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1. Juni 2021

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- Jetzt startet Kampagne gegen Party-Wildwuchs - Alexander Gaisch ist zurück - Prozess in Graz: Lehrer veruntreute Schulgeld - 50 neue Jobs bei McDonald's - Auto aus Falco-Video zu kaufen

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 1. JUNI 2021 In Graz haben die Corona-Zahlen mnimal zugenommen. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern wieder gestiegen. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt mittlerweile bei 34,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern (gestern: 33,3) – 28,8 in Graz-Umgebung. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 32,1. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Murtal mit 62,8 – das niedrigste Leoben mit 6,7. Bisher sind 307 Menschen in Graz mit Corona gestorben, in GU 252. Jetzt startet Kampagne gegen Party-Wildwuchs Auch am Lendplatz und Kaiser-Josef-Platz kommen regelmäßig hunderte Leute zum Feiern zusammen. KK WEITERHIN. Die nächtlichen Partys in Parks und auf öffentlichen Plätzen nehmen kein Ende. Deshalb gab es jetzt einen Runden, um die Lage zu beruhigen. Auch heuer wird‘s keine Lange Tafel der GenussHauptstadt geben. FISCHER Lange Tafel heuer wieder abgesagt ■ Trotz aller Lockerungen rund um die Corona-Pandemie sehen sich die Veranstalter auch im heurigen Jahr nicht in der Lage, die Lange Tafel in gewohnter und von unseren Kunden erwarteter Form umzusetzen. Sie wird somit auf den Samstag, 20. August 2022 verschoben. Die für letztes Jahr gebuchten Hotelpackages behalten ebenso ihre Gültigkeit, wie die erworbenen Tickets. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Auch seit die Gastronomie wieder geöffnet haben darf, wird auf öffentlichen Plätzen – vor allem im Stadtpark, am Lend- und Kaiser-Josef-Platz – gefeiert. Jedes Wochenende kommen dort hunderte Grazer zusammen, die Polizei kontrolliert regelmäßig und verteilt auch Anzeigen und Organmandate. Gestern lud Vizebürgermeister Mario Eustacchio nun zum Runden Tisch, um endlich eine Lösung im Intressenskonflikt zwischen Freizeithungrigen, Anrainern und Exekutive zu finden. Die Magistratsdirektion, das Bürgermeisteramt, das Sicherheitsmanagement, die Ordnungswache, die Stadtreinigung der Holding, das Marktamt, die städtische Immobilienabteilung und die Grazer Polizei kamen dabei zusammen. „Es ist völlig verständlich, dass junge Menschen die Grazer Plätze und Parks nach diesen lan- gen Einschränkungen nutzen, um sich zu treffen und zu feiern. Auch die frühe Sperrstunde in der Nachtgastronomie trägt ihren Teil zur Verschärfung des Problems bei“, so Eustacchio. Kampagne Marktstandbetreiber am Kaiser-Josef Platz und Lendplatz klagten bei der Stadt über die massive Verschmutzung und Anrainer über die ausufernde Lärmentwicklung. Leider kam es an den letzten Wochenenden zu einer massiven Verschmutzung der Parks und einem nicht mehr akzeptablen Ausmaß an Lärm. Eine Massenschlägerei, bei der sogar Polizisten verletzt wurden, war der traurige Höhepunkt der Ereignisse. Die zuständigen Stellen der Stadt Graz einigten sich nach der Besprechung auf eine koordinierte Vorgangsweise, um die Grazer Parks zu Erholungszwecken weiter offen halten zu können und die aufgetauchten Missstände zu bekämpfen. So wird nun eine Kommunikationskampagne aufgesetzt. Dabei wird neben bewusstseinsbildenden Maßnahmen auch auf die Nutzungsregeln der Grazer Parks hingewiesen und eine Rücksichtnahme eingefordert. „Nach den langen Ausgangsbeschränkungen ist es vollkommen verständlich, feiern zu wollen. Jedoch nicht auf Kosten von anderen“, so Eustacchio. Klare Botschaft „Am letzten Wochenende wurden mehrere Organmandate eingehoben und zahlreiche Verwaltungsanzeigen erstattet. Darüber hinaus folgten viele Identitätsfeststellungen sowie eine Vielzahl an Abmahnungen. Das zeigt, dass die Polizei auch weiterhin auf den Dialog mit den Menschen setzt, zugleich aber auch rigoros Gesetzesübertretungen ahndet“, heißt es heute von der Polizei. Das Stadtpolizeikommando setzt klare Botschaften: Corona-Maßnahmen sind einzuhalten, und störender Lärm ist zu vermeiden.

1. JUNI 2021 www.grazer.at graz 3 Alexander Gaisch ist zurück ZWEITE CHANCE. Wie heute bekannt wurde, darf Vize-Landespolizeidirektor Alexander Gaisch wieder auf seinen Posten zurück. Bekannt wurde er 2019 durch die sogenannte „Notruf-Affäre“. Im Jahr 2019 erlangte Vize-Polizeidirektor Alexander Gaisch bundesweite Berühmtheit, als er einem Polizisten am Notruf drohte. BM.I / E. WEISSHEIMER Im Jahr 2019 erlangte der steirische Vize-Polizeipräsident Alexander Gaisch landesweit zweifelhafte Berühmtheit aufgrund der sogenannten „Notruf- Affäre“. Gaisch rief privat beim Polizeinotruf an, weil er ein mutmaßlich illegales Feuerwerk in seiner Nachbarschaft melden wollte. Als ihn der Polizist am anderen Ende der Leitung nicht sofort als Vorgesetzten erkannte, wurde Gaisch wütend und drohte dem Beamten mit Konsequenzen. Ein Mitschnitt des Telefonats fand seinen Weg an die Medien und wurde veröffentlicht. Die Causa sorgte in der Folge bundesweit für Schlagzeilen. Besonders bekannt ist mittlerweile die Aussage von Gaisch, dass er dem Polizisten die „Wadln vire richten“ werde. Doch nach bekannt werden des Telefonats war es Gaisch selbst, dem Konsequenzen drohten. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ermittelte wegen versuchter Nötigung gegen ihn. Zudem wurde er vorrübergehend von seinem Posten abgezogen und zum Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl versetzt. Verfahren eingestellt Gaisch kam mit einer Diversion davon, die genaue Höhe der Geldzahlung ist nicht öffentlich bekannt. Ein Disziplinarverfahren endete ebenfalls mit einer Geldbuße. Gaisch selbst entschuldigte sich Anfang des Jahres in einer Stellungnahme für den Vorfall. Die Sache ging insgesamt glimpflich für ihn aus: Wie heute verkündet wurde, kehrte Gaisch nun in seine alte Position als stellvertretender Landespolizeidirektor zurück. Gemeinsam gegen Extremismus INTEGRATION. Die Stadt Graz setzt ab sofort einen Arbeitsschwerpunkt auf das Thema Parallelgesellschaften, denen die neue Fach- und Präventionsstelle „Gegenlicht“ entgegenwirken soll. Erfolgreiche Integration ist ein wechselseitiger Prozess und lebt vom aktiven Miteinander. Die Abschottung einzelner Gruppen steht diesem Miteinander entgegen“, weiß Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner. Vor diesem Hintergrund setzt die Stadt Graz ab sofort einen neuen Arbeitsschwerpunkt im Integrationsbereich auf das Thema Parallelgesellschaften. Erster Schritt ist die Einrichtung einer Fach- und Präventionsstelle mit dem Namen „Gegenlicht“. Diese Anlaufstelle wird vom Verein „Sicher Leben in Graz“ geführt und hat ihren Sitz in der Steyrergasse 114. Um extremistischen und radikalen Ten- denzen den Nährboden zu entziehen, setzt sich die Stelle nicht nur inhaltlich mit dem Thema auseinander, sondern setzt auch präventive Maßnahmen. Ein wesentlicher Baustein ist die Einrichtung einer mobilen Notrufnummer, die unter 0677/64 133 444 erreichbar ist. Aber auch Bewusstseinsbildung für LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und MitarbeiterInnen der öffentlichen Verwaltung soll dabei helfen, Radikalisierungsprozesse zu erkennen und mit angemessenen Maßnahmen darauf zu reagieren. Außerdem wird aktive Arbeit mit den verschiedenen Communities geleistet. Mehr dazu auf graz.at. Gegenlicht: Die neue Fach- und Präventionsstelle gegen Parallelgesellschaften eröffnete in der Steyrergasse. STADT GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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