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1. Juni 2021

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- Jetzt startet Kampagne gegen Party-Wildwuchs - Alexander Gaisch ist zurück - Prozess in Graz: Lehrer veruntreute Schulgeld - 50 neue Jobs bei McDonald's - Auto aus Falco-Video zu kaufen

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4 graz www.grazer.at 1. JUNI 2021 Geldprobleme und Schulden brachten einen Lehrer dazu, Schulgelder in die eigene Tasche zu stecken. Schließlich zeigte er sich aber selbst an. Prozess in Graz: Lehrer veruntreute Schulgeld KK GERICHT. Ein 58-jähriger Lehrer aus Graz soll jahrelang Schulgelder veruntreut haben. Rund 296.000 Euro soll er von 2012 bis 2018 in die eigene Tasche gepackt haben. Heute stand er dafür vor Gericht. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Es ist ein komplizierter Fall, der heute am Landesgericht für Strafsachen verhandelt worden ist, doch das Motiv des 58-jährigen Lehrers ist schnell erklärt: Geldsorgen. Anfang der 2000er Jahre heiratete er eine jüngere Frau aus dem Ausland. Später ziehen die Schwiegereltern zu ihnen nach Graz und das Paar bekommt ein Kind. Der Mann nimmt einen Kredit auf und kauft eine Wohnung für die Familie. Die vielen Kosten wachsen ihm schnell über den Kopf: „Das ist mir entgleist, ich war mit meiner gesamten Lebenssituation überfordert,“ sagt er heute im Gerichtssaal. In seiner Not entschließt er sich dazu, sich selbst Geld von einem Schulkonto zu überweisen, auf das er Zugriff hat. Immer nur kleine Beträge, doch die finanziellen Probleme nehmen kein Ende. Jahrelang überweist er sich immer wieder Geld, von 2012 bis 2018 insgesamt mehrere hunderttausend Euro, die genaue Summe lässt sich heute nur mehr schwer festlegen. In der ganzen Zeit bemerkt niemand das fehlende Geld. Und eigentlich wollte er es auch zurückzahlen, sagt er. „Wie haben Sie sich das vorgestellt, erklären Sie mir das?“, will die Richterin heute von ihm wissen. „Wenn das Geld auf meinem Konto war, konnte ich Schulden begleichen. Ich wollte es dann zurückzahlen, wenn ich mehr Einnahmen hatte, zum Beispiel das Urlaubsgeld. Aber die Rech- nung ging nicht auf.“ Bei dem Prozess geht es aber nicht nur um ein Konto. Der Lehrer soll auch ein privates Konto eröffnet haben, auf das Eltern diverse Beträge für Unterrichtsmaterialien einzahlten. Auch dieses Geld soll er in die eigene Tasche gepackt haben. Insgesamt schätzt man den Schaden auf etwa 296.000 Euro. Rund 100.000 Euro hat er bereits zurückgezahlt. Selbstanzeige Irgendwann wurde der Druck schließlich zu groß. Er nahm sich einen Anwalt und erstattete Selbstanzeige. Der Schock an der Schule war groß: „Ich bin aus allen Wolken gefallen“, berichtet der Direktor beim Prozess. „Für mich war er immer ein ehrlicher und gewissenhafter Mensch“. Wieso das fehlende Geld so lange nicht bemerkt wurde, bleibt ein Rätsel. Der Lehrer benutzte wohl Pseudonyme und tarnte die Überweisungen an sich selbst als Zahlungen an Eltern. Bei einer oberflächlichen Prüfung fiel das nicht auf. Seine Taten gesteht er heute ein: „Ich fühle mich schuldig. Ich versuche auch, das Geld zurückzuzahlen, ich möchte mir wieder in den Spiegel schauen können.“ Das Urteil: Zwölf Monate Freiheitsstrafe. Vier Monate davon muss er absitzen, wenn er Glück hat, bekommt er eine Fußfessel. Zusätzlich drei Jahre Probezeit. Zu Gute kommt ihm, dass er bislang unbescholten war. Auch die Selbstanzeige, die Reue und das Geständnis wirken strafmildernd. Nicht rechtskräftig. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

1. JUNI 2021 www.grazer.at graz 5 50 neue Jobs bei McDonald‘s SUPER. Seit zwei Monaten sind die McDonald‘s Filialen in Graz und Graz-Umgebung unter neuer Führung. In diesem Zeitraum wurden bereits fünfzig neue Jobs geschaffen, weitere sind in Planung. Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Seit zwei Monaten ist Daniel Boaje Franchisenehmer und Manager der McDonald‘s-Filialen in Graz, Feldkirchen und Seiersberg. Am 1. April übernahm er insgesamt zehn Standorte und hat dort schon einiges erreicht. So gelang es ihm, in der kurzen Zeit bereits fünfzig neue Mitarbeiter einzustellen, weitere werden noch gesucht und in naher Zukunft nachbesetzt. „Unsere neuen Mitarbeiter konnten sich bereits hervorragend integrieren und ich bin zuversichtlich, dass wir unser Team noch weiter erfolgreich erweitern können!“, so Boaje. Insgesamt arbeiten an den zehn Standorten, die er lei- tet, nun Mitarbeiter aus 46 Nationen. Seit 1995 dabei In der Steiermark eröffnete die erste McDonald‘s Filiale am 23. November 1981 am Grazer Jakominiplatz. Seitdem hat die Fast-Food-Kette Fuß fassen können und ist ordentlich gewachsen. Mittlerweile gibt es in der ganzen Steiermark immerhin 25 McDonald‘s Filialen. McDonald’s Österreich betreibt aktuell 198 Restaurants und beschäftigt 9.600 Mitarbeiter aus 91 Nationen. Boaje ist selbst auch schon lange im Unternehmen. Er startete seine McDonald’s-Karriere 1995 als Restaurant Manager in Rumänien und durchlief verschiedene Positionen in der Operations-Abteilung bis hin zum Director Operations. Über fünfzig neue Jobs konnten innerhalb von nur zwei Monaten geschaffen werden. Weitere sollen laut Manager Daniel Boaje in Zukunft folgen.BLISSANDDELIGHT BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIARMARK; BILD: GETTYIMAGES.AT / FERRANTRAITE Steiermark impft. Eine Corona-Schutzimpfung schützt nicht nur unsere Gesundheit. Sie ist der Weg zurück in unser normales Leben. Die Schutzimpfung ist gratis und sicher. ! Ab Mai kommen alle impfwilligen 50- bis 65-Jährigen an die Reihe: Bitte melden Sie sich unter www.steiermarkimpft.at an! Mehr erfahren Sie auch unter www.impfen.steiermark.at Allgemeine Coronavirusinformationen erhalten Sie telefonisch über die Hotline der AGES unter 0800 555 621

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