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1. August 2021

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graz 12 www.grazer.at 1. AUGUST 2021 Bezirkstour durch Graz: Coole Schuhe und neue Technik INNOVATIV. Gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Nagl touren wir durch die Grazer Bezirke. Diese Woche stand der Bezirk Jakomini auf dem Plan. Wir besuchten dort zwei Firmen mit innovativen Ideen. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Der „Grazer“ tourt in den kommenden Monaten in Kooperation mit der Wirtschaftsabteilung der Stadt Graz durch die Grazer Bezirke. Bei der Tour begleiten wir den zuständigen Stadtsenatsreferenten Bürgermeister Siegfried Nagl bei exklusiven Besuchen im jeweiligen Bezirk. Nach dem letzten Besuch im Bezirk Eggenberg stand diese Alle Fotos auf www.grazer.at Woche ein Besuch in Jakomini an. Dort besuchten wir zwei junge Unternehmen, die frische und innovative Ideen haben. Zu Beginn der Tour schauten wir bei der Schuhfirma „Mockery Mia“ vorbei. Die Inhaber Michaela Worschitz und Jürgen Holl haben einen neuen Schuh erfunden, einen „High Heel Sneaker“. Das ungewöhnliche Design soll die Eleganz von hohen Schuhen mit dem Komfort von normalen Schuhen verbinden. Möglich Die beiden „Mockery Mia“ Gründer Michaela Worschitz und Jürgen Holl wollen mit ihrem innovativen Schuhdesign das Tragen von High Heels komfortabler machen. wird das durch ein innovatives Design und spezielles Material. Ein Keilabsatz, der beim Gehen dämpft, sorgt für ein bequemes Gefühl. „Meine Familie kommt ja aus dem Schuhgeschäft, ich bin mit Schuhen aufgewachsen“, erzählt Bürgermeister Nagl. „Aber wie die Frauen mit High Heels gehen, war mir immer ein Rätsel.“ Erste Kollektion Auch an „Mockery Mia“ ging die Corona-Krise leider nicht vorüber. Die erste Kollektion war nach zweieinhalb Jahren Entwicklung im Frühjahr 2020 fertig, aber „genau als der Lockdown war, wären wir auf den Markt gekommen“, erzählt Michaela Worschitz. „Ich weiß, die Schuh- und Modebranche hat sehr gelitten“, sagt Nagl. Denn ohne Veranstaltungen, Konzerte oder Bälle hat niemand wirklich einen Grund, Schuhe mit hohen Absätzen zu kaufen. Mittlerweile bessert sich die Lage jedoch, die 500 Paar der ersten Kollektion sind fast alle verkauft. Der reguläre Preis für ein Paar Schuhe beträgt 250 Euro. Der Vertrieb läuft über Online-Versand, darum kümmern sich die zwei Inhaber derzeit noch selbst. Bei der Produktion der Schuhe arbeiten die beiden Grazer mit zwei italienischen Firmen zusammen. Der „Grazer“ hatte das Unternehmen bereits im Jahr 2019 auf der Titelseite. Kein Nachteil, wenn man kurz darauf bei einer Bank vorstellig wird, erzählen die Inhaber. Mit ihrer Idee waren sie im Jahr 2020 auch bei der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“. Bekannt werden ist derzeit ein wichtiges Ziel der Firma. „Wenn wir helfen können, rufen Sie an. Bis September bin ich auf jeden Fall da“, scherzt Bürgermeister Nagl über die anstehende Gemeinderatswahl am 26. September. Innovative Technologie Die nächste Station auf der Bezirkstour führte uns zum Technologie-Unternehmen „Easelink“. Das 2015 gegründete Unternehmen hat eine revolutionäre Technologie für E-Autos entwicklt. Beim sogenannten „Matrix Charging“ hat das Auto eine Art ausfahrbaren Stecker eingebaut, der sich mit einer Ladeplatte auf dem Boden verbindet. Der Clou dabei: „Man muss nicht genau „Easelink“ Gründer Hermann Stockinger, Produktmanager Sebastian Demuth, Bürgermeister Siegfried Nagl und Patricia Krenn, Marketing (v. l.) STADT GRAZ/FISCHER (4) (V. l.) Bezirksvorsteher Klaus Strobl, Bürgermeister Siegfried Nagl, die Leiterin der Wirtschaftsabteilung Andrea Keimel und „Grazer“- GF Gerhard Goldbrich WIRTSCHAFT IM BEZIRK DIESER BEITRAG WURDE VON DER ABTEILUNG FÜR WIRTSCHAFTS- UND TOURISMUSENTWICKLUNG DER STADT GRAZ FINANZIELL UNTERSTÜTZT UND UNTER WAHRUNG DER VOLLEN REDAKTIONELLEN UNABHÄNGIGKEIT ERSTELLT.

1. AUGUST 2021 www.grazer.at graz 13 für E-Autos im Bezirk Jakomini parken, es gibt einen Toleranzbereich“, erklärt Gründer Hermann Stockinger. Im Prinzip reicht es mit der eingebauten Technologie also, das Auto in der Garage zu parken, der restliche Ladevorgang läuft dann automatisiert. E-Autofahrer sparen sich also das Hantieren mit dem Aufladekabel. Die Ladeplatte kann fix im Boden verbaut werden oder einfach auf dem Boden liegen. Große Pläne Auf diese Technologie hält die Firma ein weltweites Patent, berichtet Stockinger stolz. Bei dem Unternehmen sind derzeit 24 Mitarbeiter beschäftigt. Man hat große Pläne: „Wir haben gerade erst begonnen, wir wollen in diesem Technologiebereich den internationalen Standard definieren“, sagt Stockinger. Im Rahmen von Kooperationsprojekten setzen auch bereits größere Autohersteller auf die „Matrix Charging“-Technologie. Auch bei „tim“ von der Holding Graz und bei der E-Flotte der Energie Steiermark ist sie im Einsatz. Siegfried Nagl ist von dem Produkt beeindruckt: „Ich gratuliere zum bisherigen Erfolg. Mein Vater hat mit 83 Jahren immer gesagt, ich möchte noch nicht sterben, ich will sehen, was die jungen Leute erfinden.“ Mit dem Standort Graz ist Hermann Stockinger als Gründer und Unternehmer sehr zufrieden. „Graz ist eine tolle Umgebung, wir sind sehr froh, dass wir hier sind.“ Ihren Abschluss fand die Bezirkstour durch Jakomini schließlich im Augarten, bei einem gemütlichen Zusammentreffen mit Unternehmern aus dem Bezirk. Für das leibliche Wohl sorgten die Mitarbeiter des neuen Frankowitsch-Kiosks im Augarten. Kammermitglieder ■ Gewerbe und Handwerk: insgesamt 1017, aktiv 830, ruhend 187 ■ Industrie: insgesamt 7, aktiv 6, ruhend 1 ■ Handel: insgesamt 550, aktiv 447, ruhend 103 ■ Bank & Versicherung: insgesamt 7, aktiv 7, ruhend 0 ■ Transport & Verkehr: insgesamt 147, aktiv 129, ruhend 18 ■ Tourismus & Freizeit: insgesamt 313, aktiv 255, ruhend 58 ■ Information & Consulting: insgesamt 818, aktiv 650, ruhend 168

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