammengefalteten Maismehl-Teig in den diverse Füllungen kommen, wie Käse, Schinken etc. Dafür bin ich berühmt in unserer Gegend, und wenn Freunde meines Sohnes vorbeikommen heißts immer „gibt‘s Quesadillas?“ (lacht). Sonst besuchen wir Freunde oder ich schaue mit John-Christian auf Netflix einen Kinderfilm. Er liebt jene mit denen auch ich aufgewachsen bin, wie Asterix oder Pumuckl. Ich find‘s schön, dass er da so „retro“ eingestellt ist und noch echten Zeichentrick mag. Manchmal fahren wir nach Kärnten. Woher Sie stammen... Genau, aus Villach. Aber seit meinem 15. Lebensjahr lebe ich in Wien. Ideal ist, hier alles jederzeit zur Verfügung zu haben. Was ich schade finde ist, dass ich meinen Kärntner Dialekt stark eingebüßt hab! Kärntner bin ich mit dem Herzen weiterhin, das zeige ich u.a. mit meiner Leidenschaft fürs Eishockey! Am Weg nach Villach fahren Sie auch an Graz vorbei. Welche Beziehung haben sie zur Stadt? Eine große! Graz ist eine Tennis-Stadt! Als Kind hab‘ ich die legendären Davis Cup-Auftritte von Thomas Muster, Horst Skoff und Alex Antonitsch in Premstätten verfolgt. Selbst hab‘ ich im gleichen Bewerb gegen Kroatien dort gespielt. Und ich hab‘ viele Freunde dort, wie Mit dem „Grazer“ frühstückte der „Käse- Tiger“ Stefan Koubek in Wien im Kult- Cafe Westend ein Käsesemmerl. Kein Käse soll der baldige Auftritt beim Davis Cup in Premstätten werden. KK Spieler Dennis Novak betreut hat, oder Evi Fauth mit der ich zig Jugendturniere gespielt hab‘. Und Verbands- Präsidentin Barbara Muhr ist ja sowieso positiv Tennisnarrisch und ein toller Mensch. Im Davis Cup-Team ist Olli Marach unser Graz-Vertreter. Die Stadt selbst mag ich sowieso. Vor allem wegen ihrer – was ich von Villach kenne – Überschaubarkeit. Du erreichst alles schnell. Als Nachteil würd‘ ich sehen, dass jeder alles von dir weiß... Sind Sie denn jemand, der eine gewisse Distanz schätzt? Glaub‘ ich schon. Auch räumlich. Deswegen taugt mir auch Australien so, wo ja jede Menge unberührte Wildnis vorherrscht. Auch der Menschenschlag dort ist genial. Ich hab oft dort gespielt und war immer beeindruckt wie unvoreingenommen die Menschen sind. Da kann dir passieren, dass du mit einem Typen in Bermudas und Flipflops am Strand sitzt, der in dem Aufzug grad vom Job kommt weil er ein Start-up erfolgreich führt. Da zählt nicht was du hast, sondern was dich als Mensch ausmacht. Viele Tennis-Profis bekreuzigen sich am Court. Sind Sie gläubig? Ich seh‘ das Thema kritisch. Schauen Sie wie viele Kriege in den historischen Epochen aufgrund von Glaubensfragen passierten. Ich denke, es gibt eine höhere Macht, aber das muss kein Gott sein. Haben Sie sonst einen Kraft-Pool? Mein Sohn baut mich immer auf und beeidruckt mich mit seiner kindlichen Unvoreingenommenheit. Oder ganz simpel: was kann einen mehr aufbauen, als wenn der Sohn, nachdem du ihm eine Geschichte vorgelesen hast, sagt ‚Du bist ein Super-Papa...“ PH ILIPP BRAUNEGGER Stefan Koubek (geb. am 2. Jänner 1972 in Villach) führt Österreich seit 2014 als Teamchef im Davisc Cup an. Er begann schon mit zweieinhalb Tennis zu spielen. “Koubs” gewann drei Einzelund ein Doppelturnier, seine beste erreichte Weltranglisten-Position war Rang 20. 2011 beendete er in Kitzbühel seine Karriere.

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