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1. Juli 2018

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- Öffi-Haltestellenausbau für fünf Grazer Bezirke - Gebühren fürs Laden und Parken: Vorteile für E-Autos fallen - Gastroboote: Murschifffahrt kommt 2020 - Mehr Radplätze in der Grazer Innenstadt - Formel 1: Schlossberg trifft Spielberg

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10 graz www.grazer.at 1. JULI 2018 Tierisch Sportlich Im Petersbach-Abschnitt Banngrabenweg kann man täglich einem überdurchschnittlich lauten Frosch-und-Kröten-„Ensemble“ lauschen.LUEF, THINKSTOCK Quakende Tierchen in St. Peter locken Fans an NATUR PUR. Im Petersbach sorgen laute Kröten und Frösche für eine sommerliche „Klang-Wolke“. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Mit dieser Folgeerscheinung haben wir nach der Neugestaltung des Petersbachs gar nicht gerechnet, umso schöner, dass es so gekommen ist“, sagt Peter Schröttner, Bezirksvorsteher von St. Peter, über das Phänomen der extrem laut quakenden Frösche und Kröten im Petersbach-Abschnitt Banngrabenweg. Denn: Die Lautstärke der hiesigen Amphibien ist wahrlich beeindruckend, über gut 200 Meter sind die „sangesfreudigen“ Tierchen zu hören. Auch in der Nacht – nervt das nicht die Anrainer? „Das hab ich mich zwar auch schon gefragt, aber ganz im Gegenteil: Die Leute haben mich schon angesprochen, wie fein es ist, diesen Klängen der Natur zuzuhören. Der Tenor ist vielmehr: endlich ein naturbezogenes Geräusch statt Baustellenlärm und Co, den gab’s hier ja lang genug bei den Umbauarbeiten.“ Da der betroffene Bereich zwischen St.-Peter-Hauptstraße und Neufeldweg ein sehr beliebter Weg bei Spaziergängern ist, kommen in letzter Zeit Passanten mit Kindern sogar extra vorbei, um dem Kröten-Konzert zu lauschen. „Es wirkt entspannend, und die Kinder machen sich einen Spaß daraus, die Tiere zu suchen – die halten sich nämlich gut versteckt“, sagt etwa Marianne Konrad, die regelmäßig mit den Enkerln vorbeikommt, auch Schüler sieht man regelmäßig stehen bleiben und lauschen. Und: Die Tiere haben zu ihrem Gesangstalent auch eine nützliche Funktion für das St.-Peter-Gewässer: Der Nachwuchs der Frösche und Kröten frisst Algenbeläge ab und hält den Bach auf diese Weise sauber. „Es stimmt: Das Algenproblem, das letztes Jahr da war, haben wir heuer nicht“, weiß Schröttner. Der lauteste bekannte Frosch ist übrigens der Höhlen-Pfeiffrosch mit einer Stimmgewalt von 100 Dezibel. Das ist in etwa die Lautstärke von vorbeifahrenden Lkw und Motorsägen. Barbara Muhr, Markus Schreiber, Kurt Hohensinner, Theresa Neudeck und Sportamtsleiter Gerhard Peinhaupt (v. l.) trainieren schon. STADT GRAZ/ MELBINGER Haltestellen werden zu Fitnessgeräten für alle SPORTLICH. Dank der Idee von „Grazer“-Lesern kann man nun an Öffi-Haltestellen trainieren. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Erstmals wird ab heute flächendeckend die Kampagne „Fit an der Haltestelle“ über das ganze Stadtgebiet ausgerollt. „Wir alle verbringen immer wieder einiges an Zeit an den Öffi-Haltestellen. Wa rum diese Zeit nicht positiv nutzen“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner den Hintergrund der Aktion, „ein großes Dankeschön geht an das Sportamt und die Holding Graz mit Vorstandsdirektorin Barbara Muhr, die diese Aktion mustergültig vorbereitet haben. Damit wird der Sport den öffentlichen Raum im heurigen Sommer noch stärker erobern.“ Die Aktion „Fit an der Haltestelle“ war eine jener Ideen, die im Rahmen des gemeinsamen Aufrufs von Hohensinner und „der Grazer“ für mehr sportliche Akzente im Stadtgebiet von den „Grazer“-Lesern eingebracht wurden. „Damit erfüllen wir unseren klaren, selbst auferlegten Auftrag, die Grazer für Sport zu begeistern.“ Und so funktioniert es: Ab heute, Sonntag, werden in vielen Grazer Haltestellen Aktions- Poster aufgehängt. Diese sind mit einem QR-Code versehen. Wer diesen mit seinem Handy scannt, kommt auf die Website www.graz.at/fitanderhaltestelle. Dort präsentieren zwei Nachwuchssportler des ATG, Theresa Neudeck und Markus Schreiber, per Video- und Foto-Anleitung insgesamt sechs Fitness-Übungen, die einfach und schnell bei jeder Haltestelle gemacht werden können – das perfekte Workout für zwischendurch. Auch die Haltestellenbänke werden in das Training mit eingebunden. „Schon mit regelmäßigen einfachen Übungen im Alltag lässt sich der Körper effektiv trainieren“, erläutert Muhr, die ja als Präsidentin des Steirischen Tennisverbandes auch selbst sportlich aktiv ist. „,Fit an der Haltestelle‘ ermöglicht somit ein unkompliziertes Training zwischendurch!“

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