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1. August 2021

- Plastikrasen und Steine: Geht so Klimaschutz? - Hickhack zwischen Robert Krotzer und JVP - Kultur-Promis geben Büchertipps - Raser-Problem in Laßnitzhöhe - GAK Juniors gewinnen Stadtpokal

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20 eco graz www.grazer.at 1. AUGUST 2021 gesucht. Das wird die große Herausforderung der nächsten Monate sein.“ Tourismusministerin Elisabeth Köstinger wies bei ihrem Besuch fabian.kleindienst@grazer.at in Graz auf Probleme in der Tourismusbranche hin. IV STMK/KANIZAJ 20 Fabian Kleindienst Es werden händeringend Arbeitskräfte McDonald’s-Manager Daniel Boaje: „Das Potenzial von Graz hat Daniel Boaje will vor allem auf Modernisierung der Restaurants setzen. LUEF FORTSCHRITT. McDonald’s-Franchisenehmer Daniel Boaje über Graz, Lieferservice, Burger-Hype und den Arbeitsmarkt. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Sie haben die McDonald’s-Restaurants in Graz und GU vor einigen Monaten übernommen. Was ist Ihr Eindruck von der Stadt als Wirtschaftsstandort? Daniel Boaje: Es ist eine sehr starke Gemeinschaft und eine Stadt, die sich stark entwickelt – das sieht man überall. Graz ist sehr multikulturell, gleichzeitig Industrie- und Studierendenstadt. Deshalb hat sie ein unglaubliches Potenzial – das mich überrascht hat. Sie steigen in wirtschaftlich gut gehende Strukturen ein. Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre? Boaje: Wir wollen uns weiterentwickeln. Ich bin schon lange im Unternehmen, deshalb sage ich: Wenn man sich McDonald’s heute ansieht und mit vor zehn Jahren vergleicht – dann ist das Logo fast die einzige Verbindung. Alles dahinter hat sich verändert. Das Restaurant hier in der Conradvon-Hötzendorf-Straße (Ort des Interviews, Anm.) wird beispielsweise eines der ersten sein, das wir komplett modernisieren werden. Wir setzen schon jetzt viel mehr auf moderne Technologien, digita- W I R T S C H A F T EcoNews fabian.kleindienst@grazer.at Green Panther 2021 ■ Noch bis zum 27. August 2021 läuft die Einreichfrist für den steirischen Werbepreis „Green Panther“. Gefragt sind die spannendsten und überzeugendsten Projekte in Sachen kreative Kommunikation. Siegfried Nagl (r.) besuchte das Food Processing Lab. FH JOANNEUM/MIRIAM WEISS Nahrungsforschung Mehr von ’s Fachl ■ Seit fünf Jahren begeistert das regionale Shop-Konzept ’s Fachl und bietet heimischen Klein- und Mittelbetrieben die Chance, ihre Produkte in zentraler Lage zu verkaufen. Das Konzept scheint auch krisensicher zu sein. Denn es wird in die Zukunft investiert und ein dritter Standort im MURPARK errichtet, womit man zum größten Anbieter regional hergestellter Produkte in Graz aufsteigt. Mit 1000 Mietfachln für regionale Produzenten. Eine Krankheit kann laut Arbeiterkammer den Urlaub unterbrechen.GETTY Krank im Urlaub ■ Im Food Processing Lab der FH Joanneum werden innovative Wege der Lebensmittelproduktion erforscht – beispielsweise Insekten als Eiweißquelle. Bürgermeister Siegfried Nagl und der Landwirtschaftskammerbeirat der Stadt statteten dem Labor einen Besuch ab und zeigten sich begeistert von der Forschung, die zum Beispiel im „Steirer-Ketchup“, in dem nur regionale Produkte verarbeitet werden, resultierte. Solche Fachln gibt es künftig auch im Grazer Murpark zu füllen. ‘S FACHL ■ Sommerzeit ist für viele Urlaubszeit. Es kann aber auch schnell zu einer Sommergrippe kommen, die einem den Urlaub vermiesen kann. Arbeiterkammer-Experten halten fest: Krank im Urlaub heißt krank – der Urlaub kann also auch zum Krankenstand und insofern unterbrochen werden. Allerdings muss die Krankheit mehr als drei Tage andauern und es braucht eine Bestätigung.

1. 1. AUGUST 2021 www.grazer.at graz eco 21 ➜ TEURER GETTY (2) Flugticket +14,1 % Schlechte Nachrichten für einige Urlauber: Flugtickets kosten im Schnitt deutlich mehr als vor einem Monat. Cocktail –1,0 % Perfekt für den heißen Sommer: Cocktails wurden im Vergleich zum Vormonat etwas günstiger. BILLIGER ➜ mich wirklich überrascht“ le Möglichkeiten und werden versuchen, weiter voranzugehen – da ergeben sich viele Chancen. Was sind das für Entwicklungen? Boaje: Wir haben beispielsweise schon jetzt das Drive-in-System beim Restaurant in der Wienerstraße verbessert, die Kapazitäten in Feldkirchen stark erweitert. Meine Idee ist, bis Ende des nächsten Jahres alle Restaurants zu modernisieren. Wir werden alles verändern, alles austauschen. Weil wir eine moderne Marke sind und deshalb einen modernen Look behalten müssen – da wird es viel auch um nachhaltige Materialien gehen. In Graz gibt es seit einiger Zeit einen wahren Burger-Hype. Wie schwer ist es, da konkurrenzfähig zu bleiben? Boaje: Ja, den Trend gibt es – fast jedes Restaurant bietet schon Burger an. Und es ist natürlich eine Herausforderung. Aber die müssen wir annehmen, uns weiterentwickeln – bei unseren Zutaten, unseren Produkten, dem Geschmack – und Verantwortung zeigen. Die Corona-Krise brachte einen Trend zum Lieferservice. Wird das bleiben? Boaje: Ich hoffe, nicht in dem Ausmaß. Wir bauen zwar unsere Lieferkapazitäten stark aus – wollen zum Beispiel auch in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße starten, aber am meisten können wir in den Restaurants selbst bieten. Sie haben als Franchisenehmer zehn Standorte übernommen. Wie läuft eigentlich die Zusammenarbeit mit McDonald’s Österreich? Boaje: Sehr gut. Solange ich die Firmenstandards respektiere, kann ich eigentlich machen, was ich will (lacht). Ein Paradebeispiel: Der Big Mac wurde in einem Franchise- Standort erfunden. Wichtig im lokalen Bereich sind natürlich die Mitarbeiter. Vielen Firmen fällt es trotz hoher Arbeitslosigkeit schwer, Arbeitskräfte zu finden. Wie ist das bei Ihnen? Boaje: Die richtigen Mitarbeiter zu finden ist nie einfach – gerade in der Gastronomie nach dem Lockdown merkt man, dass es schwerer geworden ist. Wir haben aber seit meinem Beginn im April schon fast einhundert neue Mitarbeiter im Team – und unseren guten Ruf am Arbeitsmarkt will ich verbessern. Deshalb haben wir auch neue Positionen geschaffen, Ausbildungsmöglichkeiten verbessert – und wenn wir die Restaurants erneuern, schaffen wir auch erneuerte Räume für die Mitarbeiter selbst. Können Sie sich mehr McDonald’s- Restaurants in Zukunft vorstellen? Boaje: Das ist eine McDonald’s- Entscheidung. Graz hat eine der höchsten Restaurant-Dichten – und trotzdem würde ich da noch Potenzial sehen. Daniel Boaje Daniel Boaje begann seine Karriere bei McDonald’s 1995 in Rumänien als Restaurant-Manager. Er stieg auf und leitete von 2011 bis 2020 die strategische Führung des Unternehmens in Rumänien. Seit April führt er zehn Restaurants in und um Graz.

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