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1. Juli 2018

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- Öffi-Haltestellenausbau für fünf Grazer Bezirke - Gebühren fürs Laden und Parken: Vorteile für E-Autos fallen - Gastroboote: Murschifffahrt kommt 2020 - Mehr Radplätze in der Grazer Innenstadt - Formel 1: Schlossberg trifft Spielberg

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6 graz www.grazer.at 1. JULI 2018 KOMMENTAR Wohin geht die Reise mit dem Verkehr? Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at E s treibt uns wieder um: das Thema Verkehr und Mobilität. Derzeit schmücken sich viele Entscheidungsträger mit wegweisenden Entscheidungen. Nur geben leider alle in unterschiedliche Richtungen Gas. Während die Holding die Haltestellen in einer umfassenden Sommeraktion ausund umbaut (Seiten 4/5), um den Öffi-Verkehr komfortabler zu gestalten, und man in Andritz (siehe rechts) neuerdings Unterstützung für E-Taxifahrten bekommt, denkt Verkehrsstadträtin Elke Kahr hingegen über die Einführung von Parkgebühren für Elektroautos nach (siehe rechts). Außerdem wird das Laden von E-Autos ab August kostenpflichtig werden. Währenddessen will die schwarzblaue Regierung die Murschifffahrt reaktivieren. Und quasi als Sahnehäubchen hat Graz jetzt eine ganze Woche lang das Auto in Form einer riesigen Formel-1-Event reihe gefeiert. Auch wenn jeder Ansatz seine Berechtigung hat: Nehmen wir uns doch ein Beispiel an Niki Lauda, der seinen Formel- 1-Rücktritt folgendermaßen begründete: „Ich will nicht mehr blöd im Kreis herumfahren.“ Ins Ziel kommt man so zwar auch, nur weiter kommt man auf diese Weise halt auch nicht. Gebühren fürs Laden und Parken Vorteile für E-Autos fallen SCHLUSS. Ab August müssen Besitzer eines Elektro-Autos fürs Laden bezahlen. Verkehrsstadträtin Kahr denkt außerdem über Parkgebühren nach. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Je mehr Menschen auf Elektro- Autos umsteigen, desto mehr kann der Schadstoffausstoß im Verkehr verringert werden. Und um dies möglichst vielen schmackhaft zu machen, gab es in Graz bisher auch einige Vorteile für E-Fahrzeuglenker: An allen öffentlichen Ladestationen der Energie Graz (dazu gehören auch die tim-Mobilitätsknoten der Holding) konnte gratis Strom geladen werden. Außerdem benötigte man in den sonst kosten- Andritz fördert Fahrten mit dem E-Taxi! Christian Hermann (E-Taxi), Tantscher, Harald Oberhuber, Gerlinde Koschak, Obenaus (v. l.) KK pflichtigen Zonen mit Genehmigung des Parkgebührenreferats im Straßenamt keinen Parkschein. Genau das soll sich jetzt aber ändern. Ab August muss für das Laden von E-Autos in ganz Österreich bezahlt werden. Auch die Energie Graz stellt ihr System deshalb um und bietet neben der Direktbezahlung auch eine Ladekarte an. Diese ermöglicht das Laden zu einem günstigeren Tarif und einfache Identifikation an der Ladestation mittels Karte oder App. Das Laden bei den Stationen der Energie Steiermark ■■ Der Grazer Bezirk Andritz liegt mit 18,47 Quadratkilometern und rund 20.000 Einwohnern im Grazer Spitzenfeld. Das Netz an Öffis, so Bezirksvorsteher Johannes Obenaus, ist nicht für alle optimal erreichbar. Vor allem für ältere Menschen ist das oft ein Problem. Obenaus: „Wir fördern mit fünf Euro, finanziert vom Bezirksrat, Fahrten mit Elektro- Taxis. Es geht um Umweltschutz ist ja bereits kostenpflichtig. Dort kann entweder pro Minute bezahlt oder eine Flatrate genutzt werden. Und auch das Gratis-Parken in Grazer Zonen steht auf der Kippe. „Wenn die E-Mobilisierung weiter so schnell vorangeht, wird man sich überlegen müssen, wie man Fairness unter den Autofahrern herstellt. Es geht nicht, dass die einen zahlen und die anderen nicht“, so Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Im Spätherbst möchte sie deshalb über Parkgebühren für Lenker von Elektro-Fahrzeugen nachdenken. und darum, älteren Menschen mehr Mobilität zu bieten.“ Bezirksrat Florian Tantscher hat den Antrag zur Förderung von E-Taxifahrten eingebracht, und alle Fraktionen ziehen jetzt mit. Jede Fahrt mit einem Taxi wird mit fünf Euro gefördert, pro Haushalt können maximal fünf Fahrten gefördert werden. Vorerst stehen 300 Euro für 60 Taxifahrten zur Verfügung. VOJO THINKSTOCK derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Silvia Pfeifer (0 664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0 664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0 664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0 664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Reinhard Hochegger (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6491), Robert Heschl (0 664/80 66 66 897), Michael Midzan (0 664/80 666 6891), Selina Gartner (0 664/80 666 68 48), Mag. 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1. JULI 2018 www.grazer.at graz 7 Hochzeit auf Grazer Murschiff AHOI. Die Murschifffahrt kommt spätestens 2020. Die Schiffe werden auch als Party- und Gastro boote auf der Mur dienen und man soll am Schiff u. a. auch heiraten können. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Eine Delegation war dieser Tage in Amsterdam, um sich die dortigen Schiffe, die auf den Kanälen unter ähnlichen Bedingungen wie auf der Grazer Mur unterwegs sind, anzuschauen. Und die niederländischen Boote kamen an. Heinz Jauk, zuständiger Geschäftsführer der Energie Steiermark für das Murkraftwerk: „Die Boote in Amsterdam sind 1,80 bis 1,90 Meter hoch, das wäre die ideale Boat on the river: So werden die Schiffe auf der Mur aussehen: Sehr lang und sehr niedrig. Höhe für ein Schiff, das auf der Mur unter den Brücken durchfahren soll. In den Niederlanden sollen laut Stadtregierung bis 2020 möglichst alle Boote elektrischen Antrieb haben. Darüber hinaus haben die Schiffe in Amsterdam auch Glasdächer, was bei den vielen Regentagen, die wir haben, notwendig ist. Die Boote in Amsterdam haben eine Länge von rund 15 Metern und können meist zwischen 30 und 40 Passagiere an Bord neh­ men. Viele Fragen sind noch offen. Aber wenn wir mit dem Murkraftwerk in den Probebetrieb gehen und der Vollstau auf der Mur erreicht ist, können die ersten Schiffe kommen.“ Party und Hochzeit Bis dahin müssen, so die Holding Graz, die Anlegestellen, vorerst geplant am Kunsthaus, am Marburger Kai, beim Augarten, beim Grünanger und beim Kraftwerkspark, vorbereitet werden. An Bord wird ein „Mur- Elektroschiffskapitän“ die Boote steuern und vermutlich einen Matrosen für das Anlegen zur Verfügung haben. Geht es nach Bürgermeister Siegfried Nagl, können die Schiffe auch gastronomisch genutzt werden, es könnten Partys auf den Booten gefeiert werden, und die Murschiffe wären, so Nagl, auch ein idealer Ort, um eine romantische Hochzeit am Wasser zu feiern. KK

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